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Re: aktueller Kernel mit ext4 für Suse 11.1 aus Factory-Repo?
  • From: Florian Gross <florian@xxxxxxxxxxx>
  • Date: Tue, 15 Sep 2009 03:34:27 +0200
  • Message-id: <200909150334.27334.florian@xxxxxxxxxxx>
Am Dienstag 15 September 2009 glaubte Alexander Winzer zu wissen:
From: "Florian Gross"
Am Montag 14 September 2009 glaubte Alexander Winzer zu wissen:
From: "Michael Born"

Wenn das Gebastel für ext4 unter 11.1 für Dich kein Pproblem ist, dann
kompilier Dir doch einfach nen aktuellen Vanilla-Kernel, oder hat der
10.3 Kernel etwas Besonderes drin?

Das Gebastel für ext4 nicht. Das Gebastel für den Kernel schon. Und wie
gesagt: Ich kann mir auf unserem Server keine Experimente leisten. Wenns
schief geht werde ich entweder "umgebracht" :-) oder sitze bis früh
morgens
wieder im Büro, um alles neu aufzusetzen, die Backups einzuspielen etc.
pp.

Äh, für solche Dinge hat man Testrechner, _gerade_ im produktiven
Einsatz.

Das verstehe ich nicht. Heißt das jetzt, ich soll den Produktiven Rechner
als Testrechner laufen lassen? Oder soll ich den Testrechner produktiv
machen? Letzteres ist kompliziert wegen der Anmeldungen an Samba und den
Roaming-Profiles. Hatte nach dem Crash einer Platte im RAID gerade die Ehre
alls Profile neu machen zu dürfen. Dazu gibt es hier ein Thema von mir.

Nein. Das Zeug kommt dem Produktivsystem nicht mal in die Nähe,
solange es nicht in einer Testumgebung auf Herz und Nieren gestestet
worden ist. Das Ganze mit richtig Last usw. Wenn da was knallt, stört
es den normalen Geschäftsablauf nicht. Dafür hat man die Spielwiese.
Wenn es dort unter realen Tests läuft, kann man darüber nachdenken,
den Server umzustellen. Aber nicht vorher.

Ich stelle mir gerade den Ausfall der AS400 bei uns vor. Das gäbe ein
Spaß... und vermutlich eine oder mehrere Kündigungen, wenn da einer
"mal eben was ausprobiert" und damit den Mist verursacht hat.

Ich hab einen totalen Netzausfall miterlebt, das war beeindruckend
zu sehen, wie abhängig man von dem Zeug ist.

Es ist was anderes, wenn ihr nicht zwingend auf den Server
angewiesen seit, sprich ihr könnt es euch leisten, auch mal einen
oder zwei Tage darauf zu verzichten.
Mein Arbeitgeber könnte da die Leute nach Hause schicken. Schlecht,
wenn man dann z.B. Aufträge mit Konventionalstrafe nicht rechtzeitig
ausliefern kann...

Ist ext4 schon bereit für den produtiven Einsatz?

Ich denke schon. Jedenfalls ist es bei 11.2 bislang beim Installer als
Standard-FS eingetragen. Andere Distributionen benutzen es schon länger als
solches.

IIRC waren auch schon filesystems bei der einen oder anderen
Distribution eingepatcht, die sich dann unter Last als doch nicht
so zuverlässig herausgestellt haben.

Konkret: Ist ext4 stabil genug, um im produktiven Einsatz
genommen zu werden? Wie sieht es mit der Performance unter
richtig Last bei vielen gleichzeitigen Zugriffen aus?

Ungetestete Hard- oder Software hat in einem Server einer
Firma *nichts* zu suchen. Ungetestete Updates auch nicht.

Es ist aber ein Unterschied, ob es bei einem meiner privaten Rechner
ein paar Daten semmelt (das ist eher nur unangenehm) oder ob man damit
mal eben eine Firma lahmlegt.

Wie komme ich denn nun möglichst ohne Risiko an einen schicken neuen Kernel
für meine SUSE 10.3 64 bit? Oder muss ich das Kernel selber bauen lernen?

Sorry, nichts gegen dich, aber sag mir jetzt bitte nicht, daß du
mit deinen Kenntnissen das Produktivsystem einer Firma administrierst.
Das ist vorsichtig ausgedrückt sehr gewagt.
Das kann schnell mal richtig teuer werden. Oder kann bei einer
eh schon wackligen Firma schnell mal zum Bankrott führen.

flo, der für seine Spielereien zuhause einen extra Testrechner
stehen hat - der darf dann auch mal die Fliege machen, dafür ist
der da, die anderen zwei werden für solche Spielchen nicht
mißbraucht und das alles im rein privaten Einsatz
--
[Modern talking]
Das ist wie mit McDonalds oder der BLIND-Zeitung: Jeder weiß, daß da
nur Scheiß drin ist, aber trotzdem machen die einen Riesenumsatz.
[Dieter Bruegmann in dafb]
--
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