Mailinglist Archive: opensuse-multimedia-de (30 mails)

< Previous Next >
Re: [opensuse-multimedia-de] [VLC] Abspielprobleme mit Live-Streams
  • From: Manfred Tremmel <Manfred.Tremmel@xxxxxx>
  • Date: Sun, 31 May 2009 14:12:24 +0200
  • Message-id: <200905311412.25405.Manfred.Tremmel@xxxxxx>
Am Sonntag, 31. Mai 2009 schrieb David Haller:
Am Sam, 30 Mai 2009, Manfred Tremmel schrieb:
Am Samstag, 30. Mai 2009 schrieb David Haller:

[..]

Athlon 500) zu langsam sein für H.264 bei mehr als "Briefmarke"...
Mal annehmend, daß dein P3 >= 1 GHz hat, solltest du grob
geschätzt MPEG2 in PAL Auflösung (720x576, ggfs. anamorph), DIVX
ebenso, aber nur "grade so", H.264 nur in "kleiner" (z.B. 512x384
o.ä.) noch ruckelfrei abspielen[1].

Naja, PAL-DVDs (720x576) spielt mein Pentium II mit 400 MHz auch ab.

Jo, is die gleiche Klasse. Aber die CPU Last dürfte nahe an 100%
sein, oder? ;)

Viel fehlt da nicht, ruhige Stellen so 60%, bei besonders hektischen
Szenen mit hoher Bitrate ruckelts dann auch mal ein bisschen, also >
100%. Hab mir damals als ich mir das DVD Laufwerk angeschafft habe auch
nen Celeron 1 GHz reingepackt, der leider nicht mehr funktioniert
(Lüfter verrutscht, überhitzt). Jetzt steckt eben wieder der PII drin
(genauer zwei davon, deshalb bliebe auch beim DVD schauen noch Reserven,
aber mit der Kiste mach ich nur noch selten was, DVDs werden darauf nur
noch für Tests abgespielt).

Wichtig ist, dass die Grafikkarte mithilft (XVideo-Extension) und
kein Deinterlacing fällig wird.

Die Grafikkarte hilft bei mir nicht mit (Matrox Mystique (das
Original, 4 MB SGRAM, 170MHz RAMDAC)). Und ich verwende Filter,
normal: mplayer -idx -framedrop -vf eq2=2.5 -af volnorm,volume=10

Aber die müsste doch XVideo beherrschen (-vo xv beim MPlayer). Das hilft
freilich nicht bei der dekodierung, aber bei der Farbraumwandlung und
Skalierung (wer hat schon eine YUV Grafikkarte und 720x576 Auflösung auf
dem Schirm). Von XVideo Motion Compensation (xvmc) ist ja gar nicht die
Rede (müsste mein Dell Notebook mit Intel 945er Chipsatz beherrschen,
killt aber mit dem 2.7.1er Intel Treiber nur den X-Server, mit früheren
Treibern gings mal, aber die hatten andere Probleme, da soll der
Core2Duo das Decodieren übernehmen, der merkt das kaum).

Das schluckt nämlich je nach Qualität oft deutlich mehr als das
MPEG2 decoding (Kaffeine mit höchster Deinterlacingstufe kostet das
Deinterlacing ungefähr dreimal so viel CPU-Zeit wie das MPEG2
decoding).

Kaffeine? Was ist das? :) KDE hab ich hier nur 1.1.2 und 2.0.0, beide
nur installiert, nicht in Verwendung :-P

Siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeine
Gibt meiner Meinung nach keinen besseren Desktopmediaplayer wenn man
auch Digitalfernsehen einsetzt. Aber es ist doch schön Alternativen zu
haben, egal ob Desktopumgebung/Windowmanager oder Mediaplayer. Ich bin
da nicht auf dem Kreuzzug und will alle zu den von mir verwendeten
Programmen bekehren.
Ich KDE seit 1.0.1 laufen (auf meinem Amiga 3000 unter ner Schatztruhe
RadHat 5.1 Portierung für den Amiga), und seit gestern die 4.3er
Vorversion 4.2.88.

H.264 ist da natürlich noch ein ganz anderes Kaliber,
sollte aber in PAL Auflösung mit einem P3 1GHz noch klappen.

Ohne Framedrops eher kaum. Bzw. nur wenn die GraKa mithilft. H.264
braucht _deutlich_ mehr CPU als Divx (schätzomativ 3mal?) und das
braucht auch schon deutlich mehr als MPEG2.

Ich weiß das, nicht umsonst habe ich wegen jedem kleinen
optimierungsfurz in ffmpeg vor der 0.5er Release ein neues Paket für
Packman geschnürt. Bis ich auf meinem damals aktuellen Asus Notebook mit
PentiumM 1,6 GHz FullHD Videos weitestgehend ruckelfrei abspielen konnte
(mit xine basierten Playern, unter MPlayer hab ich es nie ohne massive
Framedrops hinbekommen, und VLC gleich zweimal nicht, da blieb das Bild
irgendwann einfach nur noch stehen).
Wenn aber ein 1,6 GHz PentiumM FullHD schafft, dann schafft ein P3 1 GHz
PAL, das sind weniger als 20% der Daten (2.073.600 gegen 408.960 Pixel).

Jedes Software-(Abstraktions-)Layer zwischen Player und Hardware
braucht CPU ... Ich hab auch auf dem neuen Rechner mit der 11.1 weder
gstreamer noch pulse-audio installiert -- bzw. nur die libs jew. für
die Abhängigkeiten, weil vieles gegen die gelinkt ist, aber ansonsten
beides komplett inaktiv.

gstreamer ist aber keine Abstraktionsschicht sondern ein modulares
Mediaframework. Gewisse Abstaktionsschichten sind immer nötig, wenn man
flexibel sein will und nicht wie zu C64 und frühen Amiga Zeiten speziell
für eine Hardware programmiert. MPlayer könnte ja auch nicht diverse
Video und Audio Ausgabeplugins ansteuern (mplayer -vo help, bzw. mplayer
-ao help), wenn es nicht Abstrahieren würde. Würde man nicht zwischen
Demuxen, Decodieren, Nachbearbeiten und Ausgeben immer wieder
einheitliche Schichten einbauen, könnte man manches effizienter
programmieren, könnte aber auch nicht so flexibel sein und z.B. mit
vdpau die Decodierung an die Grafikkarte deligieren. Als ich den IFF
demuxer und ILBM, ANIM und SV8X decoder für xine geschrieben habe, fande
ich es auch unpraktisch die Bitplanes in YUV anstelle in RGB zu wandeln,
aber das Framework erfordert es eben so und im Gegensatz zu xanim werden
die alten Amgia-Animationen dann auch skaliert flott wiedergegeben, da
das dann normal die Grafikkarte erledigt.

Bringst Du das mit KDE4s Phonon durcheinander? Aber auch das ist aber im
Grunde nur ein Binding ähnlich wie gtkmm für C++ Programmierer die gtk
verwenden wollen. Ich bin heidenfroh, dass wir mit KDE4 arts losgeworden
sind, jetzt kommt aus dem Gnome Lager pulse-audio, das bis jetzt noch
viel Problematischer ist, als es arts jemals war. Seit alsa selber
Streams zusammenmixen kann, hat sich ein derartiger Sounddämon meines
Erachtens weitestgehend erledigt.

Wenn deine CPU zu lahm wäre, sollte sich das zuerst bei der
Video-, nicht bei der Audiowiedergabe von Filmen manifestieren ...

Nicht zwangsweise. Die Videodecodierung schluckt natürlich mehr
Rechenpower, aber je nach Priorisirung kann auch audio als erstes
ins stocken geraten.

Stimmt schon. Aber Video schluckt schon auf meiner alten Kiste sicher
deutlich über 90% Rechenleistung beim Abspielen. mplayer spielt mir
hier z.B. einen "gedumpten" ac3 Soundtrack mit < 1% CPU-Last (auf dem
Athlon 500!) ab... Selbst wenn ich o.g. Audiofilter (volnorm,volume=)
mit dazunehme liege ich immer noch unter 1% Last (lt. top, ich muß
auf die Sortierung nach Speicherbelegung umschalten, damit ich
mplayer überhaupt zu sehen bekomme), der "Idle"-Wert von top

Ich weiß noch, wie stolz wir einst waren, als die ersten Amigas mit hoch
optimierten Assembler Routinen MP3s ohne Aussetzer wiedergeben konnten
:-)

Die Sache ist nur, das bei Audio Aussetzer sofort auffallen, ein
Framedrop im Video ist leichter zu verschmerzen, als ein noch so kurzer
Audio-Ausfall und wenn diese 1% kurzfristig nicht zur Verfügung stehen,
kommt das schon mal vor.

verändert sich auch nur passend dazu (<=1%). Wenn ich das Video
(Divx, 684x384) dazu mitabspiele liege ich typisch bei 85-100%
CPU-Last, davon ca. 40-50% Last durch X (XFree86-3.3.6), der Rest für
mplayer selber. Aber du hast auch wieder Recht: das dekodieren /
abspielen selber braucht hier gar nicht soo viel CPU, sondern die
Darstellung. Achso: '-vo x11'.

XFree86 3.3.6? Ok, ich ziehe meine Frage bezüglich XVideo Unterstützung
zurück, die kam AFAIR erst mit 4.0 rein. Ich vergaß hier mit einem
Paläontologen zu diskutieren ;-)
Wenn Du das alles der CPU noch aufbürdest, dann ist klar, dass X264 in
PAL Auflösung nicht mehr zu bewältigen ist.

Danke. Ist ja "nur" für den direkten Zugriff auf per Firewire
angeschlossene (DV)-Kameras via libdc1394... Zumindest vorübergehend
halte ich das durchaus für verzichtbar ;) (ich selber schmeiß auch
noch mehr raus, was will ich mit Zugriff via smb/cifs wenn's hier
seit Jahren kein Windows mehr gibt? ;)

Ähm, Windows, was war das noch gleich? Bei Packman dürfen wir unsere
Pakete halt nicht nur nach individuellen Vorlieben bauen.

[1] bei mir reicht's nicht mal dafür. H.264 geht mit max. 384x288
oder so, Divx mit ~684x384, MPEG2 gerade noch mit PAL...

Hm, das schafft mein oles PowerBook G3 mit 266 MHz ja fast noch.

s.o., wohl nur wg. der besseren Grafikkarte/-treiber ;)

Definitiv, unter SUSE 7.1/7.3 gabs noch keine Treiber mit XVideo
Extension, da war auf der Kiste nur unskalierte Ausgabe in
Briefmarkengröße möglich. Man muss ja auch bedenken, dass der G3 keine
Multimediaerweiterung hat, Altivec kam erst mit dem G4, das ist
gegenüber den damaligen Intel/AMD CPUs, die mindestens MMX hatten, schon
ein Nachteil. Erst als ich mir dann vom Gatos Projekt die ati.2 Treiber
besorgte konnte man was damit anfangen. Mittlerweile sind die in X.org
eingeflossen. Recht lustig fand ich, dass divx Filmchen die unter MacOS
mit Quicktime nur als Slideshow über den Bildschirm fluppten, unter
Linux dann gut durchliefen.

--
Machs gut | http://www.iivs.de/schwinde/buerger/tremmel/
| http://packman.links2linux.de/
Manfred | http://www.knightsoft-net.de
--
To unsubscribe, e-mail: opensuse-multimedia-de+unsubscribe@xxxxxxxxxxxx
For additional commands, e-mail: opensuse-multimedia-de+help@xxxxxxxxxxxx

< Previous Next >