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Re: Versteckte primär e Partition nutzbar machen
- From: David Haller <lists@xxxxxxxxxx>
- Date: Sat, 27 May 2006 14:58:02 +0200
- Message-id: <20060527125802.GA8018@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo,
Am Sam, 27 Mai 2006, Achim Schäfer schrieb:
>Ich habe vor Urzeiten eine versteckte, zweite primäre Partition
>angelegt, diese aber nie genutzt. Jetzt wird mein Festplattenplatz
>knapp und ich würde diese Partition gerne zusätzlich nutzen.
>
>Meine Idee wäre, diese Partition zu formatieren, unter Linux sichtbar zu
>machen und unter Windows (wie gehabt) zu verstecken. Damit hätte ich
>unter Linux zusätzlich Festplattenplatz zur Verfügung.
Mit welchem Dateisystem?
[..]
>Ich würde folgendes tun:
>
>1. Einen Mountpunkt anlegen.
>
>2. Mit Yast /dev/hda2 formatieren und dem Mountpunkt zuordnen.
>Dann sollte in der /etc/fstab ein entsprechender Eintrag auftauchen. Das
>würde ich kontrollieren.
Mach's "zu Fuss".
mke2fs -j /dev/hda2
>3. grub so konfigurieren, dass er beim Start von Windows /dev/hda2 =
>(hd0,1) versteckt und beim Start von Linux aufdeckt.
>
>Mit Punkt 3 bin ich noch unsicher.
>'info grub' liest sich so, als hätte "hide" nur für Windows einen
>Effekt. Kann ich ggf. die versteckte Partition unter Linux direkt
>mounten, ohne mit "unhide" zu arbeiten? Dann müsste ich an der menu.lst
>nichts anpassen?
Ja. Bzw. abhaengig davon, ob Windows den Partitionstyp / das
Dateisystem kennt.
>Davids Beispiel (aus o.g. Thread) sah noch etwas anders aus:
>- Bei "chainloader" stand noch (hd0,0) drin. Brauche ich das?
Noe.
>- Am Ende kam (bei Windows) noch ein "makeactive". Dazu habe ich in
>'info grub' nichts gefunden. Was tut das?
Das setzt das 'boot'-Flag (Sternchen in der 'fdisk -l' Ausgabe), das
die vom (DOS-) MBR-Code zu startende Partition kennzeichnet.
>Brauche ich das auch noch?
Nein.
>Meine Partitionierung:
>$ fdisk -l
>Platte /dev/hda: 45.0 GByte, 45020602368 Byte
>255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 5473 Zylinder
>Einheiten = Zylinder von 16065 * 512 = 8225280 Bytes
>
> Gerät Boot Start End Blocks Id System
>/dev/hda1 * 1 466 3743113+ c W95 FAT32 (LBA)
>/dev/hda2 467 973 4072477+ 93 Amoeba
[..]
>Und eine letzte Frage noch:
>Wie zum Teufel kommt der Partitionstyp "Amoeba" zustande? Hat
>irgendjemand eine Idee?
0x83 + 0x10 = ?
Wenn du die Partition mit nem Linux-Dateisystem formatieren willst
dann setze den Typ der Partition auf 0x83
fdisk /dev/hda
=> t
=> 2
=> 83
=> p (Kontrolle)
=> w
formatiere die Partition
mke2fs -j /dev/hda2
und schreibe per Hand einen passenden Eintrag in die fstab z.B.:
/dev/hda2 /mountpunkt ext3,ext2 defaults 0 2
Wenn du die Partition mit VFAT/NTFS formatieren willst:
Typ auf 0x1C (versteckte FAT32 LBA) setzen (wie oben, 1c statt 83)
mkdosfs -F 32 -v -c /dev/hda2
Fstab:
/dev/hda2 /mountpunkt vfat defaults 0 0
Oder wie du die vfat eben mounten willst.
Linux interessiert der Partitionstyp nicht wirklich.
An der Grub-Konfiguration brauchst du nix zu aendern.
-dnh
--
Well I wish you'd just tell me rather than try to engage my
enthusiasm, because I haven't got one. -- Marvin
Am Sam, 27 Mai 2006, Achim Schäfer schrieb:
>Ich habe vor Urzeiten eine versteckte, zweite primäre Partition
>angelegt, diese aber nie genutzt. Jetzt wird mein Festplattenplatz
>knapp und ich würde diese Partition gerne zusätzlich nutzen.
>
>Meine Idee wäre, diese Partition zu formatieren, unter Linux sichtbar zu
>machen und unter Windows (wie gehabt) zu verstecken. Damit hätte ich
>unter Linux zusätzlich Festplattenplatz zur Verfügung.
Mit welchem Dateisystem?
[..]
>Ich würde folgendes tun:
>
>1. Einen Mountpunkt anlegen.
>
>2. Mit Yast /dev/hda2 formatieren und dem Mountpunkt zuordnen.
>Dann sollte in der /etc/fstab ein entsprechender Eintrag auftauchen. Das
>würde ich kontrollieren.
Mach's "zu Fuss".
mke2fs -j /dev/hda2
>3. grub so konfigurieren, dass er beim Start von Windows /dev/hda2 =
>(hd0,1) versteckt und beim Start von Linux aufdeckt.
>
>Mit Punkt 3 bin ich noch unsicher.
>'info grub' liest sich so, als hätte "hide" nur für Windows einen
>Effekt. Kann ich ggf. die versteckte Partition unter Linux direkt
>mounten, ohne mit "unhide" zu arbeiten? Dann müsste ich an der menu.lst
>nichts anpassen?
Ja. Bzw. abhaengig davon, ob Windows den Partitionstyp / das
Dateisystem kennt.
>Davids Beispiel (aus o.g. Thread) sah noch etwas anders aus:
>- Bei "chainloader" stand noch (hd0,0) drin. Brauche ich das?
Noe.
>- Am Ende kam (bei Windows) noch ein "makeactive". Dazu habe ich in
>'info grub' nichts gefunden. Was tut das?
Das setzt das 'boot'-Flag (Sternchen in der 'fdisk -l' Ausgabe), das
die vom (DOS-) MBR-Code zu startende Partition kennzeichnet.
>Brauche ich das auch noch?
Nein.
>Meine Partitionierung:
>$ fdisk -l
>Platte /dev/hda: 45.0 GByte, 45020602368 Byte
>255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 5473 Zylinder
>Einheiten = Zylinder von 16065 * 512 = 8225280 Bytes
>
> Gerät Boot Start End Blocks Id System
>/dev/hda1 * 1 466 3743113+ c W95 FAT32 (LBA)
>/dev/hda2 467 973 4072477+ 93 Amoeba
[..]
>Und eine letzte Frage noch:
>Wie zum Teufel kommt der Partitionstyp "Amoeba" zustande? Hat
>irgendjemand eine Idee?
0x83 + 0x10 = ?
Wenn du die Partition mit nem Linux-Dateisystem formatieren willst
dann setze den Typ der Partition auf 0x83
fdisk /dev/hda
=> t
=> 2
=> 83
=> p (Kontrolle)
=> w
formatiere die Partition
mke2fs -j /dev/hda2
und schreibe per Hand einen passenden Eintrag in die fstab z.B.:
/dev/hda2 /mountpunkt ext3,ext2 defaults 0 2
Wenn du die Partition mit VFAT/NTFS formatieren willst:
Typ auf 0x1C (versteckte FAT32 LBA) setzen (wie oben, 1c statt 83)
mkdosfs -F 32 -v -c /dev/hda2
Fstab:
/dev/hda2 /mountpunkt vfat defaults 0 0
Oder wie du die vfat eben mounten willst.
Linux interessiert der Partitionstyp nicht wirklich.
An der Grub-Konfiguration brauchst du nix zu aendern.
-dnh
--
Well I wish you'd just tell me rather than try to engage my
enthusiasm, because I haven't got one. -- Marvin
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