
Hallo, anscheinend sind sich einige nicht klar, daß es inzwischen verschiedene Benutzertypen gibt, und eine Firma wird sich die raussuchen, mit denen sie Geld verdient (und diese Aussage tunlichst für sich behalten) Ich selbst habe vier Kisten unter Linux, zwei in der Firma, zwei Privat. Privat bevorzuge ich Windows, habe hier aber ein kleines Netzwerk laufen, und der Server läuft unter Linux. Da will ich dann auch kein KDE drauf haben, der hat sowieso keinen Bildschirm. Da ist yast für mich erste Wahl. Linux ist im Serverbereich sehr, sehr viel besser als Windows, dort ist mir Finetuning und weitestgehende Flexibilität wichtiger als ein grafischer Installer. Und dann hab ich hier noch eine Bastelkiste, die als Workstation fungiert. Auf der bin ich dann nicht mehr Admin, sondern User. Da habe ich ganz andere Ansprüche: Ich werde dort kein einziges Programm benutzen, für daß ich eine Shell öffnen muß. Wenn es da keinen Installer gibt, kommt das Ding wieder weg. Und dort kommt nur yast2 zur Anwendung und Suse ist mein "billiges Windows". Bei diesem Vergleich schneidet Linux noch wesentlich schlechter ab, und der einzige Grund, daß ich es überhaupt nutze, ist, daß mir das Geschäftsgebaren der Firma MS nicht zusagt. Mein Wunsch an das System ist, daß es mir alles abnimmt und selbst konfiguriert: Plug and Play. Für den Rest will ich Knöpfchen und deutschsprachige Assistenz, auf den Homeuser zugeschnitten. Man muß diese Ansichten nicht teilen, aber es gibt halt für jeden "seinen" yast. Und Suse wird sich auf den konzentrieren, mit dem sie Geld verdienen. Das paradoxe ist wahrscheinlich: Während der Freak sein finegetunetes Suse 4.0 besser, schneller, stabiler als alle anderen laufen hat, verdienen sie an mir Geld: Ich gehe einmal im Jahr in einen Laden, kauf mir die "professional"-Ausgabe und gucke nach, ob es denn jetzt endlich aussieht wie Windows. Und, als Multiplikator: Als die 7.0 dann endlich wirklich bunt war und Töne gemacht hat, habe ich gleich noch eine weitere gekauft und verschenkt, und in der Firma habe ich noch eine angeschafft, und ein 7.2-Update haben wir auch schon gekauft. Macht 400 DM Umsatz, also bauen sie den yast, den _ich_ will. :-) Beruflich habe ich zwei weiter System am laufen, die in einem Firmennetzwerk kleine Aufgaben wahrnehmen und eine Mischung zwischen Server und Workstation sind. Dort ist dann auch KDE drauf, und dort ist mir yast2 lieber, weil intuitiver. An diesen Rechner gehen dann auch schonmal die Kollegen (Mac-User) und gucken, ob eine von uns gebaute Website auch unter Mozilla&Netscape unter Linux noch gut aussieht. Bei der Gelegenheit muß ich einfach feststellen, daß das KlickiBuntiKDE-Suse bei den Macusern gut ankommt, besser als Windows. Und davon lebt Suse nunmal. Ich würde den Schwerpunkt mal eher darauf legen, daß man yast2 die Fähigkeiten von yast einverleiben müsste, und Konsens besteht wohl bei einer Sache: Das textbasierte Interface von yast2 ist jenseits von schlecht, es ist "kopfschütteln". Groß, dick, häßlich, schlecht zu navigieren, langsam. Bitte komplett neu machen. Möglichst ohne Fenster zu imitieren, wo's keinen Sinn macht und dergleichen. Gruß, Ratti