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Re: Serverumzug, was beachten?
  • From: Sebastian Siebert <freespacer@xxxxxx>
  • Date: Sat, 03 Oct 2009 01:13:20 +0200
  • Message-id: <4AC68910.5070605@xxxxxx>
Hallo,

Bodo Wlaka schrieb:
Am Friday 02 October 2009 14:45:11 schrieb Fred Ockert:
3 Tage warten und auf 11.2 gehen ?

Laut Roadmap kommt 11.2 doch erst Mitte November und bevor die übelsten Bugs
nicht gefixt wurden, also i.d.R. 2-3 Monate kommt mir die nicht auf die
produktive Platte.

nun ja, wenn wenige Leute sich am Testen der openSUSE 11.2 Milestone 8
beteiligen, dann könntest du mit deiner Aussage recht haben. Früher habe
ich auch so gedacht, aber heute denke ich etwas anders. :-)

Ich werde auch mein Server dieses Jahr von openSUSE 10.3 auf openSUSE
11.2 umsteigen. Jedoch bin ich so clever und habe regelmäßig sämtliche
Programme mit Hilfe der Repo für openSUSE 10.3 auf den neusten Stand
gebracht. Ich für meinen Teil teste openSUSE 11.2 MS8 auf Herz und
Niere. Ich habe das System in VirtualBox aufgezogen. Und zusätzlich ein
Migrationsskript geschrieben, das erforderliche Repos in Zypper
einbindet und die Pakete installiert.

Die Vorarbeit mit den Konfigurationen habe ich manuell vorgenommen und
anschließend eine Patch-Datei für den Server erstellt, um dann wunderbar
und schnell die gepatchte Konfigurationen einspielen zu können.

Abschließend werden alle Daten (Home-Verzeichnis / Mails / Datenbank /
einige andere Daten) vom alten System ins neue System umkopiert. Bisher
habe ich keine Probleme festgestellt und läuft wie geplant.

Downtime beträgt weniger als 1 Stunde und das ist noch verhaltnismäßig
wenig. Bequemer wäre es, wenn man einen 2. Server hat und die Projekte
nach und nach umzieht. Jedoch habe ich nicht diese Möglichkeit.


Damit die Umstellung für die Kollegen nicht zu groß wird sollte KDE3 auch zur
Verügung stehen. Weiß jemand ob die KDE3 auch bei 11.2 mit dabei sein wird
(optional)?

Nein, KDE3 wird hier nicht direkt unterstützt. Lediglich werden nur
Bibliotheken für KDE3-Anwendungen mitgeliefert, die unter beliebiger
Dekstopumgebung (auch in KDE4) laufen.

Ausserdem war es für mich keine großartige Umstellung von KDE 3.5.10 zu
KDE 4.3.1. Ich verwende schon seit Monaten KDE4 und würde dir und deine
Kollegen raten KDE4 auszuprobieren und letztendlich doch auf KDE4
umzusteigen.

Aber wenn du trotzdem auf KDE3 bestehst, dann findest du KDE3 auf
jedenfall in Zukunft in diesem Repo:
<http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/KDE3/openSUSE_11.2/>

Die Clients sollten keine Probleme bereiten.
Beim Server wird es etwas schwieriger werden.
Da ist die Frage update oder Neuinstallation.

Auf dem Server laufen
- Apache
Bugzilla (im Apache)
phpmyadmin (im Apache)
opentimetool (im Apache)
MySQL für die obigen drei Anwendungen
- NIS
- NFS
- Postfix
sicher andere Version -> alle config-files mitnehmen ... hat fast immer
geklappt hier

Klar, config-files nehm ich auf jeden Fall mit. Deshalb ja auch das
umkopieren.
Backups gibt es natürlich. ;-)

Postfix gibt es sicher ( eine andere Version mit neuen Eigenschaft, aber
z.T. auch mit kleinen Konfig-Änderungen... vorher die Hinweise
zu Postfix lesen..Release Notes)
Datenbank hast du keine..

Na doch, MySQL für Bugzilla, opentimetool...


Bei den Konfigurationsdateien würde ich aber aufpassen, wenn da ein
zu großer Versionssprung ist. Dann würde ich lieber die neue
Konfigurationsdatei nehmen und entsprechend nach der alten Konfiguration
anpassen.

Bei MySQL müsstest du auch nochmal aufpassen. Denn wenn da auch große
Version unterschiede sind, wovon ich auch ausgehe, dann würde ich erst
mal testen, ob der Import vom Backup-SQL funktioniert. Dies hatte mal
bei mir fehlgeschlagen (wegen obsoleten SQL-Befehlen) und musste
entsprechend andere Schritte einleiten. Das war mehr als nervig und
kostet Zeit.

Trotzdem - möglichst auf anderer Hardware aufsetzen und testen - wichtig
ist Konfigurationsänderungen zu erkennen durch Versionswechsel.
Habe das immer über ein (Neu)Setup gemacht.. bzw. Partitionimages auf
einen zweite Platte tun und dann bearbeiten...

Warum anderer Hardware?
Oder meinst Du separate Partition?

Oder so wie ich in VirtualBox installieren und testen. :-)


Habe hier für gewöhnlich ein trödeliges Fallback-system aufgesetzt,
getestet - Daten rumgeschoben...und dann das Hauptsystem offline
"bearbeitet".
So dachte ich ja auch, alles kopieren und dann ein update wagen.
Ich weiß bloß nicht, ob der Srung nicht zu groß ist.
Hilft wahrscheinlich nur ausprobieren.


Update würde ich auf einem Server vorerst abraten. Neuinstallation ist
einfach sauberer :-)

Weiss nicht, ob das der kluge Weg ist...
openSUSE11.1 ist aber auch schon bald wieder nicht mehr supportet ..
openSuSe11.2 kommt bald. Da sind dann 18 Monate "Ruhe" oder so..

Wie geschrieben, bevor die 11.2 wirklich produktiv nutzbar sein wird vergehen
bestimmt 2-3 Monate.


Nicht unbedingt. Die 11.2 ist als minimales System für den Servereinsatz
ziemlich gut benutzbar und würde es auf jedenfall 1-2 Wochen später auf
dem Server aufspielen.

Die Überlegung z einem Update kommt auch daher, dass wenn ich z.B.
OOffice von 2.xx auf 3.xx bringen will kommt ein tierischer Rattenschwanz an
Abhängigkeiten mit sich, der vieles nach sich zieht.

Nun ja, das ist irgendwo klar.
Neue Major-Version = Neue Abhängigkeiten. :-)

Es gibt zwar ein Repo von OO für die SLE10 aber da kommen zig zusätzliche
Anforderungen und dann muß ich doch sehr viel separat dazu holen.

Es ist schon ärgerlich, wenn zuviele Abhängigkeiten auch noch eine neue
glibc- bzw. Kernel-Version mitzieht. Dies ist mir früher auf einem
Debian-System passiert und konnte deshalb nicht auf eine neue Anwendung
updaten, weil ich nicht weiß, ob das System oder die Programme hinterher
noch laufen und musste es verärgert abbrechen.

Jetzt dachte ich halt, ich nutz die Zeit der Kurzarbeit und update alle
Rechner komplett.

Dann mal viel Spaß. :-)


Gruß

Sebastian
--
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