Mailinglist Archive: opensuse-mobile-de (257 mails)

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RE: [suse-laptop] USB Disk macht Probleme
Dietrich Restemeyer wrote:
> mit: mkdosfs -F 32 -I /dev/sda unter Linux die Disk
> formatieren. danach funktionierts normal in beiden Welten.
> Wobei ich nicht weiss wie das neumodische usb-automount
> reagiert. manuell gehts dann auf jeden Fall. auch unter Linux
> eine fat32 partition mit fdisk einrichten und mit mkdosfs -F
> 32 /dev/sda1 formatieren funktioniert. Windows versteht das
> auch lesend und schreibend.

Da würde ich mich gerne mal einklinken: weiß jemand, ob und wenn ja wie
das in irgendeinem wie auch immer gearteten Standard definiert ist? Ich
weiß das leider nur von IDE-Wechselmedien, da schreibt der ATAPI
Removable Media Device Standard (ARMD) vor, dass *keine*
Partitionstabelle verwendet werden darf. Jetzt werden vermutlich alle
Besitzer eines IDE-Zip-Drives verwundert auf ihre Disks schauen und
feststellen, dass sich da doch eine Partitionstabelle drauf befindet.
Tja, niemand hat behauptet, dass sich Iomega und Microsoft an Standards
halten (-; Es funktioniet aber auch genau so gut ohne Partitionstabelle,
zumindest unter Windows und Linux (und ich vermute allen anderen Unixen
auch), man kann unter Windows lediglich keine derartig "partitionierten"
(bzw. nicht partitionierten) Disks erzeugen, zumindest nicht mit
Bordmitteln.

jwm

P.S.: Noch eine Off-Topic-Bemerkung: Mit "Formatieren" bezeichnet man
das physikalische Einteilen der Datenträgeroberfläche in Spuren und
Sektoren. Diese Einteilung gibt es bei einem Flash-Speicher gar nicht,
sie wird lediglich durch die Firmware emuliert[1] und ist nicht
veränderbar. Daher ist es falsch, in Bezug auf Flash-Speicher von
"formatieren" zu sprechen, der korrekte Fachbegriff für das Erzeugen
eines Dateisystems lautet ... ähm ... "Erzeugen eines Dateisystems".

[1] Bei Festplatten gibt es diese Einteilung zwar, aber sie wird
heutzutage ebenfalls vor dem Benutzer versteckt und durch die Firmware
emuliert und sie ist auch nur mit Hilfe eines externen Gerätes
veränderbar, welches durch eine Öffnung an der Seite des
Festplattengehäuses in die Platte eingeführt wird und die neue
Formatierung schreibt. Also lassen sich auch Festplatten nicht mehr
formatieren. So ziemlich das einzige, was man heutzutage noch
formatieren kann, sind Disketten und Bänder.


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