Mailinglist Archive: opensuse-de (1484 mails)
| < Previous | Next > |
Re: OT: Nur noch komplett freie Software bei SuSE 11.1?
- From: Jens Nixdorf <jens.nixdorf.liste@xxxxxxxxxxxxx>
- Date: Tue, 2 Dec 2008 21:56:40 +0100
- Message-id: <200812022156.41199.jens.nixdorf.liste@xxxxxxxxxxxxx>
Am Dienstag 02 Dezember 2008 schrieb Thomas Schirrmacher:
Aha, Du bist also schuld. Pass bloss auf, dass das nicht publik wird ;)
(Ich darf das, ich bin selber Zoni, oder vielmehr Wossi)
Und zurück OnTopic: Ich finde, dass die generalisierte Tabuisierung von
ClosedSource unsinnig ist. Ich hätte kein Problem damit, Nutzerverträge
und Ähnliches für kostenfreie Software zu unterschreiben bzw. zu
"unterklicken", wenn beide Seiten (also User und Ersteller) davon ihren
Nutzen haben und keine andere Partei geschädigt wird. Dass das bei vielen
ClosedSource-Projekten leider nicht der Fall ist, ist eine ganz andere
Geschichte, aber ich habe etwas gegen generalisiertes Misstrauen und
finde, dass das die meisten Linux-User auch nicht nötig haben sollten.
Wenn man alles immer selber überprüfen will (wenn man das überhaupt
könnte), dann muss man auch immer erst jede Coca Cola (als Synonym für
Closed Source-Wetware) chemisch überprüfen lassen. Und ich habe was
dagegen, wenn ich zusammen mit meiner favorisierten Linux-Distribution
statt EULA's demnächst meine ganz eigene Portion Paranoia geliefert
bekommen soll.
Übrigens genauso wenig nötig haben sollten wir dieses unsägliche
Drumherumformulieren wenn wir Windows oder Microsoft meinen. Irgendwann
wird mal ein unsympathischer Mensch eine besondere Vorliebe für Wiener
Schnitzel haben, und danach müssen dann alle Speisekarten im Land neu
geschrieben werden. Das ist kindisch, hat sich aber leider eingebürgert.
Da sollten wir eigentlich drüberstehen. Oder ist jetzt zum Beispiel auch
Saumagen (als Wort) verboten, wenn man Herrn Kohl nicht so toll findet?
Nebenbei gehe ich davon aus, dass die grosse Mehrheit der Neu-Einsteiger
nicht diese (ethische? moralische?) Voreingenommenheit hat, wirklich auf
jeden Pups von unfreier Software verzichten zu wollen bzw. wird es den
meisten gar nicht klar sein, dass das so sein soll, wenn sie sich mal
überlegt haben doch dieses Linux auszuprobieren. Das sind dann die Leute,
die beim ersten Versuch eine WMV-Datei abspielen zu wollen, oder eine DVD
schauen zu wollen (hier weitere Beispiele nach Belieben einsetzen), dem
ganzen System wieder den Rücken kehren. Das kann bei einigen sogar zu
unserem Vorteil sein, ist aber insgesamt IMHO dennoch ein Nachteil, weil
diese Leute dann als Meinungsmacher-Fraktion das Image von Linux im
Allgemeinen und openSUSE im Besonderen immer weiter runterziehen a la
"Ich hab das ma probiert, aber bei dem Scheiss funzt ja nur die Hälfte!
Gut dass ich mein Vista behalten hab!". Sicher brauchen wir solche
Leuteauch nicht unbedingt, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und wenn
dann überhaupt mal wieder Linux ins Auge gefasst wird, dann weniger
restriktive Projekte wie Ubuntu. Und das nervt mich persönlich, denn das
Zeug ist definitiv nicht besser als Suse, wird aber gehyped bis in den
Himmel und zurück.
mfG, Jens
--
Um die Liste abzubestellen, schicken Sie eine Mail an:
opensuse-de+unsubscribe@xxxxxxxxxxxx
Um eine Liste aller verfuegbaren Kommandos zu bekommen, schicken
Sie eine Mail an: opensuse-de+help@xxxxxxxxxxxx
wenn das Runterladen von etwa Java und bestimmte Audio- und
Video-Codecs bei SuSE so einfach bleibt wie bisher, ändert sich ja
nichts.
Ich denke aber, wenn SuSE den Anspruch erhebt, ein vollwertiger Ersatz
von (das schlimme Wort) zu werden, erschwert es einen Unbedarften (das
schlimme Wort), zu Linux zu wechseln, wenn er irgendwelche
Verrenkunken machen muß, nur um das Urlaubsvideo seiner Familie
ansehen zu wollen.
Der "normale" Desktop-User (Nutzer) will auf den Einschaltknopf
drücken und gut ist.
Ich finde, Linux allgemein und SuSE im Besonderen sollte immer mehr
"Mainstream" werden.
Was die Nutzerzahlen angeht, lacht sich Redmond (hoffentlich nicht
auch schon zu den schlimmen Wörtern gehörig) kaputt.
Ich habe mir die Einheit Deutschlands gewünscht und mein nächster
"großer" Wunsch ist ernsthaft, das Linux Mainstream wird.
Aha, Du bist also schuld. Pass bloss auf, dass das nicht publik wird ;)
(Ich darf das, ich bin selber Zoni, oder vielmehr Wossi)
Und zurück OnTopic: Ich finde, dass die generalisierte Tabuisierung von
ClosedSource unsinnig ist. Ich hätte kein Problem damit, Nutzerverträge
und Ähnliches für kostenfreie Software zu unterschreiben bzw. zu
"unterklicken", wenn beide Seiten (also User und Ersteller) davon ihren
Nutzen haben und keine andere Partei geschädigt wird. Dass das bei vielen
ClosedSource-Projekten leider nicht der Fall ist, ist eine ganz andere
Geschichte, aber ich habe etwas gegen generalisiertes Misstrauen und
finde, dass das die meisten Linux-User auch nicht nötig haben sollten.
Wenn man alles immer selber überprüfen will (wenn man das überhaupt
könnte), dann muss man auch immer erst jede Coca Cola (als Synonym für
Closed Source-Wetware) chemisch überprüfen lassen. Und ich habe was
dagegen, wenn ich zusammen mit meiner favorisierten Linux-Distribution
statt EULA's demnächst meine ganz eigene Portion Paranoia geliefert
bekommen soll.
Übrigens genauso wenig nötig haben sollten wir dieses unsägliche
Drumherumformulieren wenn wir Windows oder Microsoft meinen. Irgendwann
wird mal ein unsympathischer Mensch eine besondere Vorliebe für Wiener
Schnitzel haben, und danach müssen dann alle Speisekarten im Land neu
geschrieben werden. Das ist kindisch, hat sich aber leider eingebürgert.
Da sollten wir eigentlich drüberstehen. Oder ist jetzt zum Beispiel auch
Saumagen (als Wort) verboten, wenn man Herrn Kohl nicht so toll findet?
Nebenbei gehe ich davon aus, dass die grosse Mehrheit der Neu-Einsteiger
nicht diese (ethische? moralische?) Voreingenommenheit hat, wirklich auf
jeden Pups von unfreier Software verzichten zu wollen bzw. wird es den
meisten gar nicht klar sein, dass das so sein soll, wenn sie sich mal
überlegt haben doch dieses Linux auszuprobieren. Das sind dann die Leute,
die beim ersten Versuch eine WMV-Datei abspielen zu wollen, oder eine DVD
schauen zu wollen (hier weitere Beispiele nach Belieben einsetzen), dem
ganzen System wieder den Rücken kehren. Das kann bei einigen sogar zu
unserem Vorteil sein, ist aber insgesamt IMHO dennoch ein Nachteil, weil
diese Leute dann als Meinungsmacher-Fraktion das Image von Linux im
Allgemeinen und openSUSE im Besonderen immer weiter runterziehen a la
"Ich hab das ma probiert, aber bei dem Scheiss funzt ja nur die Hälfte!
Gut dass ich mein Vista behalten hab!". Sicher brauchen wir solche
Leuteauch nicht unbedingt, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und wenn
dann überhaupt mal wieder Linux ins Auge gefasst wird, dann weniger
restriktive Projekte wie Ubuntu. Und das nervt mich persönlich, denn das
Zeug ist definitiv nicht besser als Suse, wird aber gehyped bis in den
Himmel und zurück.
mfG, Jens
--
Um die Liste abzubestellen, schicken Sie eine Mail an:
opensuse-de+unsubscribe@xxxxxxxxxxxx
Um eine Liste aller verfuegbaren Kommandos zu bekommen, schicken
Sie eine Mail an: opensuse-de+help@xxxxxxxxxxxx
| < Previous | Next > |