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Fortschritt,aber noch keine Lösung: /dev/cdrecoder ist kein gültiges blockorientiertes Gerät
  • From: Heimo Ponnath <ponnath@xxxxxxxx>
  • Date: Thu, 14 Mar 2002 18:46:24 +0100
  • Message-id: <200203141746.g2EHkOm02602@xxxxxxxxxxxx>
Liebe Liste,

nachdem mir David, Joerg und Alexander bei meinem Problem (Hilfe:
mount: /dev/cdrecoder ist kein gültiges blockorientiertes Gerät,
vom 13.3. 00:15) so intensiv geholfen haben und ich alle ihre
Anregungen realisierte, meldet sich trotzdem noch mit boshafter
Hartnäckigkeit der Fehler:
--------------
Laufwerk konnte nicht eingebunden werden.
Die Fehlermeldung war:
mount: /dev/cdrecoder ist kein gültiges blockorientiertes Gerät
--------------
(oder auch /dev/cdrom, /dev/dvd, /dev/cdrec)

1) Zunächst einmal: Was habe ich aus der Fülle von Anregungen
wahrgenommen und wie (SuSE 7.3 mit Kernel 2.4.18, reines
IDE-System, weil keine SCSI-Unterstützung auf Mainboard oder per
Karte):

a) Prüfen auf die Module in /lib/modules/`uname -r`/

kernel/drivers/cdrom/cdrom.o -- nicht vorhanden

kernel/drivers/ide/ide-cd.o -- nicht vorhanden

kernel/drivers/scsi/scsi_mod.o -- nicht vorhanden

kernel/drivers/scsi/ide-scsi.o -- ist vorhanden

kernel/drivers/scsi/sr_mod.o -- nicht vorhanden

kernel/drivers/scsi/sg.o -- ist vorhanden

Bei den nicht vorhandenen Modulen bin ich mir relativ sicher (die
Identifizierung in der .config ist wegen der anderen namen manchmal
etwas schwierig), daß sie in den Kernel kompiliert wurden.

b) Eintrag in die lilo.conf:
Da habe ich in der append-Zeile stehen:
append = "disableapic vga=0x0317 hdc=ide-scsi hdd=ide-scsi"

Ich konnte keinen Parameter für diese Zeile finden, der ide-cd
abschaltet. Alle gefundenen Quellen wiesen auf einen Eintrag in der
modules.conf hin.

c) Verändern der modules.conf:
Hier habe ich folgende Zeilen eingetragen, bzw. verändert oder
belassen:

alias scsi_hostadapter ide-scsi
options ide-cd ignore=`hdc hdd`

und:

pre-install sr_mod modprobe "-vk" ide-scsi
alias block-major-11 sr_mod
post-remove sr_mod modprobe "-r" ide-scsi

und:

pre-install sg modprobe "-vk" ide-scsi
alias char-major-21 sg
post-remove sg modprobe "-r" ide-scsi

sowie schliesslich:

alias iso9660 isofs

d) Korrigieren der Symlinks in /dev:

/dev/cdrecorder --> /dev/sg0
/dev/cdrec --> /dev/scd0
/dev/cdrom --> /dev/dvd
/dev/dvd --> /dev/scd1

e) Korrigieren der fstab, wo jetzt an den entscheidenden Stellen
steht:

/dev/cdrecorder /media/cdrecorder auto ro,noauto,user,exec 0 0
/dev/cdrec /media/cdrec auto ro,noauto,user,exec 0 0
/dev/cdrom /media/cdrom auto ro,noauto,user,exec 0 0
/dev/dvd /media/dvd auto ro,noauto,user,exec 0 0

f) Schließlich Computer rebootet.

2) Was das System zu alledem meint.

g) Wenn ich mittels demesg mal nachsehe, was der Rechner zu melden
hatte beim Hochfahren, dann finde ich zunächst die
Kernel-Command-Line:

Kernel command line: auto BOOT_IMAGE=linux_2.4.18 ro root=302
BOOT_FILE=/boot/vmlinuz disableapic vga=0x0317 hdc=ide-scsi

und gleich danach:

hdd=ide-scsi
ide_setup: hdc=ide-scsi
ide_setup: hdd=ide-scsi

Etwas später folgen dann die Zeilen:

Uniform Multi-Platform E-IDE driver Revision: 6.31
ide: Assuming 33MHz system bus speed for PIO modes; override with
idebus=xx
PIIX4: IDE controller on PCI bus 00 dev f9
PIIX4: chipset revision 18
PIIX4: not 100% native mode: will probe irqs later
ide0: BM-DMA at 0xf000-0xf007, BIOS settings: hda:DMA, hdb:pio
ide1: BM-DMA at 0xf008-0xf00f, BIOS settings: hdc:DMA, hdd:DMA
hda: ST380020A, ATA DISK drive
hdc: SONY CD-RW CRX1611, ATAPI CD/DVD-ROM drive
hdd: IDE DVD-ROM 16X, ATAPI CD/DVD-ROM drive
ide0 at 0x1f0-0x1f7,0x3f6 on irq 14
ide1 at 0x170-0x177,0x376 on irq 15
hda: 156301488 sectors (80026 MB) w/2048KiB Cache, CHS=9729/255/63,
UDMA(100)
ide-floppy driver 0.97.sv
Partition check:
hda: hda1 hda2 hda3 hda4 < hda5 >
Floppy drive(s): fd0 is 1.44M
FDC 0 is a post-1991 82077
loop: loaded (max 8 devices)
ide-floppy driver 0.97.sv
SCSI subsystem driver Revision: 1.00
request_module[scsi_hostadapter]: Root fs not mounted
request_module[scsi_hostadapter]: Root fs not mounted

und noch weiter unten:

scsi0 : SCSI host adapter emulation for IDE ATAPI devices
Vendor: SONY Model: CD-RW CRX1611 Rev: TYS7
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Vendor: SONY Model: CD-RW CRX1611 Rev: TYS7
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Vendor: IDE Model: DVD-ROM 16X Rev: 1.3!
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Vendor: IDE Model: DVD-ROM 16X Rev: 1.3!
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Attached scsi CD-ROM sr0 at scsi0, channel 0, id 0, lun 0
Attached scsi CD-ROM sr1 at scsi0, channel 0, id 0, lun 1
Attached scsi CD-ROM sr2 at scsi0, channel 0, id 1, lun 0
Attached scsi CD-ROM sr3 at scsi0, channel 0, id 1, lun 1
sr0: scsi3-mmc drive: 40x/40x writer cd/rw xa/form2 cdda tray
Uniform CD-ROM driver Revision: 3.12
sr1: scsi3-mmc drive: 40x/40x writer cd/rw xa/form2 cdda tray
sr2: scsi3-mmc drive: 40x/40x cd/rw xa/form2 cdda tray
sr3: scsi3-mmc drive: 40x/40x cd/rw xa/form2 cdda tray
paride: version 1.06 installed (parport)
pg: pg version 1.02, major 97
pg0: Autoprobe failed
pg: No ATAPI device detected

h) Wenn ich nun sgcheck verwende, zeigt mir das System als Ergebnis:

kether:~ # sgcheck

Assignment of generic SCSI devices,
device host/channel/ID/LUN type(numeric type) vendor model:

/dev/sg0 0/0/0/0 CD-ROM SONY CD-RW CRX1611
/dev/sg1 0/0/0/1 CD-ROM SONY CD-RW CRX1611
/dev/sg2 0/0/1/0 CD-ROM IDE DVD-ROM 16X
/dev/sg3 0/0/1/1 CD-ROM IDE DVD-ROM 16X

i) Ein modprobe sr_mod ergibt:

kether:~ # modprobe sr_mod
sh: hdc: command not found
modprobe: Can't locate module sr_mod

j) und ein cdrecord -scanbus führt zu:

kether:~ # cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.11a05 (i686-suse-linux) Copyright (C) 1995-2001 Jörg
Schilling
Linux sg driver version: 3.1.22
Using libscg version 'schily-0.5'
scsibus0:
0,0,0 0) 'SONY ' 'CD-RW CRX1611 ' 'TYS7' Removable
CD-ROM
0,1,0 1) 'IDE ' 'DVD-ROM 16X ' '1.3!' Removable
CD-ROM
0,2,0 2) *
0,3,0 3) *
0,4,0 4) *
0,5,0 5) *
0,6,0 6) *
0,7,0 7) *

k) Mehr Abfragen von Bedeutung fallen mir gerade nicht ein.

3) Was kann man nun aus alledem schliessen?

l) Vermutung 1: Wenn ich die gesamte Konstruktion richtig verstehe,
basiert sie mehr oder weniger darauf, daß man die Module, auf die
es in diesem Zusammenhang ankommt, ein- oder ausschalten kann. Das
geht aber - soweit ich das verstehe - nur dann, wenn sie nicht fest
in den Kernel kompiliert sind - was aber bei den meisten der
fraglichen Module bei mir der Fall ist.

m) Vermutung 2: Ich bin zu doof - und habe irgendeine Sache
übersehen, die so offensichtlich ist, daß sie keiner bisher erwähnt
hat. (Nein, nein: Die beiden Laufwerke stecken wirklich im Computer
und auch alle Kabel sind daran angeschlossen - ganz so
offensichtlich ist die Sache nicht. Und funktionieren tun die
Laufwerke auch, denn ich kann davon booten).

4) Lösungswege

n) Mir fällt jetzt eigentlich nur noch ein, den Kernel neu zu
kompilieren und dabei alle der beteiligten Module nur noch als
Module einzubinden - nicht mehr fest wie bisher. Dazu wäre es
hilfreich, wenn jemand aus der Liste Kenntnis darüber hätte, welche
der Kernel-Optionen-Bezeichnungen mit den Modulnamen
korrespondieren. Bei einigen kann ich da nur sehr vage raten.

o) Oder ein hilfreicher Listengeist erkennt aus all den hier
mitgeteilten Auszügen noch einen entscheidenden Wurm, der mir
mangels gründlicher Linux-Kenntnisse entgangen ist - und stößt mich
mit der Nase darauf.

Es grüßt Euch
ein etwas verzagter
Heimo

--
Heimo Ponnath Webdesign, Rotenhäuserstr. 51, 21109 Hamburg
Tel: 040-753 47 95,Fax: 040-752 68 03, http://www.heimo.de/

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