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Re: Benutzt überhaupt jemand Beagle?
  • From: Thomas Michalka <Thomas.Michalka@xxxxxx>
  • Date: Tue, 6 Nov 2007 12:31:07 +0100
  • Message-id: <200711061231.07796.Thomas.Michalka@xxxxxx>
Hallo zusammen,


Am Dienstag, 6. November 2007 10:05 schrieb Andre Tann:
Dennis Herber, Dienstag, 6. November 2007 09:24:
[...]

[...]

Yup, agree: Spotlight ist der Hammer.

ACK, sogar auf vergleichsweise langsamer Hardware, wie mir auf einem
älteren MacBook vorgeführt wurde.
Wenn man bedenkt, was software-mäßig machbar ist, wie es Apple ja
vorführt, dann stellt sich einem unwillkürlich die Frage nach den
"Schlafgewohnheiten" sonstiger Software-Entwickler.


Allerdings bin ich erst
über das Ding auf die Idee gekommen, mir mal ne
Desktop-Suchmachine für Linux anzuschauen.

Vielleicht sind jetzt wenigstens die KDE-Entwickler aufgewacht - die
Hoffnung habe ich zumindest, seit ich von den Projekten Strigi und
Nepomuk in KDE 4 gehört habe.


Klar, Ordnung zu halten
wäre das ideale, aber ich bezweifle mal ganz dreist, daß die
meisten User - wenn sie ehrlich zu sich selbst sind - keine
100%ige Ordnung auf dem System haben.

Auch ACK, dafür braucht's aber mehr, als nur eine (semantische)
Suchmaschine. Um die "vielen Chaoten" ;-) vom Erzeugen der
Unordnung abzuhalten, wären ausgefeilte Mechanismen zur
systematischen Organisation von Daten nötig, wie z.B. ein
Metadateisystem, das als eine Art Datenbank eine Schicht über den
Dateien im eigentlichen Dateisystem bildet und etliche Metadaten
(Infos über die eigentlichen Dateien) sowie eine Stichwortdatenbank
zur Verfügung stellt.

Außerdem bräuchte es Mechanismen, die die Sichtbarkeit von Daten
regeln, so daß bestimmte Daten nur aus bestimmten
(Projekt-)Umgebungen heraus sicht- und manipulierbar sind.

Überhaupt wäre nach Jahrzehnten der Objektorientierung in der
Software-Entwcklung eine ebensolche auf dem Desktop angesagt, finde
ich. Daten und Werkzeuge (Programme) sollten eine Einheit bilden,
so daß der (möglicherweise unbedarfte) Benutzer, der den Computer
nur als Arbeits- und Hilfsmittel versteht, sich weder um den
Ablageort von Daten noch um die Verwendung bestimmter Programme
kümmern muß. Ansätze dazu gibt es ja schon lange (Klick auf Datei
startet Programm, das die Datei lädt), aber sind bisher leider im
Ansatz stecken geblieben, finde ich.


Wie soll das bei Platten in der Größenordnung im dreistelligen
GB-Bereich auch funktionieren? Es ist doch völlig unmöglich, daß
ich jede Mail der letzten fünf Jahre persönlich kenne und
wiederfinde.

Stimmt. Deswegen braucht es eben nicht nur Desktop-Suchmaschinen,
weil einem manchmal (nach Monaten oder Jahren) auch kein richtiges
Stichwort mehr einfällt, sondern Organisationsmechanismen, die
einem - natürlich bei voller Kontrolle durch den Anwender - bei der
systematischen Ablage von Daten helfen. Das könnte auch die
nichtchaotischen Ordnungsliebenden noch um einiges produktiver
machen.

All das darf sich natürlich nicht auf die lokale Platte beschränken,
sondern muß auch entfernte Daten sowie über unterschiedlichste
Protokolle (z.B. Mails über IMAP) einbeziehen. Leider ist man dann
von den oft eingeschränkten (Such-)Möglichkeiten dieser Protokolle
abhängig. Vielleicht muß man dann auch noch einen unversellen
Server entwickeln, der unter Umgehung solcher Protokolle auf
verschiedenste Datenablageformate zugreifen kann.


Gruß, Tom
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