Mailinglist Archive: opensuse-mobile-de (414 mails)

< Previous Next >
Re: [suse-laptop] Firewire Suizid
  • From: Paul Foerster <paul.foerster@xxxxxxx>
  • Date: Sat, 24 Jan 2004 17:22:06 +0100
  • Message-id: <40129BAE.2030807@xxxxxxx>
Hi Jürgen,

Sooo schlimm ist es eigentlich gar nicht. Und es gibt eine wirklich sehr gute Anleitung unter http://www.thomashertweck.de

... ich schau mal rein. Trotzdem bin ich von der Idee nicht ganz überzeugt.

Kann ich nicht genau sagen, denn die schafft meine Platte nicht :-)

... ja, das ist schon ziemlich heavy, wa!? :-)))

Der Midnight-Commander zeigt beim Kopieren einer sehr großen Datei von und zur USB-Platte eine Übertragungsrate von 20 MB/sec an. Das ist auch ein typischer Wert einer 3,5"-Platte in einem Desktop-Rechner und liegt deutlich über den 10 .. 15 MB/sec, die meine Notebook-Platte schafft.

... also, ich weiss nicht, ob das folgende ein halbwegs realistischer Benchmark ist, aber ein 1G grosse File zu schreiben, dauert ca. 53 Sekunden. Es zu lesen dauert ca. 15 Sekunden länger. Wenn ich also einfach den Durchschnitt nehme, bin ich bei plus-minus 1G pro Minute Durchsatz, was etwas mehr als 17M pro Sekunde entspricht.

Aber es gibt sicher bessere Benchmarks als meine folgenden naiven Tests. Ich habe übrigens mit bs und count rumgespielt. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass bis zu einer gewissen Grenze vom bs der Durchsatz höher wird, dann aber ziemlich konstant bleibt. Ich habe bs und count immer so gewählt, dass das Ergebnis genau 1G gross ist.

Im folgenden die beiden "Benchmarks", zuerst für die interne und dann für die Firewire Platte. Dabei stellt sich heraus, dass die Firewire Platte fast doppelt so schnell wie die interne Platte ist...

Interne (noch reiserfs) Platte des Laptops:

paul@brinkley:~> time dd if=/dev/zero of=dummy bs=1048576 count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out

real 0m53.209s
user 0m0.000s
sys 0m13.250s
paul@brinkley:~> time dd if=dummy of=/dev/null bs=1048576 count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out

real 1m8.537s
user 0m0.010s
sys 0m8.100s
paul@brinkley:~> time cat dummy >/dev/null

real 1m8.959s
user 0m0.210s
sys 0m5.060s
paul@brinkley:~> ll dummy
-rw-r--r-- 1 paul users 1073741824 2004-01-24 16:47 dummy
paul@brinkley:~> rm dummy

Externe (xfs) Firewire Platte:

brinkley:/media/firewire # time dd if=/dev/zero of=dummy bs=1048576 count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out

real 0m31.593s
user 0m0.020s
sys 0m6.330s
brinkley:/media/firewire # time dd if=dummy of=/dev/null bs=1048576 count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out

real 0m38.510s
user 0m0.050s
sys 0m8.310s
brinkley:/media/firewire # time cat dummy >/dev/null

real 0m38.500s
user 0m0.300s
sys 0m4.990s
brinkley:/media/firewire # ll dummy
-rw-r--r-- 1 root root 1073741824 Jan 24 17:02 dummy
brinkley:/media/firewire # rm dummy

Wie gesagt, meine Tests mit den Laufzeiten für Backups ergaben Unterschiede im Bereich von Bruchteilen von Sekunden für mehr als 7G. Ich komme deshalb zu dem Schluss, dass die beiden Filesysteme analog für Benchmarks verwendet werden können.

Ja, mir ist nicht ganz klar, warum SuSE so auf Reiser setzt, wenn ich so die diversen Mailinglisten verfolge. Wir setzen bei uns nur Ext3 ein, was neben dem Journal noch den zusätzlichen Vorteil bietet, dass es völlig Ext2-kompatibel ist (man kann also die Platte auch einfach als Ext2 mounten, wenn man einmal etwas reparieren muss und kein Ext3 auf dem Reparatursystem hat). Außderdem gibts es Tools, die auch unter Windows Ext2 lesen können, was manchmal auch ganz praktisch ist.

... ich kenne ext3 nicht. Ich kenne ext2 noch aus meinen frühen Linuxtagen und das hat mich wirklich abgeschreckt. Was ich damit schon alles verloren habe, ist wirklich nicht mehr schön. Darum bin ich ja überhaupt zum reiserfs gewechselt und nicht, weil SuSE es als Default einsetzt.

Zum Glück bin ich, was sowas angeht, ein vorsichtiger Zeitgenosse und mache immer brav Backups, nein, nicht das mit Yast, sondern richtige Backups. ;-) Das Yast Backup ist was für Leute, die sich die paar tar Optionen nicht zu tippen trauen. Dafür läuft bei mir ein Full Backup mit tar aber auch in nur 27 Minuten, eins mit Yast in ca. 3,5 Stunden, vorausgesetzt, ich habe nochmal soviel Platz auf der Platte, wie der von den zu backuppenden Files belegte Platz schon braucht. tar braucht hingegen keinen Platz extra. Da soll mir nochmal einer sagen, dass Click-Tools besser sind. >:-)
--
cul8er,

Paul
paul.foerster@xxxxxxx


< Previous Next >
Follow Ups