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Re: Ideale Backp-Loesung
  • From: Jan.Trippler@xxxxxxxxxxx (Jan Trippler)
  • Date: Thu May 04 18:25:58 2000
  • Message-id: <20000504202558.B27899@xxxxxxxxxxxxxx>



On Don, Mai 04, 2000 at 10:32:39 +0200, Thomas Schwarze wrote:
Marco Dieckhoff schrieb:

Sicherungen gehören (mindestens) in einen feuergeschützten Schrank,
feuerfesten Tresor oder in ein anderes Gebäude.

Und wenn jetzt ein Erdbeben kommt oder Krieg ausbricht oder ET die
Weltherrschaft übernimmt ;-) ?

Ich hatte eine Möglichkeit einer "idealen" Backup-Lösung aufgezählt.
Wer Ford Knox braucht, soll es sich bauen. Aber die Behauptung, dass
jede Sicherung mindestens in einem feuergeschützten Schrank ...
gehört, ist völlig überzogen oder sogar fehlerhaft. Die meisten
Schäden entstehen durch Fehlbedienung (kurzfristige Rückspielung von
2. Festplatte gegeben) gefolgt von Wasserschäden. Da nutzt Dein
feuerfester Schrank auch nicht mehr viel (eine zweite Festplatte
allerdings auch nicht).

Bei einem *idealen* Backup geht es nicht darum, gegen die häufigsten
Schäden abgesichert zu sein (mit Deiner Beurteilung hast Du sicher
recht), sondern gegen möglichst _alle_ Ursachen. Das ist ideal, jede
Möglichkeit sich diesem Ideal anzunähern ist also zu befürworten.

Mit Deiner Behauptung, Marcos Behauptung sei überzogen oder
fehlerhaft, liegst Du meilenweit neben der Realität. Selbst bei
kleinen und mittleren Firmen ist aus meiner Erfahrung heraus ein
Datensafe mittlerweile Selbstverständlichkeit und ich habe nicht nur
einmal erlebt, dass der Geschäftsführer regelmäßig ein
Sicherungstape mit nach Hause nimmt.


Die ideale Backup-Lösung ist diejenige, die unter ökonomischen
Gesichtspunkten gerade mein Sicherheitsbedürfnis befriedigt. Die
Grenzen liegen dabei zwischen "völlig egal" bis "Weltuntergang
absichern".

Es ist sehr positiv, dass diese laxe Einstellung zum Thema
Datensicherheit immer mehr abnimmt. Die meisten unserer Kunden
wissen sehr wohl um die Tatsache, dass ein Datenverlust sie in der
Regel in ihrer Existenz bedroht (zumindest aber ernsthafte
Schwierigkeiten zur Folge hat) und nehmen das Thema Backup
mittlerweile sehr ernst.

Nochmal zum Thema *Backup auf Festplatte*: Das ist sicher eine
schnelle Methode zur Wiederherstellung von Daten nach einem
Anwender- oder Programmfehler. DBMS machen sowas ja auch mit ihren
Transaktionslogs. Trotzdem verfügen auch DBMS (wieder mein Beispiel:
Informix) über eigene Sicherungstools. Warum wohl? Informix bietet
sogar die Möglichkeit, die Transaktionslogs auf externe Datenträger
zu sichern!

Jan

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