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Re: OT: Literatur für Anfänger
- From: Torsten Foertsch <torsten.foertsch@xxxxxxx>
- Date: Wed, 11 Jun 2008 16:03:43 +0200
- Message-id: <200806111603.43799.torsten.foertsch@xxxxxxx>
On Wed 11 Jun 2008, Martin Blank wrote:
Da hast Du Dir ganz schön was vorgenommen! Ich kann Dir keinen Tipp bzgl. Buch
geben, aber ich kann Dir meine Erfahrung mit den Eltern berichten.
Also mein Vater begann zu Zeiten von Suse 9.0 mit Linux im Alter von ca. 65.
Er war in seinem Berufsleben Rechenzentrumsleiter in einem größeren
DDR-Kombinat. Dort standen viele Nachbauten von IBM Großrechnern mit dem
entsprechenden Betriebssystem rum. Also keine Ähnlichkeit zu UNIX, DOS oder
Windows. Konzepte wie Fenster, verschachtelte Verzeichnisse oder so waren
neu.
Eine weitere Schwierigkeit bestand in der geographischen Entfernung. Ich kann
nicht eben mal vorbeigehen, um irgendwas zu reparieren. Trotzdem per SSH oder
im allergrößten Notfall per VNC über SSH kann man schon einiges tun.
Also nach der Erstinstallation habe ich mir 3 Wochen Zeit genommen, um dem
Vater eine Einleitung zu geben, nicht Vollzeit, immer nur ein paar kleine
Häppchen pro Tag.
Im Jahr danach rief er mich fast immer an, wenn er seinen Computer
anschaltete. Irgendwas hatte er immer vergessen. Es war schrecklich:
Ich: "Am unteren Rand des Bildschirms ist eine Leiste. Dort siehst Du links
einen Knopf mit einem Haus drauf. Drück da mal drauf!"
Er: "Ich seh kein Haus. Wo soll das sein?"
Ich: "Am unteren Rand"
Er: "Da ist kein Haus"
Ich: "Wo guckst Du?"
Er: "Na am unteren Rand"
Ich: "Auf dem Bildschirm?"
Er: "Nein, auf der Tastatur"
Ich: "Aha, ich meine aber den Bildschirm"
Er: "Ah! Jetzt habe ich es gefunden"
und so weiter. (Der Begriff "Knopf" hatte ihn verwirrt und automatisch auf die
Tastatur geschickt.)
Aber er lernte. Mit der Zeit wurden seine Fragen immer anspruchsvoller und
bezogen sich mehr auf die Tools, hauptsächlich OpenOffice, gimp und Mail.
Heute fragt er kaum noch. Eine neue Suse-Version meistert er ohne Probleme.
Sieht zwar alles ein bissel anders aus, aber das Prinzip ist das gleiche.
Jedoch jedes Mal, wenn ich komme, hat er eine Liste mit Fragen und Wünschen
vorbereitet. Das finde ich echt gut.
Einmal gab es ein größeres Problem, das ich nicht remote lösen konnte. Das
reiserfs sagte, die Platte wäre kaputt. Vater hatte den Strom ausgeschaltet.
Da musste der Computer halt warten, bis ich wieder mal vorbei kam.
Das Einzige, wozu ich ihn noch nicht gebracht habe, ist, in einer Mailingliste
nach Rat zu fragen.
Torsten
--
Need professional mod_perl support?
Just hire me: torsten.foertsch@xxxxxxx
--
Um die Liste abzubestellen, schicken Sie eine Mail an:
opensuse-de+unsubscribe@xxxxxxxxxxxx
Um eine Liste aller verfuegbaren Kommandos zu bekommen, schicken
Sie eine Mail an: opensuse-de+help@xxxxxxxxxxxx
Meine Mutter hat bisher immer einen weiten Bogen um alle Computer
gemacht. Nun beschäftigen sich einige ihrer Bekannte damit und sich so
begeistert, dass auch bei ihr die Angst vor der Maschine gaaanz langsam
kleiner wird.
Da hast Du Dir ganz schön was vorgenommen! Ich kann Dir keinen Tipp bzgl. Buch
geben, aber ich kann Dir meine Erfahrung mit den Eltern berichten.
Also mein Vater begann zu Zeiten von Suse 9.0 mit Linux im Alter von ca. 65.
Er war in seinem Berufsleben Rechenzentrumsleiter in einem größeren
DDR-Kombinat. Dort standen viele Nachbauten von IBM Großrechnern mit dem
entsprechenden Betriebssystem rum. Also keine Ähnlichkeit zu UNIX, DOS oder
Windows. Konzepte wie Fenster, verschachtelte Verzeichnisse oder so waren
neu.
Eine weitere Schwierigkeit bestand in der geographischen Entfernung. Ich kann
nicht eben mal vorbeigehen, um irgendwas zu reparieren. Trotzdem per SSH oder
im allergrößten Notfall per VNC über SSH kann man schon einiges tun.
Also nach der Erstinstallation habe ich mir 3 Wochen Zeit genommen, um dem
Vater eine Einleitung zu geben, nicht Vollzeit, immer nur ein paar kleine
Häppchen pro Tag.
Im Jahr danach rief er mich fast immer an, wenn er seinen Computer
anschaltete. Irgendwas hatte er immer vergessen. Es war schrecklich:
Ich: "Am unteren Rand des Bildschirms ist eine Leiste. Dort siehst Du links
einen Knopf mit einem Haus drauf. Drück da mal drauf!"
Er: "Ich seh kein Haus. Wo soll das sein?"
Ich: "Am unteren Rand"
Er: "Da ist kein Haus"
Ich: "Wo guckst Du?"
Er: "Na am unteren Rand"
Ich: "Auf dem Bildschirm?"
Er: "Nein, auf der Tastatur"
Ich: "Aha, ich meine aber den Bildschirm"
Er: "Ah! Jetzt habe ich es gefunden"
und so weiter. (Der Begriff "Knopf" hatte ihn verwirrt und automatisch auf die
Tastatur geschickt.)
Aber er lernte. Mit der Zeit wurden seine Fragen immer anspruchsvoller und
bezogen sich mehr auf die Tools, hauptsächlich OpenOffice, gimp und Mail.
Heute fragt er kaum noch. Eine neue Suse-Version meistert er ohne Probleme.
Sieht zwar alles ein bissel anders aus, aber das Prinzip ist das gleiche.
Jedoch jedes Mal, wenn ich komme, hat er eine Liste mit Fragen und Wünschen
vorbereitet. Das finde ich echt gut.
Einmal gab es ein größeres Problem, das ich nicht remote lösen konnte. Das
reiserfs sagte, die Platte wäre kaputt. Vater hatte den Strom ausgeschaltet.
Da musste der Computer halt warten, bis ich wieder mal vorbei kam.
Das Einzige, wozu ich ihn noch nicht gebracht habe, ist, in einer Mailingliste
nach Rat zu fragen.
Torsten
--
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Just hire me: torsten.foertsch@xxxxxxx
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Um eine Liste aller verfuegbaren Kommandos zu bekommen, schicken
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