Mailinglist Archive: opensuse-de (6807 mails)

< Previous Next >
SuSE ohne YaST2 möglich? (was: Re: Suse= Einsteigerdistribution?)
Hallo Thorsten, hallo Leute,

schon wieder ein Subject-Wechsel ;-)

Am Montag, 20. Januar 2003 18:24 schrieb Thorsten von Plotho-Kettner:
BTW, auch bei Suse muss man Yast(2) nicht zwangsläufig
mitinstalliern, oder?

Hat mich jetzt auch interessiert ;)

Da ich aber gerade nicht neu installieren will, probier ich einfach mal,
ob sich die yast2-rpms problemlos löschen lassen würden.

cb@tux:~> rpm -qa | grep "^..*yast"
autoyast2-installation-2.6.35-0
autoyast2-2.6.35-0
susewm-kcmyast-3.6.0-141
# dazu kommen noch diverse yast2-*-Pakete, die ich hier aus Platzgründen
# von grep rausfiltern lasse ;-)

Nun denn, los gehts:

cb@tux:~> rpm -e --test `rpm -qa | grep -i yast`
Fehler: Das Enfernen dieser Pakete würde Paket-Abhängigkeiten
missachten:
yast2-theme-SuSELinux wird von kdebase3-SuSE-8.1-56 gebraucht
susewm-kcmyast wird von kdebase3-SuSE-8.1-56 gebraucht
cb@tux:~> rpm -e --test `rpm -qa | grep -i yast | \
grep -v "yast2-theme-SuSELinux\|susewm-kcmyast" `
cb@tux:~> echo $?
0

Fazit: SuSE-Linux sollte auch ohne YaST laufen ;-)

Übrig bleiben lediglich zwei Pakete, die angeblich von kdebase3
gebraucht werden:

- yast2-theme-SuSELinux: Aus der Paketinfo: "Contains the SuSE Linux
theme for YaST2." Dürfte also für die Optik zuständig sein. Die
Dateien aus diesem Paket landen allesamt in /usr/share/YaST2/theme/
und haben sich somit IMHO als für KDE unnötig disqualifiziert ;-)

- susewm-kcmyast: ist für die Einbindung der YaST2-Module ins
Kontrollzentrum zuständig. Enthält etliche *.desktop-Dateien sowie
/opt/kde3/lib/libkcm_yast2.la und /opt/kde3/lib/libkcm_yast2.so
Die *.desktop braucht man bestimmt nicht mehr, bei den libkcm_* bin
ich mir nicht 100% sicher. Würde mich aber fast wundern, wenn es
Probleme mit KDE oder dem KDE-Kontrollzentrum geben würde...

Jetzt fragt mich aber bitte nicht, wofür die beiden Pakete noch
gebraucht werden, wenn kein YaST installiert ist ;-)
Anscheinend hat SuSE die Paketabhängigkeiten in diesem Fall etwas
"ungeschickt" festgelegt. Möglicherweise (ungetestet!) kann man _in
diesem Fall_ sogar mal die beiden Pakete mit--nodeps deinstallieren.
Ich probiers aber bestimmt nicht aus und empfehle es auch nur denen,
die genau wissen, was sie tun ;-)
(Disclaimer: Wer es nicht genau weiß, soll die Finger von --nodeps
und/oder --force lassen, damit kann man sich nämlich u. U. sein System
zerschießen!)


Gruß

Christian Boltz

PS: SuSEconfig ist über die Pakete verteilt, die es konfiguriert
(siehe rpm -qf /sbin/conf.d/*), aber es lässt sich ja abschalten ;-)
--
Kommentiere [..] die Zeile [..] aus, indem Du ein Kanalgitter
# davor setzt.
Erzähl hier nix falsches! Das ist kein Kanalgitter, sondern ein
Gartenzaun! [> Adalbert Michelic und Ratti in suse-linux]


< Previous Next >
This Thread