Mailinglist Archive: opensuse-de (3513 mails)
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RE: Heute schon www.suse.de besucht und gestaunt?
- From: "Jens M. Guessregen" <jens@xxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Thu, 9 Dec 2004 15:35:37 +0100
- Message-id: <001f01c4ddfc$59faeb10$f7c809c0@Sputnik>
Moin
Aber rechtfertigt das, diese Leistung vorrauszusetzen?
Ich denke eher nein.
Die benötigte Resource sollte sich doch an den tatsächlichen
Bedürfnissen der Applikation orientieren,
Und nicht an dem, was gerede aktuell an Resourcen angeboten wird.
Vor einiger Zeit gab es hier einen langen Thread, weil das Finanzamt
Unternehmer zur Vorhaltung bestimmter EDV zwingen will.
Aber letztlich tut das heut fast jedes OS, wenn es bestimmte Resourcen
erwartet.
Ich meine, ich hab nix gegen schnelle Rechner, aber ich denke, man
sollte mehr Zeit in Optimierung und Fehlerbehebung investieren, als
ständig mit neuen Funktionen und Features daherzukommen. Und das gilt
sowohl für MS als auch für Linux.
Nein, eher alles Unternehmen, die durch den Einfluss fremden Kapitals
ihrer Handlungsfähigkeit beraubt wurden.
Eigentlich alle Firmen, die Du da nennst, hatten erst massive Probleme,
nachdem profitorientierte Kapitalgeber (in erster Linie Banken) den Ton
angaben.
Und keines der obigen Unternehmen wurde noch von den ursprünglichen
"Unternehmern" geführt. Zum Beispiel Grundig, dort hat sich die Familie
schon lange vorher zurückgeszogen und nur noch dem geldzählen
verschrieben ...
Und genau das ist die Vereinfachung.
Die Frage ist doch, wer weniger Autos verkauft hätte?
Die Kunden von Opel sind nicht zu Mercedes, BMW oder VW abgewandert,
sondern zu ausländischen Importeuren, die sich in ähnlichen
Preisregionen bewegen wie Opel.
Bei Opel haben die Probleme angefangen, als die Umsätze zusammenbrachen
wegen extrem schlechter Qualität (Lopez), als die Fahrzeuge bereits
rostend aus derFabrik kamen, weil Herr Lopez meinte, auf billigeren Lack
und weniger Lackschichten umsteigen zu müssen.
Und so ein Image wird man halt so schnell nicht mehr los.
Und dort wird das genauso tot geschwiegen ;-)
VW hatte letztlich das Glück, dass sich das Golf III Desaster nicht in
dem Ausmass wiederholt hat, wie zuvor bei Opel.
Gruss Jens
Klar, die Technik schreitet immer weiter voran, aber warumbeteiligt man
sich am zwangsweisen Wettrüsten?textverarbeitung
90% aller Rechner im Desktop-Bereich werden für simple
benutzt, wofür bitte brauche ich hier 3 GHz Prozessoren und 1 Gbyte
Speicher?
Weil 90% aller verkauften Rechner dieser Kategorie entsprechen?
Aber rechtfertigt das, diese Leistung vorrauszusetzen?
Ich denke eher nein.
Die benötigte Resource sollte sich doch an den tatsächlichen
Bedürfnissen der Applikation orientieren,
Und nicht an dem, was gerede aktuell an Resourcen angeboten wird.
Vor einiger Zeit gab es hier einen langen Thread, weil das Finanzamt
Unternehmer zur Vorhaltung bestimmter EDV zwingen will.
Aber letztlich tut das heut fast jedes OS, wenn es bestimmte Resourcen
erwartet.
Ich meine, ich hab nix gegen schnelle Rechner, aber ich denke, man
sollte mehr Zeit in Optimierung und Fehlerbehebung investieren, als
ständig mit neuen Funktionen und Features daherzukommen. Und das gilt
sowohl für MS als auch für Linux.
Doch die gibt es immer noch reichlich. Über die Qualität
"unternehmerische Entscheidungen" könnte man sicher lange reden.
"Gesetzen, Betriebsräte, Gewerkschaften" haben da leider nur einen
geringen Einfluß.
Ich kenne eine ganze Menge Firmen in Deutschland auch voninnen, und das
interessante ist, dass die, die seit Jahren erfolgreich sind, von
Unternehmern "alten Schlages" geführt werden.
Siehe Grundig, Nordmende, Saba, Dual, Nixdorf, Hell (Klimsch :-) usw.
(Mir fällt da eine nicht enden wollende Liste ein...)
Alles tolle Unternehmer "alten Schlages"
Nein, eher alles Unternehmen, die durch den Einfluss fremden Kapitals
ihrer Handlungsfähigkeit beraubt wurden.
Eigentlich alle Firmen, die Du da nennst, hatten erst massive Probleme,
nachdem profitorientierte Kapitalgeber (in erster Linie Banken) den Ton
angaben.
Und keines der obigen Unternehmen wurde noch von den ursprünglichen
"Unternehmern" geführt. Zum Beispiel Grundig, dort hat sich die Familie
schon lange vorher zurückgeszogen und nur noch dem geldzählen
verschrieben ...
Übrigens, die heutige Situation von Opel kann man nicht soeinfach GM in
die Schuhe schieben. Die Gründe sind, ähnlich wie bei FoMoCo
Deutschland, in erster Linie hausgemacht.
"Hausgemacht" ist eine gerne gemachte Vereinfachung um vom
eigentlichen Problem
abzulenken. Diejenigen Autos welche Opel hätte mehr verkaufen
können, hätten
Andere dann weniger verkauft.
Und genau das ist die Vereinfachung.
Die Frage ist doch, wer weniger Autos verkauft hätte?
Die Kunden von Opel sind nicht zu Mercedes, BMW oder VW abgewandert,
sondern zu ausländischen Importeuren, die sich in ähnlichen
Preisregionen bewegen wie Opel.
Bei Opel haben die Probleme angefangen, als die Umsätze zusammenbrachen
wegen extrem schlechter Qualität (Lopez), als die Fahrzeuge bereits
rostend aus derFabrik kamen, weil Herr Lopez meinte, auf billigeren Lack
und weniger Lackschichten umsteigen zu müssen.
Und so ein Image wird man halt so schnell nicht mehr los.
Aber das Kapitel "Lopez" wird
heute bei Opel allzu gerne totgeschwiegen.
Der war danach bei VW.
Und dort wird das genauso tot geschwiegen ;-)
VW hatte letztlich das Glück, dass sich das Golf III Desaster nicht in
dem Ausmass wiederholt hat, wie zuvor bei Opel.
Gruss Jens
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