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Re: Neuer Arbeitsspeicher bei gleicher Installation + OT: System-Performance je nach RAM/CPU-Nutzung
  • From: Thomas Michalka <Thomas.Michalka@xxxxxx>
  • Date: Sat, 13 Feb 2010 02:03:33 +0100
  • Message-id: <4B75FA65.7020809@xxxxxx>
Hallo,

Martin Hofius schrieb:
Am Freitag, 12. Februar 2010 schrieb Thomas Michalka:
Al Bogner schrieb:
Am Donnerstag, 11. Februar 2010 23:35:29 schrieb Karl Payer:
Am 11.02.2010 22:33, schrieb Martin Hofius:
[...]
...
[...]
[...]
...
Ich habe bei meinem Athlon 64 X2 DualCore 5600+, früher 4 GB, jetzt 8 GB
ein merkwürdiges Phänomen festgestellt, aber erstmal folgende Vorbemerkung:
Mein Speicher wird aktuell mit 7,6 GB ausgenutzt, im Swap befinden sich
2,7 GB. Nach Adam Riese hätte ich mit 3,9 GB im früheren
4 GB RAM jetzt 6,4 GB im Swap Space, was zu einer enormen Ausbremsung
des Rechners geführt hat, wohl, weil die Wahrscheinlichkeit stets sehr
hoch war, dass etwas aus dem Swap-Space benötigt wurde. Deshalb auch die
Speicheraufrüstung.
was rechnest Du denn da alles zum Speicherverbauch? Vermutlich ist ein großer
Teil davon Cache bzw. Buffer - und das wurde vorher mit weniger Speicher
einfach gar nicht so excessiv genutzt. Das Verhalten mit 8 GB RAM auf einen
Rechner mit 4 GB einfach zu übertragen, ist jedenfalls definitiv falsch. Such
mal in der Liste, da gibt es von Thomas Hertweck sehr genaue Ausführungen
dazu.

top - 01:10:12 up 21 days, 6:09, 32 users, load average: 1.94, 1.88, 1.88
Tasks: 306 total, 5 running, 298 sleeping, 1 stopped, 2 zombie
Cpu(s): 53.6%us, 4.8%sy, 0.0%ni, 34.9%id, 0.0%wa, 6.3%hi, 0.3%si,
0.0%st
Mem: 8199696k total, 8110268k used, 89428k free, 297076k buffers
Swap: 12586876k total, 2848708k used, 9738168k free, 482260k cached

Deine Vermutung

Jetzt zum KDE: auf der Maschine läuft ein KDE 3.5.9 (oS 11.0) und bei
sehr vielen geöffneten Fenstern (Konqueror 48 und Firefox 29, jeweils
eltliche Tabs, OpenOffice 11 Fenster = Dokumente, Konsole 10, Epiphany
1, Thunderbird 2, Kwrite 3, Okular 4, Kate 2, xosview 1) geht zwar das
normale Arbeiten und Browsen (Rendering der Seiten) so flott, dass ich
z.B. immer noch sehr deutlich den kürzlichen Upgrade auf VDSL merke,
aber Arbeitsflächenwechsel und das Ausfahren des Kicker gehen deutlich
zäher (1 bis 2 sec aber noch tolerierbar) als direkt nach dem
Systemstart, obwohl keine Speicherseiten aus- und eingelagert werden.
Die Fensterleiste oben und die seitlichen Kontrollleisten fahren viel
schneller (0,1 bis 0,5 sec) aus und ein.
Wenn ein zweiter Benutzer frisch angemeldet ist (zweiter X-Server) und
er/sie nur wenige Fenster geöffnet hat, dann flutscht der Kicker nur so,
genauso der Arbeitsflächenwechsel.
Hast Du einen 100 Zoll Monitor?

Nein, einen 26-Zöller. Aber Du hast sicher schon mal von den virtuellen
Arbeitsflächen des KDE gehört, oder? Wenn Du 16 hast (20 sind möglich),
bringst Du auch spielend soviele Fenster unter :-)

Arbeitest Du bei der NASA oder im Pentagon?
Was kann man mit so vielen Fenstern und Programmen gleichzeitig tun?

Gleichzeitig _tun_ -- nichts! Aber wenn Du innerhalb einer Woche
zwischen 10 oder mehr Projekten springst oder über eine oder mehrere
Woche intensive Web-Recherchen gemacht hast, dann wirst Du nicht in
jedem einzelnen von 77 Browser-Fenstern die Bookmarks oder die
Tab-Ordner aufrufen und jedesmal alle lokalen Dateien von Hand laden wollen.
Ausserdem verändern sich manche Inhalte rasant. Dagegen würde allerdings
ein Proxy helfen.
Das Sessionmanagement des KDE ermöglicht es aber seit langem, dass
mühsam recherchierte Web-Seiten und anderes Datenmaterial über das Ende
der Sitzung hinaus für dieselbe erhalten bleiben, da sie bei der
nächsten Anmeldung wieder genauso geladen werden. Wenn Du jetzt noch
einen Caching Web-Proxy im LAN einsetzt, werden die Seiten relativ flott
wieder geladen. Wäre aber mit VDSL auch nicht die Welt, aber hier
spielen die Latenzzeiten der Web-Server eher die größere Rolle -- der
Web-Proxy hat dafür Latenzeiten des Plattenzugriffs, deshalb geht's mit
dem nicht so arg schneller, ausser man setzte eine SSD ein.

Übrigens: bei aktuell 77 Browser-Fenstern und noch vielen anderen (siehe
oben) kannst Du dich nach ein paar Tagen Projektpause nicht mal mehr
erinnern, was Du in einem Projekt alles offen hattest. Natürlich habe
ich die Projektdaten in eigenen Verzeichnissen und Unterverzeichnissen
gespeichert, aber wenn Du in jedem zig Web-Seiten recherchiert hast,
wäre es extrem mühsam, darin immer alle zu archivieren (wofür es sogar
eine Funktion im Konqueror gibt, aber immer nur für _eine_ Seite vulgo
'Browsing-Tab'!).
Eine Erleichterung wäre es in der Tat, wenn es in einem Browser-Fenster
eine Funktion gäbe, wie "Alle Tabs archivieren".

Aber ich habe ja im P.S. meines ursprünglichen Postings eine Überlegung
angestellt, was einigermaßen ideal wäre, um nicht immer soviele Fenster
gleichzeitig geöffnet haben zu müssen -- eine Art Projektmappe, wo
alles, was man neu erzeugt oder recherchiert automatisch in einem
Projektverzeichnis gespeichert wird (ohne Ctrl-S). Der Clou wäre, wenn
jegliche Art von Dokument mit anderen gemischt in einem Viewer durch
simples 'Umblättern' (wie in einem Bildbetrachter die Fotos in einem
Ordner, nur für alle vorhandenen Dokumentarten) angezeigt werden
könnten, wie in einer realen, physischen Mappe oder Aktenordner, bloß
mit noch viel mehr raffinierten Funktionen (Suche, benutzerspezifische
Zugriffsrechte u.a. -- könnte alles auf schon vorhandene Techniken
abgebildet werden).

Das bedeutet doch, dass der KDE 3.x.y massive Skalierungsprobleme bei
der CPU-Nutzung hat in Bezug auf den Speicherverbrauch (des Benutzers!)
von KDE-Komponenten (siehe Konqueror)?
Dir ist klar, dass auch RAM eine endliche Übertragungsrate hat?

Freilich, aber die wird sich anders als bei einer Festplatte nicht
unterscheiden zwischen den Speicherseiten -- ich meine, von jedem
Adressbereich wird wohl gleich schnell gelesen oder geschrieben. Bei den
Zylindern und Sektoren einer Platte ist das ja nicht so (siehe oben:
Latenzen bei einem Web-Proxy im LAN).
Ausserdem wird die Übertragungsrate des RAM nicht vom Füllgrad desselben
abhängen, denn die gerade nicht angesprochenen Speicherzellen werden
dann vom Memory Controller ja in Ruhe gelassen. Nur wenn aufgrund von
Speicherdatentransfers auch Speicherseiten ein-/ausgelagert werden
müssen, dauert's länger, aber nur wegen der im Vergleich lahmen Platte.


Natürlich wäre auch die Reduktion des Speicherverbrauchs schön, aber
jetzt habe ich ja 8 GB :-) aber eben auch einen Rechner mit nur 1 GB :-(
Also bisher (auch mit KDE 3.x und KDE 4.x) sehe ich 1 GB gerade als brauchbar
an, 2 GB laufen ziemlich glatt (meistens ohne Swap) und 512 MB sorgen für
heftige Plattenaktivität.

Na dann bin ich ja noch vergleichsweise gut dran, auch mit dem
1-GB-Rechner :-)


Gruß, Tom
--
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