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On 8/22/07, Detlef Grittner <detlef.grittner@t-online.de> wrote:
Am Dienstag, den 21.08.2007, 22:22 +0200 schrieb Mathias Klose: ....
Wenn ich nun höre, dass mehr Probleme bei reiserFS auftraten, bekomme ich langsam Bauchschmerzen und überlege nochmal zu installieren und Ext3 einzusetzen.
Naja, da muss ich wohl noch eine Nacht drüber schlafen...
Schöne Grüße Mathias
Hallo Mathias und Liste,
ich verwende zur Zeit ReiserFs3 auf einem Notebook und Ext3 auf einem Desktopsystem, das ging bisher ganz gut.
ReiserFs3 hat aber mit dem Kernellocking arge Probleme, d.h. ich hatte mal zwei Festplatten mit Reiser formatiert und dann beide gemountet und zwischen diesen mehrere GB kopiert. Das war eine echte Katastrophe, was die Performance betrifft. Ich habe auf dem System alles auf Ext3 geändert und seitdem ist das um mind. Faktor 3 schneller. Wenn man nur eine Partition hat, dann fällt das nicht auf, das Journal-Replay war unter Reiser immer schneller.
XFS habe ich vor ein paar Jahren ausprobiert und bin in die Falle mit dem aggressiven Write-Caching gefallen. Wenn XFS beim Journal-Replay eine Datei findet, die nicht als vollständig geschrieben markiert ist, dann wird sie mit Null-Bytes aufgefüllt. Das ist aus Datenkonsistenzgründen auch sinnvoll. Ich hatte damals aber gerade große Dateien kopiert und nebenher an Konfigurationsdateien gebastelt, als die Maschine abschmierte. Ich konnte dann nicht mehr booten, weil XFS die kleineren Dateien noch im Cache hatte, aber schon als beschrieben markiert. Da haben dann etliche Konfigurationsdateien nur Null-Bytes enthalten ;-). Die alten nicht geänderten wären mir lieber gewesen. Ob sich da was gebessert hat, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen.
Dieses Problem lässt sich nur mit Data-Journaling vermeiden, was XFS (so wie auch ReiserFS und Ext3 in der Standard-Einstellung) nicht macht. Aber das ganze Dateien mit Nullen aufgefüllt werden, stimmt nicht, es werden nur die halbgeschriebenen Blöcke genullt, weil da ja schon zur neuen Datei gehören, aber noch alte, eventuell vertrauliche, Daten enthalten könnten. Bei mir war das bis jetzt noch nie ein Problem, aber wenn man eine instabile Kiste oder schlechte Stromversorgung hat, dann könnte das schon zum Problem werden, dass gebe ich zu. In dem Fall bleibt dann nur noch ein Filesystem mit Full-Data-Journaling, womit natürlich dann die Performance den Bach runter geht. Ich setze XFS auch schon seit den Anfängen auf SGI IRIX ein und hatte noch kein Filesystem, was einfach so (ohne kaputte Platten oder Controller) kaputt gegangen ist. Bei ReiserFS dagegen kam das ziemlich häufig vor und deshalb kommt mir das auch auf keines meiner Systeme mehr. Ext3 verwende ich zu Hause bei Filesystemen, die ich mit Windows teilen will, weil's dafür einen Windows-Treiber gibt. kk Rgbx������ץ���r���҉碝��V������uﮞ˛���m�)z{.��+�I��w���^jY^���~�m�ޜ�&��ݢ��m�(�g���brG�J'��w�j)Z��^�ˬy��i�������