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Re: AW: Faxen leicht?
  • From: Volker Kuhlmann <list0570@xxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Sun, 23 Nov 2008 10:16:11 +1300
  • Message-id: <20081122211611.GB24445@xxxxxxxxxxxxxxx>
On Wed 05 Nov 2008 23:50:15 NZDT +1300, Johannes Reese wrote:

wenn Ihr eine ISDN-Karte von AVM (Fritz-Card) verwendet, seid Ihr auf der
sicheren Seite.

Ich habe DSL (FritzBox) auf einem analogen Anschluß. Kann ich Deine Tips auch
verwenden?

Ja schon, ob es aber alles geht ist eine andere Frage.

Ich versuche schon seit Jahren eine gute, stabile und vorzugsweise auch
billige Faxlösung aufzubauen. Mit ISDN wäre das wohl alles ganz einfach
- capiXYZ installieren, in yast eine paar Knöpfe drücken, und das sollte
es erst mal sein. Ich wohne aber nicht in Deutschland, und hier gibts
kein ISDN. Mit analogen Telefonleitungen ergibt sich folgendes Szenario:

1) Analogmodem. Die hat es mal gegeben, aber wer (ver)kauft die heute
noch. Losemodems(TM) kann man für Linux alle vergessen, die
funktionieren entweder alle nicht mehr, oder funktionieren morgen nicht
mehr. Externe Modems sind entweder alt und nicht auf dem neuesten
technischen Stand, oder neu und so kastriert, da wird der
Funktionsumfang stillschweigend reduziert, und was angeblich
funktionieren soll, läuft ganz sicher nicht stabil.

2) capiXYZ & yast: am besten deinstallieren, für analog nicht zu
gebrauchen (weil nicht dafür vorgesehen).

3) hylafax nehmen und die Anleitung auswendig lernen.

4) Ein Modem nehmen und mit init-strings usw an hylafax anpassen. Das
ein paar Wochen auf Stabilität testen und weitere Feineinstellungen
durchführen.

5) Nächstes Modem nehmen und 4) wiederholen.

Das Problem mit Modems ist, das der Fax-Teil nur als "und dann könnten
wir ja vielleicht auch noch einbauen, damit wir es auf die Packung
schreiben können, sonst kauft es keiner" angesehen wird. Für
Microsofties mag es gehen (zum Faxen Compi einschalten, Fax senden,
ausschalten - Fax empfangen? wer macht denn sowas), aber als Linuxer hat
man andere Standards.

Ein besonderes Problem ist die Distinctive-Ring Funktion (man läßt sich
eine 2. Nummer auf die gleiche Leitung schalten, die dann anders
klingelt). Das können viele Modems nicht richtig erkennen, wenn
überhaupt - siehe 1) und "nicht auf dem neuesten Stand". Das ist zum
Teil auch ein prinzipielles Problem - die Klingeltöne werden vom Modem
nur vage gemeldet, und die Zahlen haben eine statistische Komponente.

Und wenn man dann alles mal gut hat, funkt KDE/Hal dazwischen...

Es gibt wohl schon Gründe, warum ifax.com von verschiedenen Herstellern
PC-Fax-Hardware verkauft, die auch garantiert mit hylafax läuft. Das
haut dann aber richtig in die Kohle - geschäftlich ok, aber als
Privatanwender kann ich das nicht unbedingt rechtfertigen.

Also als Antwort zum Betreff: Faxen satt, ja, faxen leicht, nicht wenn
man Anforderungen stellt, wie zB daß es sich in 10 Tagen nicht
stillschweigend aufhängt.

Volker

--
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