Mailinglist Archive: opensuse-de (2782 mails)
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Re: Das wars wohl
- From: Peter Bingel <peter@xxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Wed, 27 Apr 2005 21:15:12 +0200
- Message-id: <200504272115.12738.peter@xxxxxxxxxxxxxxx>
Am Mittwoch, 27. April 2005 07:48 schrieb Matthias Houdek:
> Hm, wenn etwas unter einer Distri geht, dann sollte es bis auf wenige
> Ausnahmen (selbstgestrickte Kernel-Patches der Distri z.B.) auch mit
> anderen machbar sein, evtl. mit der Suche nach den Quellen der
> Programme. Aber es stimmt schon, von Hause aus gibt es da durchaus
> Differenzen.
>
Hallo,
ich habe seit Weinachten installiert und unter dem Gesichtspunkt
Hardwareerkennung und Desktoptauglichkeit getestet:
Ubuntu, Debian Sarge, Mandrake, SphinxOS, Mepis, Aurox - und natürlich Suse
(eigentlich alle Suse ab der 5.0).
Ohne den ganzen Schmarrn im einzelnen zu erzählen: es gab _keine_ Distri, bei
der alles sofort und problemlos auf den drei Testrechnern lief. Die
Schwächste war - ich muss es leider sagen - Debian Sarge.
Am besten schnitten ab: Mandrake 10.1 und Suse 9.2 / 9.3. Das neueste Ubuntu
habe ich z. B. gerade von der Platte gebannt, weil es unter anderem aus
welchen Gründen auch immer den/die Updateserver partout nicht
finden/einbinden wollte.
Also: Es gibt _die_ alles lösende Linuxdistri nicht.
Weiter: Der Kreis der Tester ist in Bezug auf die Millionen möglichen
Hardwarekombinationen relativ klein. Dazu kommt der Fluch der Kompatibilität:
kompatibel ist eben nicht gleich. Vieles was einer Distri in die Schuhe
geschoben wird, liegt z. B. am neuen Kernel, der plötzlich mit Hardware xyz
es nicht mehr tut, obwohl er´s müsste, weil´s der alte tat. Die Debian-Leute
haben die gleichen Erfahrungen gemacht.
Genau aus diesem Grund hat MS z. B. die Treiberentwicklung in die Hände der
einzelnen Hersteller gelegt: Das hat zwar seine Nachteile fürs System, aber
das ist ja egal, weil soswieso es alle benutzen - und MS ist aus dem
Schneider, kann auch keine Prügel mehr beziehen, den schwarzen Peter haben
die Hersteller.
Hier ist das anders. der Distributor ist jeweils der Prügelknabe.
Einziges Hilfsmittel: Längere Release-Zeiten, Feigabe einer Betaversion.
Mandriva ist auf einen jährlichen Zyklus gegangen.
Suse sollte das auch tun und Betas zum Testen ins Netz stellen.
Gruß
Peter
> Hm, wenn etwas unter einer Distri geht, dann sollte es bis auf wenige
> Ausnahmen (selbstgestrickte Kernel-Patches der Distri z.B.) auch mit
> anderen machbar sein, evtl. mit der Suche nach den Quellen der
> Programme. Aber es stimmt schon, von Hause aus gibt es da durchaus
> Differenzen.
>
Hallo,
ich habe seit Weinachten installiert und unter dem Gesichtspunkt
Hardwareerkennung und Desktoptauglichkeit getestet:
Ubuntu, Debian Sarge, Mandrake, SphinxOS, Mepis, Aurox - und natürlich Suse
(eigentlich alle Suse ab der 5.0).
Ohne den ganzen Schmarrn im einzelnen zu erzählen: es gab _keine_ Distri, bei
der alles sofort und problemlos auf den drei Testrechnern lief. Die
Schwächste war - ich muss es leider sagen - Debian Sarge.
Am besten schnitten ab: Mandrake 10.1 und Suse 9.2 / 9.3. Das neueste Ubuntu
habe ich z. B. gerade von der Platte gebannt, weil es unter anderem aus
welchen Gründen auch immer den/die Updateserver partout nicht
finden/einbinden wollte.
Also: Es gibt _die_ alles lösende Linuxdistri nicht.
Weiter: Der Kreis der Tester ist in Bezug auf die Millionen möglichen
Hardwarekombinationen relativ klein. Dazu kommt der Fluch der Kompatibilität:
kompatibel ist eben nicht gleich. Vieles was einer Distri in die Schuhe
geschoben wird, liegt z. B. am neuen Kernel, der plötzlich mit Hardware xyz
es nicht mehr tut, obwohl er´s müsste, weil´s der alte tat. Die Debian-Leute
haben die gleichen Erfahrungen gemacht.
Genau aus diesem Grund hat MS z. B. die Treiberentwicklung in die Hände der
einzelnen Hersteller gelegt: Das hat zwar seine Nachteile fürs System, aber
das ist ja egal, weil soswieso es alle benutzen - und MS ist aus dem
Schneider, kann auch keine Prügel mehr beziehen, den schwarzen Peter haben
die Hersteller.
Hier ist das anders. der Distributor ist jeweils der Prügelknabe.
Einziges Hilfsmittel: Längere Release-Zeiten, Feigabe einer Betaversion.
Mandriva ist auf einen jährlichen Zyklus gegangen.
Suse sollte das auch tun und Betas zum Testen ins Netz stellen.
Gruß
Peter
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