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Re: Opensuse 11.0, welche KDE Version?
  • From: Thomas Hertweck <Thomas.Hertweck@xxxxxx>
  • Date: Fri, 09 May 2008 21:50:04 +0100
  • Message-id: <4824B8FC.6020508@xxxxxx>

Marco Roeben wrote:
[...]
Aber wenn eine Softwareversion so immens wichtig ist wie KDE 4.1 muss es doch
möglich sein schon langfristig daraufhin zu arbeiten sich mit dieser einen
Version zu syncronisieren.

KDE 4.1 ist wichtig fuer DICH, aber eben vielleicht nicht so wichtig
fuer andere. Dann kommt der naechste und sagt, GCC 4.4 erscheint doch
vielleicht Mitte des Jahres, koennte man nicht noch darauf warten, usw.
Und damit waeren wir wieder beim urspruenglichen Problem, wo zieht man
die Grenze und wann macht man ein Feature Freeze.

Wenn es um Projekte wie openSUSE geht, muss man azyklisch denken. Wenn
KDE 4.1 relativ kurz nach einer stabilen openSUSE 11.0 Release
erscheint, dann ist das eigentlich eine gute Sache - so hat man bis zur
Version 11.1 genug Zeit (etliche Wochen), diese KDE-Version fuer
openSUSE anzupassen und zu testen und Bugs zu bereinigen und so wird
dann hoffentlich eine wiederum stabile openSUSE 11.1 erscheinen.

Du kannst zum Beispiel auch nicht kurz vor einer Release noch mal eben
den Compiler umstellen, selbst wenn eine neue Version bereits verfuegbar
ist. Alle Pakete einer Distribution werden mit dem Standard-Compiler
uebersetzt, der dann auch mit der Distribution ausgeliefert wird. Haette
dieser einen Bug, der aufgrund der kurzen Testphase, die dann nur noch
zur Verfuegung stuende, nicht entdeckt werden koennte, koennten alle
Pakete einer Distribution betroffen sein - das waere ein komplettes
Disaster.

[...]
Wenn Novell eine stabile und gut laufende 11.0 herausbringen möchte sollten
sie meiner Meinung nach auf KDE 4.0.x als Standarddesktop verzichten. Was
macht es für einen Sinn ein KDE einzusetzen das von den Entwicklern als, ich
nenne es mal, "bedingt fertig" bezeichnet wird und in dem z.B. noch nicht
einmal PIM ordentlich integriert ist? Da dies in Verbindung mit Akonadi,
soweit ich informiert bin, erst in der 4.1 geschehen soll muss Novell hier
wieder Backports aus der "4.1" machen oder auf das "gute alte" KDE3
zurückgreifen. Beides führt meiner Erfahrung nach nicht immer zu einem
stabileren System.

Ich bin der Meinung: Entweder ein 3.5.x als Standarddesktop und die 4.0.x
zu "Testen" oder eine 4.1 als Standard und die 3.5.x für Benutzer die den
Versionssprung noch nicht mitmachen wollen.

Wenn Du genau wissen willst, warum openSUSE sich fuer die gegebene
Variante entschieden hat, wirst Du mit dem fuer die Version 11.0
verantwortlichen Projekt-Manager sprechen muessen. Diese Diskussion
sollten wir hier nicht fuehren, weil wir ohne Input dieser Person nur
spekulieren koennen, was genau die Gruende waren bzw. sind, und wildes
Spekulieren fuehrt bekanntermassen zu nichts...

Cheers, Th.



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