Mailinglist Archive: opensuse-de (7486 mails)

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Re: Und wieder was auf die Schnautze bekommen!
  • From: "Konrad Neitzel" <neitzel@xxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Fri, 8 Mar 2002 10:20:11 +0200
  • Message-id: <20020308102011.M14932@xxxxxxxxxxxxxxx>
Ratti <ratti@xxxxxxxxxxx> schrieb:

....mit dem Resultat, daß du zwei verschiedene Versionen in
Unterschiedlichen Ordnern hast. Oder mit dem Gefühl, daß alles
nach /usr/sbin gehört hätte und man selbser bestimmt der
einzige Mensch weltweit ist, der nach /usr kompiliert hat. ;-)

NEIN!! *Panik krieg* :-))

1) Was ist schlimm daran, wenn man von einer Software mehrere Versionen
installiert hat. Das geht normalerweise sehr gut unter Linux! Ich habe
von vielen Libs mehr als eine Version auf meinem Rechner, weil
verschiedene Programme unterschiedliche Versionen brauchen.

2) Selbst kompiliertes Zeug kommt NICHT
nach /usr/bin /usr/lib /bin /sbin sondern entweder nach
/opt (Wobei dies IMHO auch nicht hier hingehört!)
/usr/local (Wenn es systemweit verfügbar sein soll!)
$HOME/bin (Wenn es nur für mich ist!)

Und mein Pfad sieht entsprechend so aus:

~/bin:/usr/local/bin:.........

Also erst meine Binaries (Weil ich ja vielleicht etwas für mich ersetzt
habe), dann die Systemweiten Neuerungen, und dann der ganze andere
Quatsch!

/usr und /sbin und all dieser Müll gehört zur Distribution und da
pfuscht nur die Distribution drin rum! Alles andere gehört da einfach
nicht hin.

Das ganze ist natürlich nur meine Auffassung und die heutigen
Distributionen lassen ja /usr/local alle recht frei (Damals hat SuSE da
auch irgendwelchen Schrott abgelegt und damals habe ich SuSE dafür
gehasst!)

Nix für ungut, aber ich glaube, mit obigem ist es bei weitem nicht
getan. Genau damit habe ich mein System kaputtgekriegt. ;-)))

Wenn Du zuerst ein ./configure --help machst und dann ein ./configure --
prefix=/home/ratti/MyNewProdukt, dann kannst Du die Installation erst
einmal in dein /home machen. Wenn dann alles bei dir funktioniert, dann
ist es toll. Wenn nicht, dann löscht Du ein Verzeichnis!

Wenn es dann funktioniert, dann kannst Du Dir die Installation ansehen.
Mit etwas Glück gibt es dann:
/home/ratti/MyNewProdukt/bin
/home/ratti/MyNewProdukt/lib
/home/ratti/MyNewProdukt/man
/home/ratti/MyNewProdukt/share
...

Dann machst Du ein:
make clean
./configure --prefix=/usr/local

Wenn nicht, dann halt ein
./configure --prefix=/usr/local/MyNewProduct
oder:
./configure --prefix=/opt/MyNewProduct

Oder was auch immer.

Noch ein Tipp:
ein make install würde ich nie so aufrufen!
Ich mache immer ein make install > inst.log 2> &1
Im inst.log sollte dann drin stehen, was er wohin installiert hat.
(Man weiss ja nie!)

Ich habe damit sehr selten ein Problem gehabt! Und ich konnte immer
recht gut weglöschen. Problematishc ist nur /usr/local/* bei mir, weil
ich nicht immer weiss, was zu welchem Produkt gehört. Daher hebe ich
die logfiles auf und kann da ein grep drüber laufen lassen. So erfahre
ich auch recht schnell, was wozu gehört!

Diese ganze Problematik kann man sich teilweise ersparen, wenn es
Source-RPMs gibt, denn IMHO speichert er das dann so ab, als hätte er
von einem rpm installiert, also kann ich deinstallieren und alles.
Aber sicher bin ich mir da nicht, weil ich mich damit nie näher
beschäftigt habe.

Mit den besten Grüßen,

Konrad Neitzel


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