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Re: Dateisysteme von verschiedenen installierten Distris (Multi-Boot) aus nutzen?
- From: Joerg Thuemmler <listen@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Thu, 18 Nov 2010 16:06:03 +0100
- Message-id: <4CE540DB.5090808@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Am 18.11.2010 15:28, schrieb Thomas Michalka:
Hi,
uptimes von einem Jahr... das mag ja toll klingen, aber es beraubt
natürlich alle tunefs-Einstellungen zum fsck ihres Sinnes. Spricht denn
etwas gegen einen, meinetwegen wöchentlichen Reboot? Oder, wenn Du das
gar nicht magst, gegen manuelle oder zeitgesteuerte fsck's?
Generell empfehle ich auch immer, /var und /tmp extra Partitionen zu
geben, weil die auch gern mal überlaufen und das ist weitaus schlimmer
wenn dann / mit voll ist - es geht relativ leicht, mit einem gut
durchdachten php-Fehler /var/log/apache2/error_log auf mehrere GB zu
bringen ;-)
Vielleicht ist es sogar noch sinnvoller, /var/tmp und /var/log eigene
Partitionen zu geben, denn wenn man es schafft /var zuzumüllen, fängt
auch cups an zu stottern...
(ja, ich weiß, es gibt quota's und sowas, aber das scheint mir overkill,
und weil logs ja oft auch von root kommen, nicht so einfach, wie ein
paar Partitionen mehr anzulegen, wenn man neu installiert)
cu jth
--
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Hallo,
Thomas Hertweck schrieb:
On 14/11/10 19:07, Thomas Michalka wrote:
[...]
Also möchte ich bei jeder Installation zukünftig lieber wieder
partitionieren und separate Dateisysteme für swap, /, /root, /tmp, /usr,
/var/, u.s.w. anlegen.
Meiner Meinung nach macht heutzutage mit Journaling Filesystemen das
Aufteilen eines Systems auf viele kleine Partitionen fuer einen normalen
Heimanwender keinen Sinn mehr (Web-Server und aehnliches lasse ich hier
Ich hatte früher mit ext2 (ohne Journaling) seltener das Problem eines
defekten Dateisystems.
absichtlich mal aussen vor) - lediglich /home liegt bei mir hier (und so
handhaben wir das auch in der Firma) auf einer separaten Partition, das
hat aber mehr oder weniger hpts. Backup-Gruende. Ansonsten ist nachher
dann eine Partition ein bissl zu klein, eine andere dafuer viel zu gross,
usw. - diese Problematik kann man sich heutzutage in vielen Faellen
einfach sparen.
In dieser Hinsicht stimme ich Dir zu, aber für Partitionen (eigtl.
Dateisysteme), in die häufig geschrieben wird, ist das Risiko von
Dateisystemfehlern wohl eher höher, auch wenn es nicht vorkommen sollte.
Deshalb halte ich es noch für sinnvoll, wenigstens für /var und /temp
(wenn man hier nicht tempfs verwendet) eigene Dateisysteme vorzusehen.
Für /, /usr u.s.w. von mir aus nur ein Dateisystem.
An Deiner Stelle wuerde ich mich eher fragen, warum gravierende Fehler im
Dateisystem auftraten
Immer nur nach _sehr_ langen Uptimes (teilw. über ein Jahr). Ich denke,
dass mit zunehmender Uptime das Risiko von Fehlern steigt.
- selbst wenn das gesamte System auf einer Partition
installiert ist, sollte das ja nicht der Fall sein. Es sei denn, Du setzt
experimentelle Dateisysteme ein
Niemals.
- in dem Falle wuerde aber auch das
Partitionieren inicht wirklich helfen und nur eine Scheinsicherheit
Es mindert aber das Risiko einer umfassenden Systemzerstörung. Ich habe
jedenfalls nie beobachtet, dass nach langer Uptime mehr als zwei oder
drei Dateisysteme gleichzeitig defekt waren. Einmal hatte ich ein
/home-FS mit Datenverlusten, die durch Restore leicht wieder rückgängig
zu machen waren, einmal hatten das Root-Dateisystem (z.B. kein
/sbin/init mehr) und das /usr-FS viele Binaries verloren, was durch
Neuinstallation zu beheben war.
Kann man sich eigentlich eine Liste der installierten Pakete auf einem
USB-Stick abspeichern und bei einer Neuinstallation von YaST wieder
einlesen lassen?
vermitteln. Ist es moeglich, dass Deine Hardware vielleicht nicht 100%
funktioniert? In einem anderen Thread berichtest Du ja auch von exzessivem
Swapping usw.
Das liegt, wie ich in dem Thread ("Erfahrungen mit Swap-Partition auf
SSD gesucht") berichte, ziemlich sicher an den vielen Browser-Fenstern.
Ansonsten scheint meine Hardware einandfrei zu funktionieren, zumindest
habe ich keine rätselhaften Fehlfunktionen.
Gruß, Thomas
Hi,
uptimes von einem Jahr... das mag ja toll klingen, aber es beraubt
natürlich alle tunefs-Einstellungen zum fsck ihres Sinnes. Spricht denn
etwas gegen einen, meinetwegen wöchentlichen Reboot? Oder, wenn Du das
gar nicht magst, gegen manuelle oder zeitgesteuerte fsck's?
Generell empfehle ich auch immer, /var und /tmp extra Partitionen zu
geben, weil die auch gern mal überlaufen und das ist weitaus schlimmer
wenn dann / mit voll ist - es geht relativ leicht, mit einem gut
durchdachten php-Fehler /var/log/apache2/error_log auf mehrere GB zu
bringen ;-)
Vielleicht ist es sogar noch sinnvoller, /var/tmp und /var/log eigene
Partitionen zu geben, denn wenn man es schafft /var zuzumüllen, fängt
auch cups an zu stottern...
(ja, ich weiß, es gibt quota's und sowas, aber das scheint mir overkill,
und weil logs ja oft auch von root kommen, nicht so einfach, wie ein
paar Partitionen mehr anzulegen, wenn man neu installiert)
cu jth
--
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