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Re: Floppy disk wird nicht eingebunden opensuse 11.2 x86_64 Kernel 2.6.31.5-0.1-desktop
  • From: David Haller <dnh@xxxxxxxxxxxx>
  • Date: Fri, 1 Jan 2010 14:40:51 +0100
  • Message-id: <20100101134051.GA27122@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo,

Am Fre, 01 Jan 2010, Dr. Franz Nachbar schrieb:
Bei früheren Distributionen war das alles, was für die FD Erkennung unter
opensuse nötig war. Jetzt aber tut sich nichts. Das Gerät wird nicht
gemountet.

udev/hal/krimskrams. Keine Ahnung.

Hier einige Ausgaben, die zeigen, dass fd0 wohl physikalisch existiert, aber
nichts weiter passiert:
als user:
mount /dev/fd0 /media/floppy
mount: Nur ???root??? kann dies tun

Normal.

als root:
mount /dev/fd0 /media/floppy
mount: blockorientiertes Gerät /dev/fd0 ist schreibgeschützt, wird eingehängt
im Nur-Lese-Modus

Normal.

mount: Sie müssen den Dateisystemtyp angeben

Was sagt /var/log/messages dazu? Diese Meldung kann diverse Ursachen haben.

In der device map habe ich fd0 manuell nachgetragen:
(hd1) /dev/disk/by-id/ata-WDC_WD6401AALS-00J7B1_WD-WMATV4019513
(fd0) /dev/fd0
(hd0) /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_HD501LJ_400612EPB15406

Irrelevant (die wird nur von Grub benötigt, sobald der Kernel läuft ...).

In der fstab habe ich folgenden Eintrag zugefügt:
/dev/fd0 /media/floppy auto noauto,user,sync 0 0

Ist die Diskette den überhaupt formatiert?

Was sagen:

file /dev/fd0
und v.a.
file -s /dev/fd0

[..]
[28234.797456] floppy0: floppy timeout called
[28234.797472] end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
[28234.797490] Buffer I/O error on device fd0, logical block 0

Oder die Floppy is putt. Hab ich auch zunehmend. Die Dinger sind halt
auch uralt und wurden nicht unbedingt sehr pfleglich behandelt.

Steckt das Kabel ganz sicher RICHTIGHERUM am Laufwerk? Leuchtet die
LW-LED normal nicht, sondern nur bei Zugriffen z.B. per 'mdir a:' (s.u.)?

fdisk -l
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdb1 1 262 2104483+ 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sdb2 263 2873 20972857+ 83 Linux
/dev/sdb3 2874 77825 602051940 83 Linux

Das ein Floppy da nicht auftaucht ist normal. Grad nochmal getestet
(unter ner ex-SUSE 6.2 mit Kernel 2.4.37.5. fdisk -l zeigt nur
/dev/hd*, fdisk -l /dev/fd0 zeigt dann ne passende (Fehler-) Meldung.

Disk /dev/fd0: 1 MB, 1474560 bytes
2 heads, 18 sectors/track, 80 cylinders
Units = cylinders of 36 * 512 = 18432 bytes

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/fd0p1 ? 51932289 97323482 817041466 44 Unknown
Partition 1 has different physical/logical beginnings (non-Linux?):
phys=(10, 0, 13) logical=(51932288, 1, 15)
Partition 1 has different physical/logical endings:
[..]

(is ne willkürlich gegriffene, natürlich unpartitionierte, direkt mit
FAT12 formatierte Treiberfloppy zur echten NoName NIC für 5 DM (oder
schon EUR?) (die FCC-ID auf der Platine ist der einzige Hinweis!) mit
Realtek 8139 Chip :)

Die fdisk -l Ausgabe dürfte normal dafür sein, daß ein FAT12
Bootsektor als MBR interpretiert wird... Äh, ja, genau. Extra nochmal
die Floppy eingelegt und per 'dd if=/dev/fd0 count=1 | od -tx1z'
eingelesen. Als Partitionstabelle wird folgender Bereich interpretiert:

0000660 0a 00 >ey when ready...<
0000700 0d 0a 44 69 73 6b 20 42 6f 6f 74 20 66 61 69 6c >..Disk Boot fail<
^^
0000720 75 72 65 0d 0a 00 49 42 4d 42 49 4f 20 20 43 4f >ure...IBMBIO CO<
0000740 4d 49 42 4d 44 4f 53 20 20 43 4f 4d 00 00 00 00 >MIBMDOS COM....<
0000760 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 55 aa >..............Uª<

Da taucht auch schon die 44 als fälschliche Dateisystem-ID auf ;) Den
Rest auf die CHS Angaben umzurechnen bin ich zu faul.

Hach ja, die c't 5/97 und 6/00 haben sich richtig gelohnt :))

Also floppy exisitiert, aber das Laufwerk ist nicht konfiguriert,
wenn ich das richtig interpretiere. Ist das im Kernel nicht per
default konfiguriert??

Ei freilsch! (AFAIK)

Kann ich das "nachkonfigurieren", ohne den Kernel neu kompilieren zu müssen??

Nö. Alles schon eingebaut. Nur mit der Anwendung hapert's wohl a
bisserl.

Danke für jeden Tipp (bitte verständlich, weil nur Laie!)

s.o. Über die Ausgabe von 'file -s' sollte man herausfinden können, ob
die Diskette schon formatiert ist. Spuckt das z.B.:

/dev/fd0: x86 boot sector

aus, kann man sich den ggfs. näher angucken oder mal 'mdir' probieren,
aber wenn's dabei Lesefehler gibt (s.o., laß grundsätzlich bei den
Tests mit den Floppies ein extra Root-xterm mit nem 'tail -f
/var/log/messages' mitlaufen (oder xconsole oder sowas).

Achso: installier dir am besten gleich die 'mtools', damit kann man
ohne mounten z.B. per 'mdir' sich DOS-'dir'-ähnlich den Inhalt
anzeigen lassen (lohnt sich v.a. wenn man am Suchen ist ;)

Nochwas (auch wenn ich davon ausgehe, daß das bei dir nicht der Fall
ist): man kann die zuletzt üblichen Disketten teils deutlich
überformatieren (ich hab mit Erfolg schlechte "noname" Disketten mit
1760KB statt mit 1440 KB verwendet), auf solche Disketten MUSS man
zwingend "per Hand" über das passende Device zugreifen, z.B.
/dev/fd0u1760. Ob 'udev' solcherlei "antike" Sachen überhaupt kennt???
Also muß man ggfs. die devices per Hand anlegen. Bei Interesse schreib
ich mal eben ein Script oder pack nen tarball oder sowas für die
udev-gestraften, ich hab hier ja schlappe 32 /dev/fd0* Devices ;)

Und nochwas: zieh am besten von allen Disketten, die noch lesbar sind
gleich mal Images per z.B.
dd if=/dev/fd0 of=/backup/floppy_imgs/aussagekraeftiger_name.img
oder sowas in der Art. Die Images kannst du dann später in aller Ruhe
verarzten (auslesen, auf CD brennen) ...

*grummel* Sollte ich auch mal machen -- alle meine Floppys auf HD
ziehen ... Gibt's überhaupt noch neue Floppy-LW?

HTH, und frohes Neues,
-dnh, keine Lust auf udev-Regeln-Basteln, da kenn ich mich eh nicht
aus ;)

--
"Well, I asked the servalist at the restaurant for a coke. She asked
the drinkalist for it, and removalisted it to my table. I feel much
better, almost as if I'd gone to a medicalist." -- Paul Tomblin
--
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