Mailinglist Archive: opensuse-de (1554 mails)

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Re: kde 4.1 suse 11.1
  • From: Manfred Schramm <schrammm@xxxxxxxxxxx>
  • Date: Wed, 24 Dec 2008 12:34:45 +0100
  • Message-id: <200812241234.45156.schrammm@xxxxxxxxxxx>
Am Tuesday 23 December 2008 21:34:06 schrieb Thomas Schirrmacher:

....
Was die Nörgelei an Suse betrifft: Ich lese nun schon seit Jahren so gut
wie jedes Linux-Magazin, und in 99,999% der Berichte wird Suse gelobt und
empfohlen.
Da frage ich mich: Sind die Journalisten nicht unabhängig? Bekommen die
Knete von Novell? Sind die an der Vermarktung eines "freien"
Betriebssystems beteiligt?

Ich habe noch keinen einzigen journalistischen Beitrag darüber gelesen der
es rechtfertigt, Suse so wie hier ständig in Bausch und Bogen zu verdammen.
Jedem sollte klar sein, dass Linux kein Windows ist und ganz anders
funktioniert als dieses.
Wenn einer Probleme mit seiner Suse hat, kann er höflich nach einer Lösung
zu diesen fragen.
Nörgelt einer aber ständig so an seinem Betriebssystem rum, dass andere
glauben sie währen es schuld dass derjenige sich ne Suse installiert hat,
dem kann man nur empfehlen wieder zum Redmonder OS zurückzukehren

...

Hallo Thomas,
ich bin neu in der Liste. Aber deine Mail möchte ich aus meiner Sicht etwas
relativieren was Suse betrifft.
Ich bin seit der 1er Version treuer Anhänger von Suse und habe fast alle
Versionsschritte mitgemacht, aber - nur nebenbei, da ich beruflich auf der
Windows-Schiene arbeiten musste. So installierte ich viele Versionen stets
neu und dabei gab es kaum Probleme!
Seit zwei Jahren nun aber bin ich privat voll auf Suse umgestiegen, habe alle
meine Daten und Programme umgestellt und arbeite nun voll damit. Der Umstieg
von 9.3 auf 10.0 war problematisch aber lösbar. Schon bei der Umstellung auf
11.0 hatte ich vermehrt Probleme und jetzt mit 11.1 bin ich schlicht sauer.
Warum?
Weil die Dokumentation der Umstellung schlicht nicht ausreichend ist. Dinge,
die liefen, laufen plötzlich nicht mehr, weil irgendwo ein 'Schalter'
umgelegt wurde. Bei Nachfrage kam nun einfach die Antwort, dass das nicht zum
Installationssupport gehöre! Und ohne langwierige Suche und Fummelei findet
man dann keine Lösung und ist lange Zeit an der Arbeit, meinetwegen auch
Spielerei, verhindert.
So waren bei mir nach dem Update auf 11.1 (ich arbeite noch immer mit 32-bit
und KDE 3.5, weil viele Programme, die ich nutze, sonst die Arbeit
verweigern) plötzlich folgende Dinge (nur die offensichtlichsten!) verändert.
Ich muss zugeben, dass sich vieles wirr anhört, weil ich unter Zeitdruck
Arbeiten ausführen wollte und daher nach schnellen Wegen suchte:

-> Meine beiden DVD-Laufwerke wurden und werden nicht von Anwendungsprogrammen
(K3b) korrekt erkannt - meist nur abwechselnd oder unter root-Rechten.
-> Der Scanner wird plötzlich von Kooka nur noch mit root-Rechten erkannt.
-> Die Codecs von kaffeine wurde einfach gelöscht (?). So kann kaffeine
beispielsweise plötzlich keine DVDs mehr abspielen, was bislang problemlos
funtkonierte. (Ich weiß, dass Novell das nicht unterstützt! Aber meine
Installation einfach kommentarlos zu beseitigen, finde ich ungehörig!)
-> Programme wurden kommentarlos gelöscht, z.B. Kino. (Auch hier kein
Hinweis!)
-> Programme laufen aus unbekannten Gründen nicht mehr, z.B. Gramps.
-> Die Vorlagen von OpenOffice waren weg und OpenOffice begrüßte mich als
neuen User.
-> Das Kontextmenü ist nunmehr teilweise englisch. (Wo wird das eingestellt?
Bisher habe ich noch nicht danach gesucht!)
-> Das Tastaturlayout funktioniert nicht wie gewohnt. Vermutlich wurden
irgendwo die DeadKeys abgeschaltet?
-> Menüeinträge wurde gelöscht oder verschoben.

Das sind nur die jetzt für mich erkennbaren Veränderungen, über die ich
gestolpert bin. Ohne Zeit für tiefgreifende Suche und ohne weitgehendes
Hintergrundwissen ist man dann schlicht verärgert. Solche Probleme kannte ich
bisher nur von Windows, das ich aus diesem Grunde deshalb auch solange wie
möglich beibehielt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass der ganze Ärger seit der Übernahme durch
Novell passiert.
Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen. Aber ich will mit einem System
arbeiten und nicht nur herumspielen und fummeln.

mfg
Manfred Schramm
--
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