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Re: P-ATA Raid Hostadapter
  • From: Uwe Lienig <uwe.lienig@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Mon, 16 Jun 2008 11:37:15 +0200
  • Message-id: <4856344B.2010105@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo,

ich habe mich in der Zwischenzeit nochmal etwas genauer die verfügbaren
P-ATA-Raid-Hostadapter näher angesehen. Ich sehe da das Problem, dass nicht so
richtig klar ist, wie gut oder schlecht die jeweiligen Adapter unterstützt
werden. Bei openSUSE findet man in der HKL eher wenig bis gar nichts zur
Unterstützung. Ein Durchforsten der Quellen war auch wenig ergiebig.
Wesentlich schwieriger ist es, die Marketingnamen zu konkreter Hardware
zuzuordnen. Megaraid(2) sind eine Menge verschiedene PCI-Karten. Bei 3ware ist
es ähnlich.

Hallo,

12.06.2008 12:45, Uwe Lienig wrote:
Arno Lehmann schrieb:

Eine kleine Bemerkung vorneweg: Mit dem Hinweis darauf, dass es mit
einfachen
Mitteln und vorhandener Hardware sein soll und dass ich eine
Diskussion um
Backupstrategien verhindern möchte, habe ich gehofft, dass jemand
sagt: ich habe
den und den P-ATA-Raid-Hostadapter im Betrieb und damit funktioniert,
was man zu
Raid braucht (Hot-Swap, Konfigurations-Tools unter Linux usw. usf).

Ich will aber dennoch auf die Antwort eingehen.
Hallo,

11.06.2008 08:27, Uwe Lienig wrote:
Hallo,

ich muss mit relativ einfachen Mitteln einen Backup-Server aufbauen.
Da sehe ich schon ein Paradoxon - ein Backup-Server sollte so ziemlich
das zuverlässigste Gerät im Netz sein.
Ich betreibe ein Raid-5-Array. Zum Backup setze ich Tivoli ein.
Deswegen ist
dieser Backup-Server eben nur als Backup vom Backup gedacht. Z.B.
Zwischenspeichern von Datenmengen.

Also eher kurzfristige benutzter und nicht kritischer Speicher.
Ja, so ist es. Unter bestimmten Bedingungen wollte ich aus Gründen der
Einfachheit größere Datenmengen zwischenspeichern, um beim Umorganisieren etwas
mehr Flexibilität zu haben. Dabei handelt es sich vor allem um große Mengen an
Messdaten und Simulationsergebnissen.


Geeignete
Grundsysteme sind zwar vorhanden, und ich verfüge auch über eine
größere Anzahl
von P-ATA-Festplatten.
Das klingt nach Altteilen. Würde ich nicht machen.
Alt heisst nicht schlecht!

Nee, aber alt heisst eben auch "unbekannte Zuverlässigkeit".
... oder "bekannte Zuverlässigkeit" - aber dabei möchte ich es bewenden lassen.

Es sind unbenutzte Festplatten, die als
Hardwareersatz angeschafft wurden (wir betreiben einige
Motorenprüfstände, die
Hardware lebt da normalerweise 10 Jahre und mehr. Da ist Vorsorge
wichtig!)
ASUS-Boards zählen auch nicht unbedingt zu den Wegwerfteilen (Aber
bitte: Keine
Diskussion über gute oder schlechte Boards.)
Daher dachte ich, es wäre am günstigsten, ich würde einen
Raid-Hostadapter in einen vorhandenen Rechner einbauen und könnte so
eine
akzeptable Lösung für einen Backup-Server bauen, der bei ausreichender
Leistung
für diesen Zweck geeignet ist.
Was für Backup-Software willst du nutzen?
In diesem Fall wird es rsync sein.

Ok... d.h. die Software kann nicht von sich aus mehrere getrennte
Volumes verwalten.
Brauche ich ja auch nicht, da es um's Zwischenspeichern geht und die Backups
anschließend nicht mehr gebraucht werden. Nur die Umorganisation dauert etwas
länger. Daher sollte in dieser Zeit sicher sein, dass nichts "wegkommt".


Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion darüber entfachen, ob man
ev. mit
Software-Raid sowas machen kann, welche Backup-Strategien man nehmen
sollte usw.
usf. Ich möchte eigentlich nur wissen, welche P-ATA-Raid-Hostadapter
von unter
openSUSE-10.3 gut unterstützt werden und welche Erfahrungen vorliegen
bzgl. der
Verwaltung eines P-ATA-Raid-Hostadapters (z.B. Hot-Swap, Status des
Raid,
Konfiguration, etc.). Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, sind
wohl die
3Ware oder megaraid2 Raid-Hostadapter recht gut unterstützt.
3Ware klingt nicht schlecht. Aber, wenn das mit eurer Software-Lösung zu
machen ist *und geringe Anforderungen an die Sicherheit der Backups
bestehen* wäre es auch eine Möglichkeit die Platten mit USB- oder
FireWire-Adaptern zu versehen und extern anzuschliessen.
Das würde bedeuten, viele USB-Anschlüsse zu haben, um eine größere
Kapazität
hinzukriegen.

Es gibt USB-Hubs. Und bei einer solchen Installation würden ja nie alle
Platten im Betrieb sein müssen.
Na ja, es handelt sich um größere Datenmengen, als die gegenwärtig verfügbaren
Platten fassen können. Und ich habe mich zuerst etwas davor gescheut, so eine
Lösung als md(4) aufzusetzen.


Vorteil: Du kannst die Platten zumindest vom Server trennen und im
Tresor lagern.

Nachteil: Normale Platten sind empfindlich und gehen schon bei kleineren
Stößen gerne kaputt.

Persönlich ist mir
ein Promise SX4000 in die Hände gefallen. Darüber kann man aber keine
guten
Nachrichten beim Einsatz unter Linux finden.
Hmm... ich kenne 3Ware-Adapter, habe aber keine Erfahrungen mit P-ATA
Backplanes und Hot-Swapping.

Für Hinweise und Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar.
Wirklich? Dann würde ich den Hinweis geben das ganze etwas anders
aufzuziehen ;-)
Ich sehe ein, dass ich wohl zu wenige Informationen in diese Mail
gepackt habe
und nicht so ganz klar war, weshalb ich nach solch einer Lösung suche.
Mein Ansatz war, mit einem P-ATA-Raid-Hostadapter eine günstige Lösung
für ein
hinreichend ausfallsicheres und dennoch einigermaßen leistungsfähiges
Backupsystem zu schaffen. Ich brauche es, um unter bestimmten
Bedingungen große
Datenmengen zwischenzuspeichern.

Also eben nur kurzfristig. Da sollte u.U. tatsächlich - wie Sandy
schrieb - auf Hot-Swap und ggf. auch auf Hardware-RAID verzichtet werden
können.
Ja sicher, das habe ich mir nach diesem Hinweis auch überlegt. Allerdings habe
ich auch schon Backplane-Lösungen für P-ATA gesehen. Es gab ja vor etwas
längerer Zeit noch kein S-ATA. Das von mir genutzte Raid-5 ist auch ein
P-ATA-System. Allerdings steckt da ein Power 601E drin, der sich um die
Verwaltung kümmert. Zum Host gibt es ein UltraSCSI-320-Interface. Cache (256MB)
ist auch drin. Der Server holt die meiste Zeit die benötigten Daten aus dem
Cache des Raid.


Je nachdem ob es auf Datendurchsatz ankommt könnte man dafür sogar ein
RAID-0 aufsetzen. Über sechs oder acht Platten kriegt man dann sogar mit
P-ATA Platten ein LTO-3 Laufwerk zum streamen :-)
So wie ich das sehe, macht es wohl wenig Sinn, ein P-ATA-Raid-Hostadapter mit
unbekannter Unterstützung zu verwenden. Da kann ich auch ein md(4)-Raid
verwenden. Das belastet zwar die CPU, bei einem Backup-System spielt das wohl
eher keine so große Rolle.


Arno

Herzliche Grüße
Ebenso,

Arno





Trotzdem, herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ich hatte angenommen, dass P-ATA-Raid
doch intensiver genutzt wird. Vor allem, es gibt ja eigentlich für wenig Geld
ein breites Angebot an P-ATA-Hostadaptern (z.B. bei E-Bay). Und wie gesagt, alt
ist nicht schlecht. Manchmal ist es sogar günstiger, "alte" aber auf alle Macken
getestete Hardware einzusetzen, als das Neueste zu verwenden, das vielleicht zum
unglücklichsten Zeitpunkt seine Fehler offenbart. Ich habe jedenfalls noch
keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.

Herzliche Grüße

--


Uwe Lienig
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