
Am 28.11.2012 13:03, schrieb Karl Brandt:
Hallo,
ich habe auf eine ssd (/dev/sda1) und eine konventionelle Platte (/dev/sdb)
/dev/sda1 / /dev/sdb1 /temp /swap /var /home
Diese Aufteilung möchte ich nun mit Hausmitteln (z.B. dd) gerne als Image speichern um sie dann auf EINE andere Platte zu kopieren. /home soll aber NICHT in das Image aufgenommen werden.
Geht das? Wenn ja wie?
Ein Image stellt in der Regel das Abbild eines Datenträgers dar. Es nimmt also den 'physikalischen' Inhalt der Platte, so wie er direkt aus dem Gerät ausgelesen wird, und speichert diesen in eine Datei. Darin sind dann Partitionsinfos, Dateisystem-Infos und das Dateisystem selbst enthalten. Das lässt sich auch nur sinnvoll wieder als Ganzes auf einen Datenträger schreiben, der dann wieder genauso aussieht wie das Original. Auch werde ich aus deiner Angabe zur zweiten Festplatte (sdb) nicht ganz schlau. Du behauptest, eine Partition zu haben (sdb1) die auf 4 Knoten gemountet ist? Dazu noch mit teilweise unterschiedlichen Dateisystemen (swap) Üblicherweise wird eine Partition immer auf einen Knoten gemountet. Deine Angabe würde also Sinn machen, wenn du neben sdb1 auch noch sdb2, sdb3 und sdb4 angelegt hättest. Da wir aber schon festgestellt haben, dass ein Partitionsabbild immer nur auf eine Partition geschrieben werden kann, wird das mit dem Speichern auf eine Platte (bzw. Partition) schwierig. Es ist möglich, die Abbilder jeweils in eine Partition auf der neuen Platte zu schreiben. Allerdings solltest du dich dann auf jeden Fall um die fstab kümmern, da die Identifier sicher nicht mehr passen werden. Wichtig ist auch, dass die Partitionen (mindestens) die gleiche Größe haben wie das Original, da das Dateisystem eben auch genau auf diese Größe aufgebaut ist. Eine größere Zielpartition würde zwar funktionieren, aber unnötig Platz verschenken (vgl. die Kopie einer DIN A5-Seite auf ein A4 Blatt). Meiner Meinung nach zielführender wäre es, die Quelldaten dateiweise mit einem Livesystem zu sichern (z. B. mit tar) und in ein "frisches", den Gegebenheiten angepasstes Dateissystem, das ebenfalls über ein Livesystem gemountet wird, auf den Zieldatenträger zu überführen. Das lässt dir bei der Gestaltung der Partitionen auf jeden Fall mehr Spielraum, um das System an die aktuellen Bedingungen anzupassen. Dann wäre z.B. auch denkbar, /var nicht als separate Partition zu haben, sondern im Root-FS zu lassen. /tmp und das Swapsystem machen ohnehin keinen großen Sinn, gesichert oder mit übernommen zu werden. Gruß Uli -- Um die Liste abzubestellen, schicken Sie eine Mail an: opensuse-de+unsubscribe@opensuse.org Um den Listen Administrator zu erreichen, schicken Sie eine Mail an: opensuse-de+owner@opensuse.org