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Re: Netzwerk/User/Mail: wo mit Lesen beginnen?


Sandy Drobic schrieb:
Daniel Bauer wrote:
Vielen Dank Sandy für die ausführliche, aufschlussreiche Antwort!

On Dienstag, 7. August 2007, Sandy Drobic wrote:
Daniel Bauer wrote:
Gelegentlich stehe ich vor der Aufgabe, ein kleines Firmennetzwerk (LAN)
einzurichten.
Fange doch am besten ganz am Anfang an. (^-^)

Für mich gehört dazu ein Konzept, was im Netzwerk alles möglich sein soll,
wie bestimmte administrative Verantwortlichkeiten geregelt werden und für
welche Möglichkeiten zumindest die Option gegeben sein soll.
Damit bin ich am Anfangen. Nur, bevor ich weiss, wie was geregelt werden soll, muss ich mich zuerst mal darüber schlau machen, was überhaupt möglich/sinnvoll ist...

Weisst du ein schlaues Buch, das mich (am liebsten auf Deutsch) in die Geheimnisse der Netzwerkerei einführt, so in der Art, wie das der Herr Kofler mit seinem Linux-Buch macht?

es gibt einige Bücher ..seltener aber ein "all in one" Buch...

Sorry, direkt Lektüre kenne ich dafür nicht. Ich empfehle dir, den SLES
einmal runterzuladen und zu testen. Vielleicht wird dann vieles schon von
alleine klar, insbesondere bezüglich der Benutzerverwaltung.

Zweite Frage, die zu klären ist, betrifft das Budget. Bei einem neuen
Netzwerk steht für mich immer klar, dass der zentrale Server ein
ordentliches RAID5 bekommt
In *diesem speziellen Fall* sehe ich die Vorteile von RAID5 nicht ganz klar (lasse mich aber gerne korrigieren):

- Datensicherheit: aus spezifischen Gründen wäre es hier nicht weiter tragisch, wenn die Daten eines einzelnen Tages (z.B. wg. Disc-Crash) verloren gingen (wären einfach rekonstruierbar, angesichts des Risikos wahrscheinlich zu insgesamt geringeren Kosten als der sonstige Administrationsaufwand)
- Geschwindigkeit: serverseitig läuft hauptsächlich eine einfache MySQL/php-Anwendung mit nur wenig Zugriffen und geringem Datenbestand von nur einigen 100 MBs. Es sind höchstens 10 Arbeitsplätze angeschlossen.

Vorsichtig! Serverhardware setzt man nicht ein, weil sie die beste
Leistung bringen, sondern weil sie auf hohe Verfügbarkeit und Robustheit
konzipiert ist.
Wenn der Server wegen Plattencrash steht, dann sind nicht nur die Daten
des aktuellen, nicht im Backup enthaltenen Tages weg, sondern auch die
Produktivität des Tages. Du hast 10 Mitarbeiter, die sich das ganze müßig
anschauen, Däumchen drehen und in der Zwischenzeit bezahlt werden wollen.

Dazu kommt der Aufwand für das Rekonstruieren der Daten und die Probleme,
wenn man Kunden berichten darf, dass man im Augenblick leider nicht auf
die Rechnungen zugreifen kann und man sich zurückmeldet, sobald die IT
wieder läuft.

Deshalb sind die absoluten Kosten erheblich höher, als es auf den ersten
Blick scheint.


Bei diesem Betrag sollte es auch drin sein, einen SLES als zentralen
Server zu nehmen, dann vereinfacht sich nämlich die Administration um
vieles.
SLES wäre die geboxte Kaufversion, nicht? Hat das gewichtige Vorteile gegenüber openSuse?

Nö, das ist eine Distro, die auf den Unternehmenseinsatz konzipiert wurde.
Ist nur verwandt mit Opensuse.

kannst auch SuSE 10.2 /10.3 nehmen ...bloss eben .. für den SLES gibts 5 Jahre
garantiert Patches ..
für Susi-Standard -> hilf dir selbst...


Vorteil:
- auf allen PCs das gleiche Homeverzeichnis. Viele Anwendungen lieben das.
Wenn der Server die Bremse ist, dann fluchen aber die User, also ein
vernünftiges RAID/Netzwerk für den Server anschaffen.
Ich denke, bei max. 10 Usern sollte das auch mit einem mittelmässigen PC als Server kein Problem sein.
Oder sehe ich das falsch?

Ich denke schon. Siehe oben bezüglich Verfügbarkeit.

technisch egal, Zuverlässigkeit/Verfügbarkeit.. RAID - obwohl keine Daten
drauf sind ??

- zentrales Backup der Dateien/Mails möglich

- zentraler Zugriff auf die Dateien möglich

- Workstations haben normalerweise kein RAID, deshalb fällt irgendwann
immer ein Platte mal aus. Mit Daten-nur-auf-Server-Policy kann man
gelassen mit der Achsel zucken, das Installations-Image auf eine neue
Platte ziehen und den Rechner wieder ans Netz klemmen.

Nachteil:
- Netzwerk muss wirklich stabil und leistungsfähig sein, sonst schreien
die Leute.
Ich bin 2km entfernt und hab einen Telefonbeantworter mit Lautstärke-Regulierung :-)

vpn/ssl-login bei Bedarf sollte doch kein wirkliches Problem sein


Im Ernst:
Was heisst "wirklich stabil und leistungsfähig"?

Wir hatten einige HP-Switche, welche ab und zu mal einfach kurz abstürzten
und damit dann die netzwerkanwendungen abschossen. :-(
Seit wir auf Linksys-Switche gewechselt haben, gibt es keine Probleme mehr
und ich muss nicht für dutzende von Anwendern die Sessions manuell abmelden.

zum Beispiel.... bevor man anfängt sollte man wissen, was man will -
was wichtig ist
was unwichtig ist
Userfluchen ist umsonst...

gut .. fast alles hat Sandy schon beschrieben...... es reicht schon, einen Tag
"nacharbeiten" zu müssen.
Was ist mit Mails ?.. sind die auch von dem Tag weg ?.. mySQL mit 100 MB
..wirklich nicht mehr ?..keine Fileservices ? nicht unbedingt heute, aber wenn es steht
..läuft es "paar Donnerstage"
der Server sollte es auch nicht zu warm haben... auch nicht im Sommer...sonst
schnippen die Laufzeiten der Baugruppen
ganz schnell nach unten! Platten kann man durch 10 Grad "mehr" drastisch in
ihrer Lebensdauer verkürzen! als Beispiel...

.. wobei - siehe oben- HP zählt noch eher zu den besseren Herstellern...

na ja ... vorher GUT überlegen ... im Betrieb zu ändern wird immer ein Problem
..(zumindest ist es mir immer so ergangen)

Gruss
Fred




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