Mailinglist Archive: opensuse-de (5499 mails)
| < Previous | Next > |
Re: Was bringt athlon-Optimierung was (Re: Povray ist zu langsam)
- From: Tobias Weisserth <tobias@xxxxxxxxxxxx>
- Date: Thu, 08 Jan 2004 02:29:10 +0100
- Message-id: <1073525350.12561.45.camel@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo Christian,
Am Mit, den 07.01.2004 schrieb Christian Boltz um 21:31:
> Und das tust Du Dir ggf. jede Woche an? Da ist mir eine Portion *.rpmold
> oder *.rpmnew alle 6 Monate wesentlich lieber ;-)
Nö. Wenn ich jede Woche mal nach interessanten neuen Paketen schaue und
sogar wenn ich der Verlockung erliege, einfach alles alte durch neues zu
ersetzen, dann fallen vielleicht ein oder zwei Dateien an, die ich in
/etc ersetzen oder mergen muss. Und da ich auf meiner Desktopmaschine
ohnehin kaum Dienste habe, die auf Konfigurationen in /etc
zurückgreifen, juckt mich das nicht.
> Und mein /etc liegt in CVS, da kann ich problemlos diffen. Und ich kann
> auch einen Patch erstellen, der "alle meine Änderungen in /etc nach dem
> Update auf SuSE 9.0" enthält ;-)
Nett. Aber ist das nicht ein wenig gefährlich, wenn CVS einen Bug
enthält, der sich remote ausnutzen lässt? Oder läuft cvs nur lokal bei
Dir?
> > Was Du bei Portage auch nutzen kannst. Wenn es ohne große Probleme
> > eine Lösung am Source Code einer Version gibt, dann wird das behoben.
>
> Und wenn nicht?
Dann nimmst Du eben die neue. :-) Niemand kann sich dem Fortschritt in
den Weg stellen :-)
Ich hatte ehrlich noch keine Probleme. Das ist vielleicht kritischer auf
Servermaschinen, aber da würde ich auch kein Gentoo einsetzen.
> Soweit zum Kernel. Und der Rest? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht
> vorstellen, dass es für *jede Version* *jedes Programms* Backports von
> Bugfixes gibt - das wäre wohl vom Arbeitsaufwand her nicht zu leisten.
Nun ja. Gentoo ist ein Community Projekt und es gibt Freiwillige, die
sich in Teams zusammenschließen und die ebuilds warten. An manpower
scheitert Gentoo nicht, denke ich. Ich kann Dir keine Statistiken geben,
aber wenn es Patche gibt, dann "installierst" Du dasselbe Paket nochmal
und es werden erst die Patche aus dem Netz geholt, dann angewendet und
dann laufen die alten Sources mit den Patches durch den gcc.
> SuSE beschränkt sich auf 2 Versionen pro Jahr, da ist das eher machbar.
Naja, SuSE ist ja auch kein Community Projekt. Red Hat hat
wahrscheinlich auch aus diesem Grund das Fedora Projekt in die Hände von
anderen gelegt...
> > DAS sagt einer, der eine beta von KDE laufen lässt. Dagegen ist mein
> > Gentoo System ein heiliger Stabilitätsengel :-)
>
> *g*
Ich verstehe ja Dein Argument. Sag' mal. So ganz nebenbei. Läuft der
lisa Dämon von KDE 3.2 mit Samba 3 ordentlich, dass heißt, kann ich mit
dem konqueror dann ganz normal Samba shares browsen? lisa aus KDE 3.1.x
scheint da wohl Probleme mit Samba 3 zu haben. Mit Samba 2.2.8 klappte
es noch. Nicht dass es ein grooooßer Verlust wäre (die Samba 3
Verbesserungen sind einfach wertvoller ;-)), aber reizen täte es mich
schon.
> Mit dieser Aussage ging es mir erstmal ums Basissystem - vom Kernel über
> diverse Daemons bis hin zum X-Server.
Jeder zieht seine Linie eben woanders ;-)
> Wenn KDE beta nicht gelaufen wäre, hätte ich innerhalb von kurzer Zeit
> eben wieder die "uralt"-RPMs von den CDs installiert ;-)
Es gibt doch aktualisierte RPMs von SuSE auf dem FTP Server ;-)
> Mit Downtime meinte ich nicht (nur) "blockiert, da die Installation
> läuft", sondern auch den Aufwand hinterher, bis alle Kleinigkeiten
> wieder so eingestellt sind wie ich will.
Mmh. Bisher noch keine Nachbesserungen nach einem Update. OK, eine die
etwas genervt hat. Gnome 2.4 verwendet nun auch ~/desktop als
Verzeichnis zum Ablegen des Desktopinhaltes. Dann hatte ich meinen Gnome
Desktop und den KDE Desktop wild durcheinander gewürfelt. Hässlich und
unübersichtlich. Aber die Lösung war einfach im KDE Controlcenter für
KDE ein alternatives Verzeichnis festzulegen. Hat etwa 2 Minuten
gedauert.
> Ich doch auch ;-)
Darüber diskutieren wir ja auch nicht ;-)
[...]
> Ich will mit meinem System primär arbeiten, das Testen geht nebenher ;-)
> (und wenn eben z. B. eine KDE-beta mal nicht läuft, fliegt sie runter.
> Basta.)
Das hört sich für mich aber ganz nach Testen an ;-) *g*
> Würde mich aber eher wundern ;-)
Wenn die ursprünglichen Entwickler die für die Öffentlichkeit zur
Verfügung stellen, dann kannst Du damit rechnen, wenn das Teil von KDE
ist. Es gibt sogar das Mandrake Artwork und das Ximian Artwork im
normalen Portage Baum ;-)
> ... und lange, lange warten, hier gibt es nämlich kein DSL - und das
> dürfte ein KO-Argument sein...
Ja. Ohne Breitbandleitung kannst Du Gentoo oder Debian oder jedes andere
apt-mäßige System natürlich vergessen. Aber mir steht hier eine 4MBit
Leitung mit 10GB Quota in 30 Tagen zur Verfügung :-)
> Klar, aber dafür gibt es u. a. das people-Verzeichnis auf dem SuSE FTP.
Das kenne ich nicht. Liegt da neuere Software für SuSE? Ich fände es
toll, wenn SuSE den FTP Ast mit den Distributionen graduell updaten
würde. Also beispielsweise Du installierst per FTP am Erscheinungstag
und dann einen Monat oder zwei Monate später nochmal neu und das zweite
Mal hast Du schon gleich bei der Installation neuere Pakete, zum
Beispiel falls wenig nach dem Erscheinen eine KDE oder Gnome Version
kommt.
> Außerdem hat Samba 2.irgendwas von SuSE 9.0 schon etliche Backports von
> Samba 3.0 abbekommen ;-)
Welche? Auch die neuen Domänenfunktionen?
> Wenn man die neuen Features braucht, klar. Ansonsten kann man auch bei
> der "alten" Version bleiben.
Darüber streiten wir uns nicht. :-)
> > Ich weiß, dass im professionellen Umfeld so ein Wechsel
> > über Ewigkeiten geplant wird, aber das ist mir doch privat egal.
>
> Klar, ist ein anderes Thema ;-)
Wenigstens einer, der mir das abnimmt. ;-)
[...]
> Aber die vielen Leute, die grundsätzlich jede Woche alles updaten,
> werden wohl kaum die Homepage jedes einzelnen Programms besuchen - und
> die hatten dann mit PHP ihren Spaß ;-)
Die landen dann eben im Gentoo Forum oder in der Mailingliste. So geht
es doch auch vielen, die von 8.x auf SuSE 9.0 umgestiegen sind. "Was?!?!
xinetd statt inetd?!?! Eine Welt bricht für mich zusammen." DAS habe ich
oft gehört. :-) Bei SuSE ändert sich von Distribution zu Distribution
auch ab und zu mal was, zumindestens die Standardserver, die für
bestimmte Dienste vorgeschlagen werden. Früher war das doch auch mal
Sendmail anstelle von Postfix, oder? Aber zum Glück reden wir ja über
Linux und alles ist anpassbar :-)
[...]
> Klar, ist Ansichtssache, aber die neuen Features haben eben ihren Reiz.
> Außerdem läuft die beta2 stabiler als es Win98 jemals war ;-)
Und? Wo ist da die Besonderheit?! Fast jedes andere grafische System,
läuft stabiler als Windows 9x :-)
> > Danke für die lustige Diskussion ;-)
>
> Keine Ursache, ich hatte auch meinen Spaß dabei ;-)
Die Fortsetzung können wir uns wohl gönnen :-)
Jetzt aber gute Nacht, schon wieder so spät heute Abend...
Grüße,
Tobias
Am Mit, den 07.01.2004 schrieb Christian Boltz um 21:31:
> Und das tust Du Dir ggf. jede Woche an? Da ist mir eine Portion *.rpmold
> oder *.rpmnew alle 6 Monate wesentlich lieber ;-)
Nö. Wenn ich jede Woche mal nach interessanten neuen Paketen schaue und
sogar wenn ich der Verlockung erliege, einfach alles alte durch neues zu
ersetzen, dann fallen vielleicht ein oder zwei Dateien an, die ich in
/etc ersetzen oder mergen muss. Und da ich auf meiner Desktopmaschine
ohnehin kaum Dienste habe, die auf Konfigurationen in /etc
zurückgreifen, juckt mich das nicht.
> Und mein /etc liegt in CVS, da kann ich problemlos diffen. Und ich kann
> auch einen Patch erstellen, der "alle meine Änderungen in /etc nach dem
> Update auf SuSE 9.0" enthält ;-)
Nett. Aber ist das nicht ein wenig gefährlich, wenn CVS einen Bug
enthält, der sich remote ausnutzen lässt? Oder läuft cvs nur lokal bei
Dir?
> > Was Du bei Portage auch nutzen kannst. Wenn es ohne große Probleme
> > eine Lösung am Source Code einer Version gibt, dann wird das behoben.
>
> Und wenn nicht?
Dann nimmst Du eben die neue. :-) Niemand kann sich dem Fortschritt in
den Weg stellen :-)
Ich hatte ehrlich noch keine Probleme. Das ist vielleicht kritischer auf
Servermaschinen, aber da würde ich auch kein Gentoo einsetzen.
> Soweit zum Kernel. Und der Rest? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht
> vorstellen, dass es für *jede Version* *jedes Programms* Backports von
> Bugfixes gibt - das wäre wohl vom Arbeitsaufwand her nicht zu leisten.
Nun ja. Gentoo ist ein Community Projekt und es gibt Freiwillige, die
sich in Teams zusammenschließen und die ebuilds warten. An manpower
scheitert Gentoo nicht, denke ich. Ich kann Dir keine Statistiken geben,
aber wenn es Patche gibt, dann "installierst" Du dasselbe Paket nochmal
und es werden erst die Patche aus dem Netz geholt, dann angewendet und
dann laufen die alten Sources mit den Patches durch den gcc.
> SuSE beschränkt sich auf 2 Versionen pro Jahr, da ist das eher machbar.
Naja, SuSE ist ja auch kein Community Projekt. Red Hat hat
wahrscheinlich auch aus diesem Grund das Fedora Projekt in die Hände von
anderen gelegt...
> > DAS sagt einer, der eine beta von KDE laufen lässt. Dagegen ist mein
> > Gentoo System ein heiliger Stabilitätsengel :-)
>
> *g*
Ich verstehe ja Dein Argument. Sag' mal. So ganz nebenbei. Läuft der
lisa Dämon von KDE 3.2 mit Samba 3 ordentlich, dass heißt, kann ich mit
dem konqueror dann ganz normal Samba shares browsen? lisa aus KDE 3.1.x
scheint da wohl Probleme mit Samba 3 zu haben. Mit Samba 2.2.8 klappte
es noch. Nicht dass es ein grooooßer Verlust wäre (die Samba 3
Verbesserungen sind einfach wertvoller ;-)), aber reizen täte es mich
schon.
> Mit dieser Aussage ging es mir erstmal ums Basissystem - vom Kernel über
> diverse Daemons bis hin zum X-Server.
Jeder zieht seine Linie eben woanders ;-)
> Wenn KDE beta nicht gelaufen wäre, hätte ich innerhalb von kurzer Zeit
> eben wieder die "uralt"-RPMs von den CDs installiert ;-)
Es gibt doch aktualisierte RPMs von SuSE auf dem FTP Server ;-)
> Mit Downtime meinte ich nicht (nur) "blockiert, da die Installation
> läuft", sondern auch den Aufwand hinterher, bis alle Kleinigkeiten
> wieder so eingestellt sind wie ich will.
Mmh. Bisher noch keine Nachbesserungen nach einem Update. OK, eine die
etwas genervt hat. Gnome 2.4 verwendet nun auch ~/desktop als
Verzeichnis zum Ablegen des Desktopinhaltes. Dann hatte ich meinen Gnome
Desktop und den KDE Desktop wild durcheinander gewürfelt. Hässlich und
unübersichtlich. Aber die Lösung war einfach im KDE Controlcenter für
KDE ein alternatives Verzeichnis festzulegen. Hat etwa 2 Minuten
gedauert.
> Ich doch auch ;-)
Darüber diskutieren wir ja auch nicht ;-)
[...]
> Ich will mit meinem System primär arbeiten, das Testen geht nebenher ;-)
> (und wenn eben z. B. eine KDE-beta mal nicht läuft, fliegt sie runter.
> Basta.)
Das hört sich für mich aber ganz nach Testen an ;-) *g*
> Würde mich aber eher wundern ;-)
Wenn die ursprünglichen Entwickler die für die Öffentlichkeit zur
Verfügung stellen, dann kannst Du damit rechnen, wenn das Teil von KDE
ist. Es gibt sogar das Mandrake Artwork und das Ximian Artwork im
normalen Portage Baum ;-)
> ... und lange, lange warten, hier gibt es nämlich kein DSL - und das
> dürfte ein KO-Argument sein...
Ja. Ohne Breitbandleitung kannst Du Gentoo oder Debian oder jedes andere
apt-mäßige System natürlich vergessen. Aber mir steht hier eine 4MBit
Leitung mit 10GB Quota in 30 Tagen zur Verfügung :-)
> Klar, aber dafür gibt es u. a. das people-Verzeichnis auf dem SuSE FTP.
Das kenne ich nicht. Liegt da neuere Software für SuSE? Ich fände es
toll, wenn SuSE den FTP Ast mit den Distributionen graduell updaten
würde. Also beispielsweise Du installierst per FTP am Erscheinungstag
und dann einen Monat oder zwei Monate später nochmal neu und das zweite
Mal hast Du schon gleich bei der Installation neuere Pakete, zum
Beispiel falls wenig nach dem Erscheinen eine KDE oder Gnome Version
kommt.
> Außerdem hat Samba 2.irgendwas von SuSE 9.0 schon etliche Backports von
> Samba 3.0 abbekommen ;-)
Welche? Auch die neuen Domänenfunktionen?
> Wenn man die neuen Features braucht, klar. Ansonsten kann man auch bei
> der "alten" Version bleiben.
Darüber streiten wir uns nicht. :-)
> > Ich weiß, dass im professionellen Umfeld so ein Wechsel
> > über Ewigkeiten geplant wird, aber das ist mir doch privat egal.
>
> Klar, ist ein anderes Thema ;-)
Wenigstens einer, der mir das abnimmt. ;-)
[...]
> Aber die vielen Leute, die grundsätzlich jede Woche alles updaten,
> werden wohl kaum die Homepage jedes einzelnen Programms besuchen - und
> die hatten dann mit PHP ihren Spaß ;-)
Die landen dann eben im Gentoo Forum oder in der Mailingliste. So geht
es doch auch vielen, die von 8.x auf SuSE 9.0 umgestiegen sind. "Was?!?!
xinetd statt inetd?!?! Eine Welt bricht für mich zusammen." DAS habe ich
oft gehört. :-) Bei SuSE ändert sich von Distribution zu Distribution
auch ab und zu mal was, zumindestens die Standardserver, die für
bestimmte Dienste vorgeschlagen werden. Früher war das doch auch mal
Sendmail anstelle von Postfix, oder? Aber zum Glück reden wir ja über
Linux und alles ist anpassbar :-)
[...]
> Klar, ist Ansichtssache, aber die neuen Features haben eben ihren Reiz.
> Außerdem läuft die beta2 stabiler als es Win98 jemals war ;-)
Und? Wo ist da die Besonderheit?! Fast jedes andere grafische System,
läuft stabiler als Windows 9x :-)
> > Danke für die lustige Diskussion ;-)
>
> Keine Ursache, ich hatte auch meinen Spaß dabei ;-)
Die Fortsetzung können wir uns wohl gönnen :-)
Jetzt aber gute Nacht, schon wieder so spät heute Abend...
Grüße,
Tobias
| < Previous | Next > |