Re: Benötige Hilfe bei Grundlagen
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Hallo, Michael Jakscht:
Siehst Du, genau da haben wir meine *geliebte* Grundsatzdiskussion. Selbstverständlich kostet ne Stand locker das 10-fache, eher aber das 30-fache.
Seufz, das mußte ja kommen: Die topaktuelle "Moral vs. Klauseln"-Debatte. Ich wette, daß schon jemand das olle "kleines Mädchen am Büffet mit Honigbananen"-Beispiel in seiner Outbox hat. ;-) Schaun'mer mal, ob man da nicht vieleicht sinnvolle Alternativen unterbreiten kann. Ich habe auch DSL, auch 'ne Flat, nutze sie nicht als Standleitung, möchte aber auch gelegentlich von draußen an meine heimatlichen Daten. Na, so in etwa 20x jede Woche. Ich mache das so: Auf meiner externen Website habe ich ein cgi liegen. Wenn ich es starte, legt es eine Datei an und schreibt das aktuelle Datum rein. Das war's. Mein Server zuhause geht alle 20 Minuten ins Netz und holt Mails ab. Nach 5 Minuten nichtstun legt er wieder auf. Bei dieser Gelegenheit lädt er das "Datumsfile" von meiner Website runter. Enthält das Datumsfile das heutige Datum, läuft ein Script an, das alle 4,5 Minuten einen ping ablässt (An einen Server, für den ich zuständig bin, damit's keinen Ärger gibt). Diese Script läuft dann für den Rest des Tages und hält die Leitung. Ich kann dann über dyndns.org auf meine Kiste. Ab Mitternacht ist das aktuelle Datum ungleich dem gelesenen, das Script beendet sich. Das heisst: Wenn ich auf meinen Rechner will, gebe ich im Browser eine URL ein und gehe einen Kaffee trinken (worst case: 15 Minuten) - danach steht mir die Kiste den ganzen Tag zur Verfügung. Am nächsten Tag verhält sie sich wieder "normal". Das ist für mich ein vernünftiger Kompromiss. Schliesslich soll T-Online auch das bieten, was sie in der Werbung versprechen. Und sie versprechen gerne und viel. Ich denke, man sollte die "Flatratemißbraucher" daran messen, was der Verkäufer versprochen hat. Siehe http://www.t-online.de . Gruß, Ratti
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Moin, * Ratti <ratti@gesindel.de> [02-03-28 23:20]:
Michael Jakscht:
Siehst Du, genau da haben wir meine *geliebte* Grundsatzdiskussion. Selbstverständlich kostet ne Stand locker das 10-fache, eher aber das 30-fache. das mußte ja kommen: Die topaktuelle "Moral vs. Klauseln"-Debatte. Ich wette, daß schon jemand das olle "kleines Mädchen am Büffet mit Honigbananen"-Beispiel in seiner Outbox hat. ;-) Bei mir gibt's keine Outbox, das geht alles sofort ins Netz. Wofür habe ich denn eine Flatrate?
Das heisst: Wenn ich auf meinen Rechner will, gebe ich im Browser eine URL ein und gehe einen Kaffee trinken (worst case: 15 Minuten) - danach steht mir die Kiste den ganzen Tag zur Verfügung. Am nächsten Tag verhält sie sich wieder "normal".
Das ist für mich ein vernünftiger Kompromiss. Das würde ich noch mit einem zweiten CGI optimieren, klingt aber recht geschickt.
Thorsten -- Whenever there is a conflict between human rights and property rights, human rights must prevail. - Abraham Lincoln
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Moin, Ratti:
Das heisst: Wenn ich auf meinen Rechner will, gebe ich im Browser eine URL ein und gehe einen Kaffee trinken (worst case: 15 Minuten) - danach steht mir die Kiste den ganzen Tag zur Verfügung. Am nächsten Tag verhält sie sich wieder "normal".
Thorsten Haude:
Das ist für mich ein vernünftiger Kompromiss. Das würde ich noch mit einem zweiten CGI optimieren, klingt aber recht geschickt.
Danke. ;-) Was täte denn das zweite cgi? Gruß, Ratti
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Moin, * Ratti <ratti@gesindel.de> [02-03-29 00:37]:
Das würde ich noch mit einem zweiten CGI optimieren, klingt aber recht geschickt. Was täte denn das zweite cgi? Na, das Datum löschen, so daß die Kiste sofort wieder offline gehen kann.
Thorsten -- begin 777 LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs M.*ROT13*-Unyyb,vpu.ova.rva.ubpuragjvpxrygrf.FVTANGHER-Ivehf M.Vpu.jheqr.fcrmvryy.nhs.qvr.Sruyre.va.Z$.Bhgoernx-Rkprff.\$ M.notrfgvzzg.Ovggr ireoervgr.zvpu.$\.(C)&2000$S.FendtU92!2:!
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* Ratti <ratti@gesindel.de> textete am 28.03.02:
Michael Jakscht:
Siehst Du, genau da haben wir meine *geliebte* Grundsatzdiskussion. Selbstverständlich kostet ne Stand locker das 10-fache, eher aber das 30-fache.
Seufz,
das mußte ja kommen: Die topaktuelle "Moral vs. Klauseln"-Debatte. Ich wette, daß schon jemand das olle "kleines Mädchen am Büffet mit Honigbananen"-Beispiel in seiner Outbox hat. ;-)
~###~
Laut den AGB darf ich meine Flat doch nutzen wie dort festgelegt. Man muß es doch dem Nutzer überlassen wie er seinen Zugang nutzt! Absolut korrekt, du darfst. Du darfst auch am Bueffet die letzten 5 Honigbananen auf deinen Teller packen und das kleine Maedchen, das mit Traenen in den Augen hinter dir steht, haemisch angrinsen. [Uwe Hach und Arno Zielke in t-online.talk.internet]
cu flo -- Es ist ein Spass zu replien und zuzusehen wie sich derartige Personengruppen immer weiter in ihrer selbstverschuldeten Unmuendigkeit waelzen. [Christian Leber]
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Hallo Ratti, * Ratti schrieb am 28.Mär.2002:
das mußte ja kommen: Die topaktuelle "Moral vs. Klauseln"-Debatte. Ich wette, daß schon jemand das olle "kleines Mädchen am Büffet mit Honigbananen"-Beispiel in seiner Outbox hat. ;-)
Schon passiert. ;) Mag zwar alt sein, trifft die Sache aber ganz genau, finde ich.
Das ist für mich ein vernünftiger Kompromiss.
Gegen einen vernünftigen Kompromiss hat auch keiner was einzuwenden, überhaupt nicht gegen eine vernünftige Handhabung. Es geht nur darum, das es Leute gibt, die nur deshalb online sind, weil sie es geil finden online zu sein, und deshalb künstlich eine Leitung aufrecht erhalten. Wenn man online ist, weil man Daten runterlädt, oder was auch immer, so ist da nichts gegen einzuwenden. Ich finde es nur total daneben, wenn jemand, der in Urlaub fährt, vorher dafür sorgt, daß die ganze Zeit ein ping abgesetzt wird, damit er ja online bliebt, wäre ja sonst uncool. Sowas nervt, nicht eine vernünftige Nutzung.
Schliesslich soll T-Online auch das bieten, was sie in der Werbung versprechen. Und sie versprechen gerne und viel. Ich denke, man sollte die "Flatratemißbraucher" daran messen, was der Verkäufer versprochen hat. Siehe http://www.t-online.de .
Du glaubst gar nicht, wie egal mir dabei T-online ist. Meinetwegen gehen die pleite, es geht mir um die anderen Teilnehmer, siehe Mädchen und Banane. Da geht es ja auch nicht um den armen Anbieter, der so ein Quatsch anbietet, sondern um das Mädchen. Und wenn Du nicht glaubst, daß es solche Zeitgenossen gibt, die ein kleines Mädchen die letzte Bananne wegschnappt, oft genug selbst erlebt. Es waren nicht immer Banannen und nicht immer kleine Mädchen, aber ich habe Leute erlebt, die aus reiner Boshaftigkeit jemand was vor der Nase weggeschnappt haben, was später im Abfalleimer gelandet ist. Bernd -- Alle meine Signaturen sind rein zufällig und haben nichts mit dem Text oder dem Schreiber zu tun, dem ich antworte. Falls irgendwelche Unrichtigkeiten dabei sein sollten, so bedauere ich das. Es wäre nett, wenn Du mich benachrichtigen würdest. |Zufallssignatur 0
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Am Fre, 2002-03-29 um 07.26 schrieb Bernd Brodesser: Hallo Bernd,
Das ist für mich ein vernünftiger Kompromiss.
Gegen einen vernünftigen Kompromiss hat auch keiner was einzuwenden, überhaupt nicht gegen eine vernünftige Handhabung. Es geht nur darum, das es Leute gibt, die nur deshalb online sind, weil sie es geil finden online zu sein, und deshalb künstlich eine Leitung aufrecht erhalten. Wenn man online ist, weil man Daten runterlädt, oder was auch immer, so ist da nichts gegen einzuwenden. Ich finde es nur total daneben, wenn jemand, der in Urlaub fährt, vorher dafür sorgt, daß die ganze Zeit ein ping abgesetzt wird, damit er ja online bliebt, wäre ja sonst uncool. Sowas nervt, nicht eine vernünftige Nutzung.
Die DSL-Flatrates, die bisher schon wieder gestorben sind, haben aber nicht ihren Untergang gefunden, weil jemand ständig mit nichts seine Leitung offen hält, z. B. um von außen erreichbar zu sein, sondern weil einige Leute 23,9h am Tag Daten gezogen haben. _Das_ finde ich dann unsozial, weil so die Mischkalkulation der Anbieter nicht aufgehen kann, wobei man sich natürlich über deren Berechnungen schon manchmal wundern muß. Bei mehr als 5GB/Monat zahlen die nämlich drauf und das schafft man mit DSL locker in einem Tag.
Schliesslich soll T-Online auch das bieten, was sie in der Werbung versprechen. Und sie versprechen gerne und viel. Ich denke, man sollte die "Flatratemißbraucher" daran messen, was der Verkäufer versprochen hat. Siehe http://www.t-online.de .
Du glaubst gar nicht, wie egal mir dabei T-online ist. Meinetwegen gehen die pleite, es geht mir um die anderen Teilnehmer, siehe Mädchen und Banane. Da geht es ja auch nicht um den armen Anbieter, der so ein Quatsch anbietet, sondern um das Mädchen.
Wenn man durch sein Downloadverhalten aber mit dazubeiträgt, daß der Anbieter, wie auch immer er heißt Pleite geht, dann nutzt das meist nur den größten Fischen am Markt und die können dann die Preise wieder diktieren und damit kann sich Dein Mädchen mit ihrem Taschengeld keine Flat mehr leisten (und ich warscheinlich auch nicht) :-( Servus, Daniel
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Hallo, at 29 Mar 2002 09:15:22 +0100 Daniel Marquart wrote:
Am Fre, 2002-03-29 um 07.26 schrieb Bernd Brodesser:
es nur total daneben, wenn jemand, der in Urlaub fährt, vorher dafür sorgt, daß die ganze Zeit ein ping abgesetzt wird, damit er ja online bliebt, wäre ja sonst uncool. Sowas nervt, nicht eine vernünftige Nutzung.
Die DSL-Flatrates, die bisher schon wieder gestorben sind, haben aber nicht ihren Untergang gefunden, weil jemand ständig mit nichts seine Leitung offen hält, z. B. um von außen erreichbar zu sein,
Das ist richtig. DSL wird nach dem Traffic berechnet und nicht nach der Onlinezeit. Denn auch wenn Du nicht via DSL im Internet bist, bist Du online. Das Modem ist permanent mit der Vermittlungstelle verbunden.
sondern weil einige Leute 23,9h am Tag Daten gezogen haben.
Das mache ich auch nicht. Ich halte mich ja auch schon zurück übers Internet Radio zu hören, obwohl da so gute Mucke kommt. ;))
_Das_> finde ich dann unsozial, weil so die Mischkalkulation der Anbieter nicht aufgehen kann,
ACK
wobei man sich natürlich über deren Berechnungen schon manchmal wundern muß. Bei mehr als 5GB/Monat zahlen die nämlich drauf und das schafft man mit DSL locker in einem Tag.
Deswegen gibt es bei 1 & 1 eine Flat mit 5 GB Freitraffic. Ab dann wirds teuer.
Du glaubst gar nicht, wie egal mir dabei T-online ist. Meinetwegen gehen die pleite
Meinetwegen auch. Dann gehe ich zu 1 & 1. ;))
es geht mir um die anderen Teilnehmer, siehe Mädchen und Banane. Da geht es ja auch nicht um den armen Anbieter, der so ein Quatsch anbietet, sondern um das Mädchen.
Wenn man durch sein Downloadverhalten aber mit dazubeiträgt, daß der Anbieter, wie auch immer er heißt Pleite geht, dann nutzt das meist nur den größten Fischen am Markt und die können dann die Preise wieder diktieren und damit kann sich Dein Mädchen mit ihrem Taschengeld keine Flat mehr leisten (und ich warscheinlich auch nicht) :-(
Die Grundgebühr für DSL soll ja im Mai eh teuerer werden. Die Grundgebühr für meinen ISDN-Anschluss wird ab Mai um ~ 1 € teuerer. Das habe ich schriftlich mit der Rechnung erhalten. Gruß Michael -- Homepage http://macbyte.info/ | Registered Linux User #228306 Phone/Fax +49 7000 MACBYTE | http://counter.li.org GNU GPG-Key ID 22C51B8D0140F88B | ICQ #151172379 +Webdesign #Don't send HTML coded Mails# PHP Development+
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Hallo, Bernd Brodesser:
Du glaubst gar nicht, wie egal mir dabei T-online ist. Meinetwegen gehen die pleite, es geht mir um die anderen Teilnehmer, siehe Mädchen und Banane. Da geht es ja auch nicht um den armen Anbieter, der so ein Quatsch anbietet, sondern um das Mädchen.
Naja, ich denke, daß manche Leute nicht ins Netz kommen, hängt mit zu-wenig-Hardware-beim-Provider zusammen, nicht mit IPs. Ich selbst habe nichts anzubieten, daher stellt sich mir die Frage nicht. Mit einer echten Standleitung, fester IP und lokaler Domain würde ich durchaus was aufziehen. Bis dahin betrachte ich es als "Sport", möglichst wenig ins Netz zu gehen. Fazit: Wenn die IPs bei T-Online nicht knapp sind (Wovon ich ausgehe), dann bedeutet das nichts anderes als: Ein Typ steht am kalten Büffet bei den Bananen und schlägt sich den Magen voll. Fünf Meter weiter steht ein kleines Modem-Mädchen beim Kaviar - nur der ist leider schon alle. Der Veranstalter hat gespart, weil er billiger an Honigbananen rankommt. Bevor ich völlig ins moralisieren komme, mal eine Frage an die Netzwerkprofis hier: Wäre es für einen Provider nicht möglich, seinen Kunden IPv6-Adressen zu verpassen und die dann als IPv4 nach außen zu maskieren? Dann hätte er doch "unbegrenzt" IPs. Also quasi die gesamte Kundschaft als Intranet? Nichts anderes mache ich hier doch auch, nur eben mit Ipv4 auf IPv4, und außer aktiv-ftp merke ich keine Einschränkungen. War bestimmt wieder 'ne dumme Idee. ;-) Gruß, Ratti
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* Freitag, 29. März 2002 um 11:26 (+0100) schrieb Ratti:
Wäre es für einen Provider nicht möglich, seinen Kunden IPv6-Adressen zu verpassen und die dann als IPv4 nach außen zu maskieren?
Sicherlich wäre das möglich (siehe z.B. RFC 2529 oder -- in HTML und mit Bildern ;-) -- "http://www.cisco.com/warp/public/759/ipj_3-1/ipj_3-1_routing.html") Aber welchen Vorteil sollte das haben? Für jeden Online-Kunden wird doch weiterhin für die Maskierung eine der IPv4-Adressen benötigt, nur halt 1-2 Hops "weiter draußen". Das wird auch IMHO während der Umstellung (irgendwann) von IPv4 auf IPv6 gemacht werden (müssen), aber z.Zt. -- solange das Großteil des Internets auf IPv4 beruht -- sehe ich dabei keinen Vorteil.
Dann hätte er doch "unbegrenzt" IPs. Also quasi die gesamte Kundschaft als Intranet?
"Alles schon mal dagewesen." ;-) Mit IPv4 und bei "Billig-Providern". Im Extremfall mit Zugang ins Internet ausschließlich über (Zwangs-)Proxy. Ich finde, eine dynamisch zugwiesene, routbare, "richtige" IP ist da die bessere Alternative. Gruß Andreas -- Andreas Könecke "Andreas Koenecke <akoenecke@akoenecke.de>" PGP-ID/Fingerprint: BD7C2E59/3E 11 E5 29 0C A8 2F 49 40 6C 2D 5F 12 9D E1 E3 PGP-Key on request or on public keyservers --
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Moin, Ratti:
Wäre es für einen Provider nicht möglich, seinen Kunden IPv6-Adressen zu verpassen und die dann als IPv4 nach außen zu maskieren?
Andreas Koenecke:
Aber welchen Vorteil sollte das haben? Für jeden Online-Kunden wird doch weiterhin für die Maskierung eine der IPv4-Adressen benötigt, nur halt 1-2 Hops "weiter draußen".
Verstehe ich nicht... Nehmen wir mal an, ich habe hier einen Server stehen, dahinter hängen noch zwei Clients. Der Server hat das DSL-Modem. Dann sind über Masquerading drei Kisten befähigt, auf das Netz zuzugreifen, weil Masquerading die verschiedenen Anfragen und Antworten zusortiert. Da brauche ich doch für 3 Rechner nur eine IP. Natürlich sind zwei Rechner nicht direkt von draußen erreichbar. Ums mal ganz bewusst simpler auszudrücken, als es natürlich wäre: Warum weist T-Online nicht jedem Kunden bei der Einwahl 192.168.x.x zu und maskiert auf ihrem Server nach draußen? Nicht, daß ich das wollte... :-) Aber es würde doch gehen, oder? Oder nicht? Gruß, Ratti
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Hallo Ratti. * Freitag, 29. März 2002 um 14:58 (+0100) schrieb Ratti:
Ratti:
Wäre es für einen Provider nicht möglich, seinen Kunden IPv6-Adressen zu verpassen und die dann als IPv4 nach außen zu maskieren?
Andreas Koenecke:
Aber welchen Vorteil sollte das haben? Für jeden Online-Kunden wird doch weiterhin für die Maskierung eine der IPv4-Adressen benötigt, nur halt 1-2 Hops "weiter draußen".
Verstehe ich nicht...
Das liegt vermutlich daran, dass ich deine Mail nicht richtig gelesen habe und deine Frage (Masquerading) falsch beantwortet (IPv6-over-IPv4) habe. ;-)
Nehmen wir mal an, ich habe hier einen Server stehen, dahinter hängen noch zwei Clients. Der Server hat das DSL-Modem.
Dann sind über Masquerading drei Kisten befähigt, auf das Netz zuzugreifen, weil Masquerading die verschiedenen Anfragen und Antworten zusortiert.
Da brauche ich doch für 3 Rechner nur eine IP. Natürlich sind zwei Rechner nicht direkt von draußen erreichbar.
Ums mal ganz bewusst simpler auszudrücken, als es natürlich wäre:
Warum weist T-Online nicht jedem Kunden bei der Einwahl 192.168.x.x zu und maskiert auf ihrem Server nach draußen?
Psst, nicht so laut, wir wollen doch keine schlafenden Hunde wecken... ;-) Ich hoffe, solch ein Zugang wäre heute nicht mehr zu vermarkten. Eine Antwort gibst du ja selbst in deinem Beispiel: "Natürlich sind zwei (=alle masqueradeten) Rechner nicht direkt von draußen erreichbar." Nachteil für die Telekom/T-Online: Masquerading/NAT benötigt viel mehr Resourcen auf dem Rechner als Routing (Jedes IP-Paket muss "ausgepackt" und wieder "eingepackt" werden, das System muss die NAT-Tabelle verwalten u.s.w.). Außerdem muss der NAT-Rechner für _jedes Paket_ einen Quell-Port belegen und solange das Paket noch im Internet "unterwegs" ist, reservieren. Das würde IMHO bedeuten, dass bei der Telekom/T-Online gehörig in entsprechende Hardware investiert werden müsste. Und so knapp sind die IPv4-Adressen nun auch wieder nicht... (Und teuer schon gar nicht.) Gruß Andreas -- Andreas Könecke "Andreas Koenecke <akoenecke@akoenecke.de>" PGP-ID/Fingerprint: BD7C2E59/3E 11 E5 29 0C A8 2F 49 40 6C 2D 5F 12 9D E1 E3 PGP-Key on request or on public keyservers --
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Hallo, * On Fri, Mar 29, 2002 at 06:42 PM (+0100), Andreas Koenecke wrote:
Das würde IMHO bedeuten, dass bei der Telekom/T-Online gehörig in entsprechende Hardware investiert werden müsste. Und so knapp sind die IPv4-Adressen nun auch wieder nicht... (Und teuer schon gar nicht.)
Die Verteilung funktioniert meines Wissens bei Nachweis des ent- sprechenden Bedarfs. Wie das allerdings bei einem Provider und seinen Dialin-"DynIP"-Adresspools ausschaut, weiß ich nicht. Bei Dialin-Gegenstellen (Modem oder ISDN) wird wohl schon dafür gesorgt sein, dass alle Modems, die vorhanden sind, auch 'ne IP-Adresse bekommen können, d.h. dass alle vorhandenen Einwählplätze auch "funktionieren" (jetzt müssen nur noch für genügend Kunden genügend Einwählplätze vorhanden sein), sonst bräuchte man ja nicht so viele Einwählplätze. Bei Breitband-Gegenstellen (Access-Concentrator bei xDSL-Verbindungen) wird wohl sicher nicht für jeden Port, der am DSLAM beschaltet ist, auch eine IP-Adresse im Adresspool des Access-Concentrators zur Verfügung stehen - sonst wäre das Problem der IP-Knappheit zumindest auf Provider- seite gar nicht da. Was also letztendlich die Vergabekriterien sind, ist also die Frage. Wenn RIPE sich z.B. an den Kundenzahlen orientiert und das Nutzungs- verhalten von Dauer-Onlinern nicht berücksichtigt, dann könnte es beim ISP natürlich eher knapp werden. Vermutlich muss der ISP lediglich die "Auslastung" seiner IP-Pools nach- weisen. Wie dem auch sei - viel problematischer sind im Breitbandbereich die User, die die Leitung durch Mailabrufen im Zweiminutentakt 24/7 offenhalten oder die, die mehr Filme "saugen" als man überhaupt anschauen kann. Gruß, Steffen
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Hallo Steffen. * Freitag, 29. März 2002 um 19:39 (+0100) schrieb Steffen Moser:
* On Fri, Mar 29, 2002 at 06:42 PM (+0100), Andreas Koenecke wrote:
Das würde IMHO bedeuten, dass bei der Telekom/T-Online gehörig in entsprechende Hardware investiert werden müsste. Und so knapp sind die IPv4-Adressen nun auch wieder nicht... (Und teuer schon gar nicht.)
Die Verteilung funktioniert meines Wissens bei Nachweis des ent- sprechenden Bedarfs. Wie das allerdings bei einem Provider und seinen Dialin-"DynIP"-Adresspools ausschaut, weiß ich nicht.
AFAIK ebenso.
Bei Breitband-Gegenstellen (Access-Concentrator bei xDSL-Verbindungen) wird wohl sicher nicht für jeden Port, der am DSLAM beschaltet ist, auch eine IP-Adresse im Adresspool des Access-Concentrators zur Verfügung stehen - sonst wäre das Problem der IP-Knappheit zumindest auf Provider- seite gar nicht da.
IIRC wurde vom T-Online-Team während einer Diskussion zum Thema IP-Mangel in einer T-Online-Newsgroup ein Verhältnis von 1 IP auf 5 Ports erwähnt. (Das ist aber ca. 1,5 Jahre her...)
Was also letztendlich die Vergabekriterien sind, ist also die Frage. Wenn RIPE sich z.B. an den Kundenzahlen orientiert und das Nutzungs- verhalten von Dauer-Onlinern nicht berücksichtigt, dann könnte es beim ISP natürlich eher knapp werden.
Vermutlich muss der ISP lediglich die "Auslastung" seiner IP-Pools nach- weisen.
Ja, aber wenn der Provider zu freizügig mit statischen IP-Adressen für seine (Privat-)Kunden ist, wird er vermutlich keine neue Adressen bekommen, sondern angewiesen, auf dynamische Adressvergabe umzustellen... Und -- ich könnte mir durchaus vorstellen, dass, wenn eines Tages die Adressen wirklich knapp werden, ein Provider keine neuen Adressen mehr von RIPE bekommt, solange er z.B. eine Flatrate "unter Preis" anbietet und seine Kunden nicht zum verantwortlichen Umgang damit "erzieht". Gruß Andreas -- Andreas Könecke "Andreas Koenecke <akoenecke@akoenecke.de>" PGP-ID/Fingerprint: BD7C2E59/3E 11 E5 29 0C A8 2F 49 40 6C 2D 5F 12 9D E1 E3 PGP-Key on request or on public keyservers --
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Hallo, * On Fri, Mar 29, 2002 at 02:58 PM (+0100), Ratti wrote:
Warum weist T-Online nicht jedem Kunden bei der Einwahl 192.168.x.x zu und maskiert auf ihrem Server nach draußen?
Ich fürchte, dass denen dan doch ein gewisser Teil der Kunden davon- laufen würde. Gerade die heute doch so verbreiteten File-Sharing- Dienste wären da wohl nur noch erschwert möglich. Und technische Gründe (Mehraufwand bei der Gegenstelle durch Verwalten der NAT-Tabelle) wurden ja auch schon von Andreas genannt.
Nicht, daß ich das wollte... :-)
Eben. Sicher gibt es im Kundenkreis von T-Online Leute, denen das egal wäre.
Aber es würde doch gehen, oder?
Ja, sicher. Ich meine, "früher" habe es schon Provider gegeben, die ihren Kunden nur "private" IP-Adressen zugewiesen haben (war da nicht mal bei "metronet" so etwas?) und WWW durch einen Zwangs-Proxy nach draußen geleitet wurde. Für andere Dienste, wie z.B. Mail oder News waren vermutl. interne Server da. Ob es überhaupt IP-Masquerading gab, weiß ich nicht. Nicht sehr angenehm. Ich selber hatte aber einen solchen Zugang nie, d.h. das, was ich hier schreibe, beruht nur auf dem, was ich von anderen damals gehört habe. Auch wenn ich meine "T-Online dsl flat" nicht ständig online lasse, bin ich doch mal ganz froh, wenn ich von außen an meinen Rechner rankommen kann. D.h. ich würde von einem Dienst, der nur mit "privaten" Adressen und mit NAT bzw. Masquerading arbeitet, nicht allzu begeistert sein. Gruß, Steffen
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Hallo, at Fri, 29 Mar 2002 19:25:19 +0100 Steffen Moser wrote:
* On Fri, Mar 29, 2002 at 02:58 PM (+0100), Ratti wrote:
Warum weist T-Online nicht jedem Kunden bei der Einwahl 192.168.x.x zu und maskiert auf ihrem Server nach draußen?
Ich fürchte, dass denen dan doch ein gewisser Teil der Kunden davon- laufen würde. Gerade die heute doch so verbreiteten File-Sharing- Dienste wären da wohl nur noch erschwert möglich.
Und technische Gründe (Mehraufwand bei der Gegenstelle durch Verwalten der NAT-Tabelle) wurden ja auch schon von Andreas genannt.
Wie würde das dann mit den Privaten Netzwerken aussehen ? Ich z.B. nutze für mein Netz das Netz 192.168.1.x.
Nicht, daß ich das wollte... :-)
Eben. Sicher gibt es im Kundenkreis von T-Online Leute, denen das egal wäre.
Mir nicht. Das wäre für mich dann kein richtiges Internet mehr.
Aber es würde doch gehen, oder?
Ja, sicher. Ich meine, "früher" habe es schon Provider gegeben, die ihren Kunden nur "private" IP-Adressen zugewiesen haben (war da nicht mal bei "metronet" so etwas?) und WWW durch einen Zwangs-Proxy nach draußen geleitet wurde. Für andere Dienste, wie z.B. Mail oder News waren vermutl. interne Server da. Ob es überhaupt IP-Masquerading gab, weiß ich nicht. Nicht sehr angenehm. Ich selber hatte aber einen solchen Zugang nie, d.h. das, was ich hier schreibe, beruht nur auf dem, was ich von anderen damals gehört habe.
Wie sieht es denn aus, mit dem Eindeutigen Identifizieren der User aus ? Können die T-Onliner denn die einzelnen Störenfriede, die z.B. eine Site hacken, ausmachen ?
D.h. ich würde von einem Dienst, der nur mit "privaten" Adressen und mit NAT bzw. Masquerading arbeitet, nicht allzu begeistert sein.
Wenn T-online, oder auch ein anderer Dienst dieses Einführen würde, würde ich dort sofort Kündigen. Gruß Michael -- Homepage http://macbyte.info/ | Registered Linux User #228306 Phone/Fax +49 7000 MACBYTE | http://counter.li.org GNU GPG-Key ID 22C51B8D0140F88B | ICQ #151172379 +Webdesign #Don't send HTML coded Mails# PHP Development+
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Hallo Michael, * On Fri, Mar 29, 2002 at 07:46 PM (+0100), Michael Raab wrote:
Wie würde das dann mit den Privaten Netzwerken aussehen ? Ich z.B. nutze für mein Netz das Netz 192.168.1.x.
Kommt drauf, aus welchen Adressbereichen der Provider Adressen zuweisen würde. Da das aber sowieso nicht zur Debatte steht (und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es ISPs gibt, die das heutzutage darüber nachdenken), würde sich sagen, dass wir das mal offen lassen. Früher war zumindest bei T-Online die "192.168.0.1" die Adresse, unter der das BTX (T-Online-Classic) erreichbar war (nur bei Verbindung via Analog-Modem oder ISDN) - ich weiß nicht, ob es das so noch gibt (da ja ein Classic-Gate mit "offizieller" IP-Adresse und verschlüsselter Connection eingerichtet wurde, was gleichzeitig die Verbindung mit "xcept" verunmöglichte). Auch da gab es Probleme, wenn Leute in ihren LANs diese Adressbereich (192.168.0.0) vergeben hatten und gleichzeitig Verbindung zum BTX via CEPT aufbauen wollten.
Eben. Sicher gibt es im Kundenkreis von T-Online Leute, denen das egal wäre.
Mir nicht. Das wäre für mich dann kein richtiges Internet mehr.
Mir natürlich auch nicht. Ich dachte eher an den Gelegenheits-User, der mit seinem Einzelplatz-Rechner vielleicht drei Mal pro Woche ins Internet einwählt, um seine eMails herunterzuladen und abzu- schicken und gelegentlich mal ein bisschen im Web recherchiert.
Wie sieht es denn aus, mit dem Eindeutigen Identifizieren der User aus ? Können die T-Onliner denn die einzelnen Störenfriede, die z.B. eine Site hacken, ausmachen ?
Eine Beschwerde, bei der nur die IP-Adresse des Störenfrieds sowie Datum und Uhrzeit genannt werden würden, wäre sicher etwas schwierig zuzuordnen. Wenn man dazu noch die Adresse des Source-Ports hätte, könnte der Probider theoretisch über ein Archiv der Masquerading-Tabelle nach- schauen. Aber das zu Protokollieren wäre wohl auch ein enormer Daten- aufwand. Hängt aber einfach davon ab, wie das der ISP konkret umsetzen würde.
D.h. ich würde von einem Dienst, der nur mit "privaten" Adressen und mit NAT bzw. Masquerading arbeitet, nicht allzu begeistert sein.
Wenn T-online, oder auch ein anderer Dienst dieses Einführen würde, würde ich dort sofort Kündigen.
Ich auch, klar. Das wäre dann kein richtiges Internet mehr. Wie schon gesagt - das kann sich heutzutage kein ISP, der ernstgenommen werden möchte, leisten - IMHO. Grüße, Steffen
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Hallo Steffen, at Fri, 29 Mar 2002 21:47:33 +0100 Steffen Moser wrote:
* On Fri, Mar 29, 2002 at 07:46 PM (+0100), Michael Raab wrote:
Wie würde das dann mit den Privaten Netzwerken aussehen ? Ich z.B. nutze für mein Netz das Netz 192.168.1.x.
Kommt drauf, aus welchen Adressbereichen der Provider Adressen zuweisen würde. Da das aber sowieso nicht zur Debatte steht (und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es ISPs gibt, die das heutzutage darüber nachdenken), würde sich sagen, dass wir das mal offen lassen.
Vorstellen kann ich es mir auch nicht. Aber man kann ja nie wissen, was die Rosa Menschen einfallen lassen um kosten einzusparen. Obwohl, wie in einer anderen Mail schon erklärt, ja dann kein Kostenersparnis da wäre.
Früher war zumindest bei T-Online die "192.168.0.1" die Adresse, unter der das BTX (T-Online-Classic) erreichbar war
Das habe ich nie genutzt.
Eben. Sicher gibt es im Kundenkreis von T-Online Leute, denen das egal wäre.
Mir nicht. Das wäre für mich dann kein richtiges Internet mehr.
Mir natürlich auch nicht. Ich dachte eher an den Gelegenheits-User, der mit seinem Einzelplatz-Rechner vielleicht drei Mal pro Woche ins Internet einwählt, um seine eMails herunterzuladen und abzu- schicken und gelegentlich mal ein bisschen im Web recherchiert.
Gehe mal, als Suse-ML Member, nur 3 mal pro Woche ins Netz um Mails abzuholen. ;)))))))
Können die T-Onliner denn die einzelnen Störenfriede, die z.B. eine Site hacken, ausmachen ?
Aber das zu Protokollieren wäre wohl auch ein enormer Datenaufwand. Hängt aber einfach davon ab, wie das der ISP konkret umsetzen würde.
Autsch, wie lange muss ein ISP seine Logs aufbewahren ?
D.h. ich würde von einem Dienst, der nur mit "privaten" Adressen und mit NAT bzw. Masquerading arbeitet, nicht allzu begeistert sein.
Wenn T-online, oder auch ein anderer Dienst dieses Einführen würde, würde ich dort sofort Kündigen.
Ich auch, klar. Das wäre dann kein richtiges Internet mehr. Wie schon gesagt - das kann sich heutzutage kein ISP, der ernstgenommen werden möchte, leisten - IMHO.
Wollen wir auch hoffen, das keiner auf eine solch behämmerte Idee kommt dieses Einzuführen. Gruß Michael -- Homepage http://macbyte.info/ | Registered Linux User #228306 Phone/Fax +49 7000 MACBYTE | http://counter.li.org GNU GPG-Key ID 22C51B8D0140F88B | ICQ #151172379 +Webdesign #Don't send HTML coded Mails# PHP Development+
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Daniel Marquart
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Florian Gross
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Michael Raab
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Ratti
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Steffen Moser
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Thorsten Haude