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Re: Dicke Kiste
  • From: Werner Flamme <werner.flamme@xxxxxx>
  • Date: Wed, 20 Feb 2008 11:09:06 +0100
  • Message-id: <47BBFC42.6040003@xxxxxx>
Andre Tann [20.02.2008 10:17]:
Hallo zusammen,

ich stehe möglicherweise bald vor der Aufgabe, eine Maschine mit ca.
10 TB Nutzlast zu bauen und als Webserver ins Netz zu hängen. Die
Nutzlast besteht im wesentlichen aus einer SQL-Datenbank (also
insgesamt LAMP), welche die Metadaten enthält. Nach denen kann man
dann suchen, und schließlich die gewünschte Datei runterladen. Die
Dateien sind Files von jeweils ca. 30 GB. Davon gibt es derzeit
etwa 100 Stück, und jedes Jahr sollen ein paar dazukommen.

Das ist alles technisch kein Problem, einzig die Größe gibt mir
etwas zu denken: wie baut man eine Maschine mit solch einem großen
Storage? Wer liefert sie, wie richtet man sie ein?

Sun X4500 ("Unterstützte Festplatten: Bis zu 48 im laufenden Betrieb
austauschbare interne 3,5-Zoll-SATA II-Festplatten mit 250 GB, 500 GB,
750 GB oder 1 TB und 7.200 U/min für eine Gesamtkapazität von bis zu 48
TB"). Bei uns ein paar im Einsatz, unter Solaris 10 mit ZFS.
Datendurchsatz bei NFS-Freigaben > 60 GB/s bei hinreichend großen Dateien.

Doch, man kann unter Solaris auch einen Webserver betreiben ;-)

Falls hier jemand schon sowas gemacht hat, würde ich mich über ein
paar Hinweise freuen, auf welche Schwierigkeiten man stößt.

Wenn die Kiste nach dem 10. Ein- und Ausschalten immer noch bootet, ist
sie OK :-). Wir hatten bei der 3. Kiste genau das Problem, dass sie nach
dem Ausschalten nicht wieder booten wollte. Steht inzwischen bei Sun im
Messlabor. Natürlich ist Solaris nicht jedermenschs Sache... Und ohne
ZFS ist die Kiste nur halb so schön :-/

Die Punkte, die mir so einfallen, wären:

- 10 TB mit 500er Platten = 20 Platten + ein paar dazu fürs
RAID/Hotspare usw. Welcher Controller erlaubt den Anschluß von über
20 Platten?

Jeder richtige RAID-Controller ;-). Sun 6xxx-Reihe z. B., da ist auch
Anschlussmöglichkeit für mehrere JBODs.

- Baut man überhaupt so große Maschinen am Stück, oder baut man
einen ganz normalen Server, an den man dann per
FireWire/Fibrechannel das Storage-Rack untendran hängt?

Das hängt von Dir ab. Wir haben beide Kombinationen im Einsatz, den
Thumper gibt es noch nicht allzu lange. Vorher hatten wir meist 1 Sun
3510 (FC)/3511 (SATA) plus 4 JBODs, jeweils 12 Platten zu 300 GB.

- Partitionstabelle: Für normale Partitionstabellen ist bei 2 TB
Schluß. Wie kriegt man eine 10-TB-Partition auf die Füße? Und
welches RAID setzt man dafür sinnvollerweise ein? Bei 20-30 Platten
dürfte ja öfter mal eine ausfallen, und ich will nicht jede Woche
hinfahren und tauschen müssen.

Was sind "normale Partitionstabellen"? Unter ZFS ist auch > 10 TB kein
Problem. Außerdem kannst Du ja in 30 GB-Scheiben partitionieren, legst
eben jede Datei in ein separates Filesystem und mountest entsprechend.

- Tja, und dann braucht man noch einen Provider, der nicht nur die
Co-Location hergibt, sondern auch nicht übellaunig wird, wenn da
kräftig an der Maschine gesaugt wird.

Tja, als Forschungseinrichtung sind wir dem DFN angeschlossen...

HTH
Werner

--
Werner Flamme, Abt. WKDV
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Permoserstr. 15 - 04318 Leipzig
Tel.: (0341) 235-1921 - Fax (0341) 235-451921
http://www.ufz.de - eMail: werner.flamme@xxxxxx
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