Mailinglist Archive: opensuse-de (4938 mails)

< Previous Next >
Re: Partitionierung
  • From: weissel@xxxxxxxxxxxxx (Wolfgang Weisselberg)
  • Date: Tue May 16 20:49:12 2000
  • Message-id: <20000516224912.R10699@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>



Marco Jäger schrieb in 2,8K (79 Zeilen):

Am Wed, 10 May 2000 schrieb Bernd Brodesser:

Wieso denn das? Es macht durchaus Sinn Linux weiter zu partitionieren.
Als da wären:
/usr
/var
/home
/opt würde ich immer auf /usr/opt linken, da /usr und /opt so
zimmlich das Gleiche machen. Können beide ro gemoutet sein.
/tmp Ist bei mir auf /var/tmp gelinkt, hab noch keine Probleme damit.

/ nicht zu vergessen, damit die Liste komplett ist :-)

Man kann da noch weiter machen:

/usr/lib Macht Sinn, wenn man eine zweite Platte hat. Dann ist es von
der Performens besser, wenn sie auf einer anderen Platte als
/usr ist. Die Platten sollten dann aber ihren eigenen
Controler haben. Macht vor allem bei SCSI Sinn.
/usr/local Hier ist alles lokale untergebracht. Könnte man mit /home
verlinken.
/usr/X11R6

/boot Macht eigentlich nur Sinn, wenn man Probleme mit der
1024 Zylinder Grenze hat.

/usr/src Sonstiger Sourcecode, hier wird auch
kompiliert (Datenbewegung!)

/var/spool/news
viele viele kleine kleine Files. Mehr
inodes. Und einiges an Datenbewegung.
Zumindestens beim traditionellen Modell von
INN. ('s gibt auch zyklische Bufferfiles als
Modell). Keine Inode-Knappheit in /var.
Backup nur bedingt noetig.

/var/spool/wwwoffle
Viel Datenbewegung, muss nicht unbedingt
gebackuppt werden, kann so nicht /var
voll-laufen lassen.

/usr/share/music
Die lokale MP3-Sammlung :-)

Nicht auf einer eigenen Partition dürfen:
/etc, /bin, /sbin, /lib, /dev

Eine eigene Partition für /root ist nicht besonders Sinnvoll, und das
nicht nur, weil /root eh nicht besonders groß ist.

Jede ext2 Partition braucht ein /lost+found.

Was nix anderes als ein grosses, leeres Dir mit vielen freien
Eintraegen ist: das Allozieren von Platz auf unsauberen
Partitionen ist ... ungut!

/proc *ist* eine eigene Partition, wenn auch eine etwas merkwürdige.

Ohne Platzbedarf auf der Platte. Rein virtuell.

2.Platte ist immer gut, aber wenn noch 9 GB frei sind, dann ist das
doch wohl reichlich.

japp - aber da windows und linux auf derselben pladde sind , kann man an der
performance nicht viel machen mit mehreren linuxpartitionen

Wieso? Windows ist 'ungenutzter* Plattenplatz, sonst nix. Wo
ist das Problem?

- solange alles !!
auf ein und derselben pladde iss, sollte man sogar linux in eine partition
zwängen ( wegen lost und found ) eine unterteilung ist nur dann sinnvoll,
wernn mann mehrere pladden hat - z.b.

Unsinn. fsck geht schneller. Volllaufen geht nicht so ---
jeder Luser kann /tmp vollmachen, dann ist nur noch die
Admin-Reserve da. Aber Mail geht nicht mehr, news geht nicht
mehr, WWW-Caches, Files in deinem $HOME, etc. etc. Mit
eigenem /tmp ist das alles halb so wild, unschoen aber nicht
toedlich!

hda1 = /boot
hda2 = Dos/Windows
hdb1= Dos
[...]

Und wenn, dann gehoert an den 'Anfang' jeder Platte /swap.
Wenn auch nur etwas. Dann stippt der Kernel ueber diesen
Swapbereich. Zumindestens bei hda und hdb sollten dann auch
keine searches Probleme bereiten!

Abgesehen davon solltest du keine Leseperformanz von
Master&Slave gekoppelten Platten erwarten. D.h. leg eine
Linux-Platte nach hda/b und eine nach hdc/d.

Performancegewinn = wenn mehrere platen arbeiten - aber du kannst nicht
gleichzeitig auf zwei partitionen gleichzeitig auf derselben pladde zugreifen
- das geht dann wie bei dos 3.0 - schööön der reihe nach = eher
performanceverlust

Unsinn. Du kannst nie 'gleichzeitig' auf 2 verschiedene
Bereiche einer Platte zugreifen. Das liegt in der Natur
der Sache. Und da EXT2 (wie jedes vernuenftige FS)
ueber die Platte streut, macht es kaum einen Unterschied,
ob 2 Files in der gleichen Partition liegen oder nicht.
Der durchschnittliche Seek sollte bei einer Partition 1/3
derselben sein. Bei mehreren Partitionen statt einer sind
nur die Unter- und Obergrenze des Seeks anders.

Bei SCSI (und bei IDE, wenn die Controller und Platten denn
irgendwann disconnect koennen, dann ist auch die Master&Slave
Kopplung kein Problem mehr) kann die Platte aber mehrere Befehle
bekommen und diese reordern --- schliesslich kennt die Platte
sich selber am besten!

- außederdem verschenkt mann mit jeder unterparitionierung einer pladde mit
linux etwas platz ( lost+found )

Wieviel Prozent sind das, bitte, wenn ich statt 1*9GB 10
kleinere (unterschiedlich grosse!) Partitionen habe? (Ja,
lost+found ist nicht immer gleich gross, es sind ein paar K
mehr bei grossen Partitionen!)

Und dann kommen noch die 'sparse' Superblocks dazu. Und die
Verschwendung an Plattenplatz durch Files bei Blockgroessen
von 4k gegen die Verschwendung an Plattenplatz durch Inodes
bei 1K Blockgroesse.

- außerdem wird für jede partition die 5%
systemplatz reserviert -

Veraetst du mir, wieviel K 5% von 9 GB sind? Und wieviel K
zusammen die jeweils 5% von einer beliebigen Anzahl von
Partitionen mit der Gesamtnutzgroesse von 9 GB sind?

Hinweis: Das Ergebnis ist identisch.

und da eine unterteilung einer !!!!!! pladde keinen
gewinn bringt, würde ich eine komplett-Partition vorziehen.

Wenn ich eine Partition verliere, fluche ich. Wenn du eine
verlierst (bei einer Platte), ist dein Linux tot. Bei mir
versenkt es ziemlich wahrscheinlich nicht home. Bei deinem
Schema waere home mit dabei. (Und ja, ich fahre Backups.
Taeglich.)

Der einzige Vorteil ist: Du wirst nie wuenschen, du haettest
es anders partitioniert. Aber dafuer gibt es ja LVM. :-)

-Wolfgang

---------------------------------------------------------------------
To unsubscribe, e-mail: suse-linux-unsubscribe@xxxxxxxx
For additional commands, e-mail: suse-linux-help@xxxxxxxx

< Previous Next >
References