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Re: Netikettenassistent
  • From: Juergen_Schwarting@xxxxxx (Juergen Schwarting)
  • Date: Wed May 10 05:45:24 2000
  • Message-id: <20000510074524.A2556@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>



Hallo Christian,

* Am 10.05.2000 um 00:01 Uhr schrieb Christian Schult:
und ihren Quoting-Stil etc. Es gibt aber einen, ich vermute weit
größeren, Anteil Teilnehmer hier, die von der suse-linux-Liste
etwas anderes erwarten als Postings zum richtigen Erstellen von
Mails. Für die ist das off topic.

NACK
Da es sich um eine persönlich zugeschnittene Mail handelt und diese
nicht über die Liste gepostet wird, sondern als PM, kann es IMO nicht
'off topic' sein.

Zudem ist oft das Volumen der Hinweise auf die Etikette-Verstöße
weit größer als das Volumen der Etikette-Verstöße selbst.

NACK
Ein Vollquoting an 2000 ML-Mitglieder dürfte wesentlich mehr Volumen
benötigen, wie eine PM von ca. 3-4KB. Selbst 'verkleinerde' Verstöße
wie z.B. das Weglassen der Attribution-Line führen häufig zu Hinweisen
die über die Liste gehen, die in keinem Verhältnis zu einer PM stehen.

Ok, Mecker-Mails war provokativ, letztlich jedoch bleibt auch die
freundlichste negative Kritk immer noch negative Kritik.

Stimmt - mein Compiler meckert auch jeden Tag mit mir, aber ich nehme
es hin, da dadurch meine Programme zur Laufzeit zuverlässiger werden.

1. Solch ein Programm ist unpersönlich und total

Stimmt zum Teil - es ist dafür aber sachlich, objektiv und nicht
Aufgrund schlechter Laune beleidigend. Mißverständnisse in
Fehlertexten werden mit der Zeit korrigiert und sollten so am
schnellsten zur Problemlösung beitragen. Wie Bernd schon sagte, die
wenigsten machen die Fehler mit voller Absicht und nach dem ersten
oder zweiten Hinweis werden sie bemüht sein ihn zu beheben.

kommuniziert nicht mit dem Angeschriebenen. Es serviert ihm die
freundliche Kritik ohne die Möglichkeit einer
Gegenargumentation.

Was spricht dagegen dem Netikettenassistent eine Mail zukommen zu
lassen, die an den Moderatoren weitergeleitet wird ?

2. Solch ein Programm ist autoritär

Ansichtssache

3. Solch ein Programm ist peinlich

wieso ?

Es lässt diejenigen, die dahinter stehen, als kleinliche
Erbsenzähler erscheinen (Ich weiß, das seid ihr nicht!). Es
erweckt den Eindruck, als gäbe es nichts Wichtigeres, als
perfekt verfasste Mails (immerhin dürfte für viele Subscriber
eine Mail vom Etikette-Asistenten mit zu den ersten Mails
gehören, die er von/wegen der Liste bekommt).

Wie sieht es da mit der in regelmäßen Abständen verschickten Netikette
aus - gibt es da so einen großen Unterschied ?

Wenn man einmal davon absieht, daß es als vorteilhaft angesehen wird
erst einmal einige Zeit mitzulesen bevor man seine erste Mail postet,
sollte ein bis zwei Hinweismails einen Newbie doch auch nicht
verschrecken. Es kommt halt darauf an, wie diese Mails verfaßt
werden ;-)

4. Es erzeugt bei mir immer noch "orwellsche Assoziationen".
Ich empfinde es als kleinen, unfreiwilligen Baustein zur
Kontrolle des Internets in Zeiten von ECHELON, EuroPol und all
den anderen Aktivitäten verschiedener staatlicher und
wirtschaftlicher Organisationen, auf die elektronische
Kommunikation kontrollierenden Einfluss zu nehmen.

Das wollen WIR alle nicht !
(mitlesende Mitarbeiter dieser Organisationen sind von dieser Aussage
natürlich ausgeschlossen. SCNR)

Ganz provokativ: das Filtern von HTML-Mails und das Filtern von
mp3-Dateien, Kinderpornos und Geschäftskorresponenz
unterscheidet sich nur in der Wahl der Mittel, nicht
grundsätzlich in der guten Absicht.

Wir wollen doch keine Persönlichkeitsprofile erstellen, Informationen
filtern/zensieren oder sonst eine Art von "orwellschen Visionen"
einführen, sondern nur versuchen eine einheitliche Regelung für unser
immer wiederkehrendes Problem zu finden.

MfG.
Jürgen


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