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Re: IP Vergabe für zwei Netzwerkkarten unter SuSE-10.1
- From: Thomas Arend <ml@xxxxxxxxxxxx>
- Date: Fri, 23 Mar 2007 20:11:37 +0100
- Message-id: <200703232011.42339.ml@xxxxxxxxxxxx>
Hallo Micha,
> Ich quäl mich hier gerade mit der Einrichtung von zwei
> Netzwerkkarten unter SuSE-10.1 rum.
> Das Problem das ich hierbei habe ist, das ich nicht beide Karten in
> das selbe Broadcast aufnehmen kann. Sobald ich das versuche bricht
> hier die Verbindung zum Router ab.
Was nur logisch ist, da der Weg ja nicht mehr eindeutig ist und die eine Karte
keine Verbindung zum Router hat.
>
> Ich quäl mich hier gerade mit der Einrichtung von zwei
> Netzwerkkarten unter SuSE-10.1 rum.
> Das Problem das ich hierbei habe ist, das ich nicht beide Karten in
> das selbe Broadcast aufnehmen kann. Sobald ich das versuche bricht
> hier die Verbindung zum Router ab.
Logisch.
>
> Aber zurück zum Anfang ... hier mal die Konfiguration wie sie
> derzeitig vorgenommen ist, und wie sie soweit funktioniert.
>
> eth0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:0C:6E:7F:1C:40
> inet Adresse:192.168.3.1 Bcast:192.168.3.255
> Maske:255.255.255.0
> UP BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metric:1
> RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
> RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)
> Interrupt:185 Basisadresse:0xc000
>
> eth1 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:30:84:40:B5:90
> inet Adresse:192.168.2.2 Bcast:192.168.2.255
> Maske:255.255.255.0
> inet6 Adresse: fe80::230:84ff:fe40:b590/64
> Gültigkeitsbereich:Verbindung
> UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
> RX packets:2609 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:3095 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
> RX bytes:1934202 (1.8 Mb) TX bytes:452434 (441.8 Kb)
> Interrupt:225
>
> lo Protokoll:Lokale Schleife
> inet Adresse:127.0.0.1 Maske:255.0.0.0
> inet6 Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
> UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
> RX packets:1161 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:1161 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:0
> RX bytes:310792 (303.5 Kb) TX bytes:310792 (303.5 Kb)
Perfekt.
>
> Also ...
>
> eth0 ist eine Onboard Netzwerkkarte die ich für das interne Netzwerk
> nutzen möchte, die aber auch via IP Forwarding zugriff auf das
> Internet haben soll.
>
> eth1 ist eine Netzwerkkarte die mit dem Router verbunden ist.
>
> In die Datei /etc/sysconfig/network/routes hab ich IF eth1
> eingetragen...
> default 192.168.2.1 - eth1
Auch in Ordnung.
>
> Soweit funktionierts erst mal.
> Wenn ich nun aber der Onboard Netztwerkkarte die Adresse
> 192.168.2.3 zuweise (sie also in das selbe Broadcast aufnehme wie
> den Router), bricht hier die Verbindung zum Router ab...
>
> Hab ich jetzt hier nen Denkfehler ?
Ja. Wozu soll das gut sein? Dein Rechner hat jetzt zwei Adressen aus
192.168.2.0/24, die eth0 kann aber den Router garnicht erreichen.
> Alles was ich möchte ist letztlich, das Linux als Router arbeitet,
> und Rechner die an der zweiten Netztwerkarte angeschlossen werden
> Zugriff aufs Internet haben....
Ich würde folgendes manchen:
1. Der eth1 Karte des Servers eine feste Adresse geben und nicht durch DHCP
des Routers zuweisen lassen, denn sie könnte sich auch mal ändern, muss
allerdings nicht. Ich bin mir auch nicht ganz im Klaren, was für folgen es
für die Firewall hat.
Server:
eth1 = 192.168.2.2
eth0 = 192.168.3.2
default gw = 192.168.2.1 (route add default gw 192.168.2.1
IP Forwarding einschalten
unter "yast2 firewall"
1. eth1 als externe Schnittstelle einrichten
2. eth0 als interne Schnittstelle einrichten
3. Masquerading einschalten (erfordert eine externe Schnittstelle)
Clients:
mit fester IP aus 192.168.3.0/24
oder DHCP aus 192.168.3.0/24 auf dem Server für eth0 einrichten
default gw = 192.168.3.2
( route add default gw 192.168.3.2)
Da du nur einen Rechner hast, reicht eine feste IP.
Ohne NAT muss eine statische Route auf dem Server für 192.168.3.0/24 mit
Gateway 192.168.2.2 (= eth1 des Servers) eingerichtet werden. Dies geht nicht
bei allen Routern, Beispiele:
NetGear WGR 614 :-) ja
Telekom Speedport W 700/1 V :-( nein
Anmerkung: Wenn die Karte eth1 als externe Schnittstelle definiert ist, dann
wird sie die Pakete von 192.168.2.0/24 abweisen, wenn die Verbindung nicht
über NAT von den Clients aufgebaut wurde.
Ich hoffe, die Erklärung ist einigermaßen verständlich und hilft dir weiter.
Ansonsten schau mal unter dem Thread "openSuSE als router mit wlan und
ethernet"
--
Thomas Arend, Rheinbach
www.t-arend.de | www.arend-whv.de
icq:133073900 | aim:tawhv
> Ich quäl mich hier gerade mit der Einrichtung von zwei
> Netzwerkkarten unter SuSE-10.1 rum.
> Das Problem das ich hierbei habe ist, das ich nicht beide Karten in
> das selbe Broadcast aufnehmen kann. Sobald ich das versuche bricht
> hier die Verbindung zum Router ab.
Was nur logisch ist, da der Weg ja nicht mehr eindeutig ist und die eine Karte
keine Verbindung zum Router hat.
>
> Ich quäl mich hier gerade mit der Einrichtung von zwei
> Netzwerkkarten unter SuSE-10.1 rum.
> Das Problem das ich hierbei habe ist, das ich nicht beide Karten in
> das selbe Broadcast aufnehmen kann. Sobald ich das versuche bricht
> hier die Verbindung zum Router ab.
Logisch.
>
> Aber zurück zum Anfang ... hier mal die Konfiguration wie sie
> derzeitig vorgenommen ist, und wie sie soweit funktioniert.
>
> eth0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:0C:6E:7F:1C:40
> inet Adresse:192.168.3.1 Bcast:192.168.3.255
> Maske:255.255.255.0
> UP BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metric:1
> RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
> RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)
> Interrupt:185 Basisadresse:0xc000
>
> eth1 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:30:84:40:B5:90
> inet Adresse:192.168.2.2 Bcast:192.168.2.255
> Maske:255.255.255.0
> inet6 Adresse: fe80::230:84ff:fe40:b590/64
> Gültigkeitsbereich:Verbindung
> UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
> RX packets:2609 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:3095 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
> RX bytes:1934202 (1.8 Mb) TX bytes:452434 (441.8 Kb)
> Interrupt:225
>
> lo Protokoll:Lokale Schleife
> inet Adresse:127.0.0.1 Maske:255.0.0.0
> inet6 Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
> UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
> RX packets:1161 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
> TX packets:1161 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
> collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:0
> RX bytes:310792 (303.5 Kb) TX bytes:310792 (303.5 Kb)
Perfekt.
>
> Also ...
>
> eth0 ist eine Onboard Netzwerkkarte die ich für das interne Netzwerk
> nutzen möchte, die aber auch via IP Forwarding zugriff auf das
> Internet haben soll.
>
> eth1 ist eine Netzwerkkarte die mit dem Router verbunden ist.
>
> In die Datei /etc/sysconfig/network/routes hab ich IF eth1
> eingetragen...
> default 192.168.2.1 - eth1
Auch in Ordnung.
>
> Soweit funktionierts erst mal.
> Wenn ich nun aber der Onboard Netztwerkkarte die Adresse
> 192.168.2.3 zuweise (sie also in das selbe Broadcast aufnehme wie
> den Router), bricht hier die Verbindung zum Router ab...
>
> Hab ich jetzt hier nen Denkfehler ?
Ja. Wozu soll das gut sein? Dein Rechner hat jetzt zwei Adressen aus
192.168.2.0/24, die eth0 kann aber den Router garnicht erreichen.
> Alles was ich möchte ist letztlich, das Linux als Router arbeitet,
> und Rechner die an der zweiten Netztwerkarte angeschlossen werden
> Zugriff aufs Internet haben....
Ich würde folgendes manchen:
1. Der eth1 Karte des Servers eine feste Adresse geben und nicht durch DHCP
des Routers zuweisen lassen, denn sie könnte sich auch mal ändern, muss
allerdings nicht. Ich bin mir auch nicht ganz im Klaren, was für folgen es
für die Firewall hat.
Server:
eth1 = 192.168.2.2
eth0 = 192.168.3.2
default gw = 192.168.2.1 (route add default gw 192.168.2.1
IP Forwarding einschalten
unter "yast2 firewall"
1. eth1 als externe Schnittstelle einrichten
2. eth0 als interne Schnittstelle einrichten
3. Masquerading einschalten (erfordert eine externe Schnittstelle)
Clients:
mit fester IP aus 192.168.3.0/24
oder DHCP aus 192.168.3.0/24 auf dem Server für eth0 einrichten
default gw = 192.168.3.2
( route add default gw 192.168.3.2)
Da du nur einen Rechner hast, reicht eine feste IP.
Ohne NAT muss eine statische Route auf dem Server für 192.168.3.0/24 mit
Gateway 192.168.2.2 (= eth1 des Servers) eingerichtet werden. Dies geht nicht
bei allen Routern, Beispiele:
NetGear WGR 614 :-) ja
Telekom Speedport W 700/1 V :-( nein
Anmerkung: Wenn die Karte eth1 als externe Schnittstelle definiert ist, dann
wird sie die Pakete von 192.168.2.0/24 abweisen, wenn die Verbindung nicht
über NAT von den Clients aufgebaut wurde.
Ich hoffe, die Erklärung ist einigermaßen verständlich und hilft dir weiter.
Ansonsten schau mal unter dem Thread "openSuSE als router mit wlan und
ethernet"
--
Thomas Arend, Rheinbach
www.t-arend.de | www.arend-whv.de
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