Mailinglist Archive: opensuse-programming-de (182 mails)

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Re: Makefile Anpassung
  • From: Frank Liebelt <frank.liebelt@xxxxxxx>
  • Date: Fri, 12 Mar 2004 06:42:03 +0100
  • Message-id: <200403120642.07776.frank.liebelt@xxxxxxx>
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Hi

> > > Eine kurzsichtige Entscheidung. Sie mag Dir kurzfristig weiterhelfen,
> > > langfristig wird sie Dir das Genick brechen.
>
> Meine (zugegeben launische) Anmerkung bezog sich darauf "eigene,
> händisch geschriebene" Makefiles statt "durch ein Tool generierte"
> Makefiles zu verwenden:
>
> * Ab einer gewissen Projektgrösse werden "eigene Makefiles" in der Regel
> _schnell_ derart komplex, dass man praktisch keine Chance hat, diese
> Komplexität auch nur annähernd zu bewältigen.
>
> * Sind mehrere Personen an einem Projekt beteiligt, werden "eigene
> Makefiles" auf längere Sicht nicht mehr handhabbar, da irgendwann der
> Zeitpunkt kommt, an dem sie niemand mehr versteht (Fluktuation,
> Komplexität). Tools (z.B. automake) erzwingen eine Systematik, die nicht
> auf dem Know-How eines Einzelnen beruht.
>
> * Verwendet man Tools, erhält man als Seiteneffekt oft
> (Makefile/Projektkonfigurations-) Features, die ein Projekt momentan
> zwar nicht braucht, sich längerfristig aber auszahlen. In bez. auf
> automake ist dies z.B. Portabilität.
>
> > wenn man in dem Projekt ausschließlich Qt verwendet ist qmake keine
> > schlechte Wahl:
>
> Es ist zumindest ein Tool und damit "händisch geschriebenen" Makefiles
> überlegen.
>
> Ob es mehr als eine Qt-spezifische, proprietäre Insellösung und
> "temporäre Erscheinung" ist, wird die Zukunft weisen müssen.
> Wie leistungsfähig es wirklich ist, kann ich nicht beurteilen, da ich
> noch nie den Bedarf gesehen habe, qmake verwenden zu wollen.
>
> > geht schnell und man kann daraus auch MSVC++
> > Projektdateien generieren. LinCVS verwendet bspw. qmake, um mal ein
> > größeres OpenSource-Projekt zu nennen.
>
> Das besagt nicht viel. Es gibt viele Beispiele für OpenSource-Projekte,
> die schlechte/unterentwickelte Tools verwenden, dass ich auf derartige
> Aussagen nichts mehr gebe.
>
> Es kommt immer auf die Ziele, die Historie, die beteiligten Personen,
> deren Know-How und den Bedarf eines Projekte an. Alle Tools haben Vor-
> und Nachteile. Da machen automake, qmake, imake, metaconf, ant,
> MS-<irgendwas> und was es sonst noch alles gibt, keine Ausnahmen.
>
> Ein Punkt bleibt: Nahezu jedes
> "Projekt/Buildscript/Makefile-Generierungstool" ist händisch
> geschriebenen Makefiles/Scripten _weit_ überlegen.
>

Ich lass mal den ganzen Text stehen.

Sicherlich hasst Du recht. Kein Zweifel. Bei meiner OneManShow brauchte ich
an soetwas aber weniger zu denken. Bis halt das Problem der Portabilität
auftrat. Nun bin ich schlauer und werde wohl immer ein generiertes Makefile
verwenden.

Gruß
Frank

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