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Re: System auf andere Platte umziehen
  • From: Thomas Michalka <Thomas.Michalka@xxxxxx>
  • Date: Sun, 06 Feb 2011 15:28:59 +0100
  • Message-id: <4D4EB02B.5010301@gmx.de>
Hallo zusammen,


erstmal vielen Dank für Eure Hinweise. Denen entnehme ich vor allem,
bestätigt durch den Link-Hinweis von Herbert, dass man ohne Probleme
wohl nur dann umkopieren kann, wenn das Root-Dateisystem nicht gemountet
ist. Das hat damit natürlich auch gleich meine Frage zu Dateisystemen,
wie sie z.B. unter /proc und /sys eingebunden sind, miterledigt.
Außerdem darf die Anpassung der Dateien /boot/grub/menu.lst und
/etc/fstab nicht vergessen werden, besonders bei mir, da ich das Mounten
"by-id" verwende.

Interessant wäre die Frage, ob unter bestimmten Vorkehrungen auch _mit_
gemountetem Root-FS umkopiert werden kann. Man kann ja bei rsync auch
bestimmte Pfade ausschließen. Einige Dienste müssten angehalten werden,
damit z.B. Mail nicht auf die Quellplatte geschrieben wird. Aber so, wie
von Heinz beschrieben, ist es sicher am einfachsten.

Matthias Praunegger schrieb:
Am 04.02.2011 20:48, schrieb Heinz Diehl:
On 04.02.2011, Thomas Michalka wrote:

Was muss man besonders beachten, z.B. bezüglich /proc und anderer
'virtueller' Dateisysteme.
Gibt es eventuell noch andere Fallstricke? Was sollte/darf man nicht
mitkopieren?

Boote von CD ( http://www.sysresccd.org ), dann tut ein

rsync -avxHSAX /quelle/ /ziel

den Rest, ohne dass du dich um irgendwas kuemmern musst.



Naja, irgendwie musst du das neue System dann auch bootbar machen.

Irgendwie
grub-install.unsupported --root-directory=/mnt/sdXx /dev/sdXx
^ ^
(1) (2)
Das kleine x bei (2) nur, falls man grub im Bootsektor einer Partition
installieren möchte. Für den MBR heißt es am Ende "/dev/sdX" ohne
Partitionsziffer. Nach Deiner Angabe bei (1) ist die root-Partition
unter /mnt/sdXx gemountet und /boot/grub mit den grub-Dateien befindet
sich _nicht_ in einer eigenen Partition. Das ist bei mir auch für all
die grub-Verzeichnisse für grub-Installationen in Boot-Sektoren so. Für
den grub im MBR habe ich eine Mini-Partition, die nicht automatisch
gemountet wird (Parameter "noauto" in fstab).

Habe gerade eine MBR-Wiederherstellung hinter mir, weshalb mir das Thema
gerade recht geläufig ist.
Allerdings bleibt's beim originalen "grub-install" auf der SysRescCD im
Gegensatz zum Sonderschnitz der oS-Variante, die Du nennst. (Der
Sonderschnitz von oS für grub-install ist eine eigenes Miniskript, das
u.a. einen setup-Befehl in der grub.conf von oS verwendet, weshalb das
oS-Team das Original in "grub-install.unsupported" umbenannt hat.)

Ggf. sollte man die Option "--recheck" verwenden, um eine korrekte
device.map zu erzeugen. Aber aufgepasst: wie auch in dem oS-Artikel
angemerkt, kommt es für die grub-Gerätenamen in "menu.lst" darauf an,
welche in der neuen Konstellation die Bootplatte sein soll (die Angaben
in der menu.lst sind beim Schreiben von grub erstmal uninteressant und
erst für's Booten wichtig).

http://peer.st/dw/doku.php?id=deployment

Auch sehr interessant, besonders im Hinblick auf den möglichen
Treiberwechsel. Bei mir bleibt's aber bei SATA.

Habe erst diese Woche erfolgreich einen Server von mir auf die Art und
Weise zu mehr Speicherplatz verholfen (rsync von altem Raid 5 auf ein
neues mit doppelter Kapazität).

Das RAID-Thema ist auch eines, dass mich interessiert. Ich habe vor,
eine neue Backup-Maschine mit RAID einzurichten, mit einer
'überflüssigen' Platte, die ich zyklisch durchtauschen kann. Es soll
immer eine Platte vor Überspannungen und Brand geschützt gelagert sein.
Wie ist das denn mit RAID 5, enthält da immer eine Platte die ganze
Information? Zu welchem RAID-Level würdest Du mir raten, Matthias?


Gruß, Thomas
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