Mailinglist Archive: opensuse-de (3855 mails)

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Re: Hat wer Probleme mit neuem kernel-default-2.6.5-7.95.i586.rpm
Am Di, den 06.07.2004 um 22:17 Uhr +0200 schrieb Thomas Hertweck:
>
> Joerg Rossdeutscher wrote:
> > [...]
> > Würdest du danach ein 2 Jahre altes Suse (Was war das damals?) auf ein
> > 9.1 updaten? Also, ich nicht, weil das vermutlich einfach nicht gehen
> > würde. (Oder die Reparaturen länger dauern als eine Neuinstallation,
> > wenn ich es überhaupt gebacken kriege).
> >
> > Also doch alles kaufen.
>
> Hmm, diese Logik finde ich etwas seltsam... Ich soll mir, Deiner
> Meinung nach, jede SuSE Version kaufen, nur damit ich evtl. ein
> Upgrade ueber die YaST-Funktion machen kann (mit einer eingermassen
> erfolgsversprechenden Wahrscheinlichkeit)? Nein, das kann es nicht
> sein - das ist natuerlich vermutlich genau das, was SuSE gerne
> haette. Ich kann Christian da aber nur zustimmen. Ich habe mir z.B.
> lediglich eine SuSE 4.x (war glaube ich die erste, die es ueberhaupt
> gab), eine SuSE 6.4 und eine SuSE 8.2 zugelegt und bin damit
> wunderbar gefahren.

Ich stelle einfach mal fest, daß das Upgrade zwischen zwei Suse-
Versionen mit größerer Wahrscheinlichkeit schiefgeht, je weiter Ist- und
Soll-Version auseinanderliegen. Jedenfalls war es hier in der Liste
immer so, daß z.B. von ein 8.0-auf-9.1 Upgrade eher abgeraten wurde.

Ich für meinen Teil sehe mich außerstande, wirklich umfangreiche
Reparaturen an einem Linux-System durchzuführen. Solange ich eine
Fehlermeldung zum Googlen habe, weil ein Programm nicht läuft, komme ich
klar. Wenn irgendwelche "internals" der Sorte falsche-library-version
oder glibc-passt-nicht etc. auftreten, dann ist bei mir Sense mit selber
machen. Und wenn ein Fehler der Art vorliegt, dass man zwischen zwei
Reparaturversuchen auch noch neu booten muss, weil das System gar nicht
in einen bedienbaren Zustand kommt, dann habe ich sehr schnell keine
Lust mehr - verglichen mit dem Aufwand, ein System neu zu installieren
und das Heimverzeichnis zu kopieren. :-)

Würdest du einem durchschnittlich begabten Linux-User raten, tatsächlich
nur alle zwei Jahre sein Suse-System upzugraden? Ich nicht. Nicht, weil
das System nicht gut genug oder sicher wäre - sondern weil er es sich
nach zwei Jahren mit einem Sprung-Upgrade an die Wand klatscht.

Übrigens muß man ja nicht jede Version /kaufen/. Versionssprünge würde
ich aber vermeiden.

Natürlich gibt es Leute, die kriegen die 4.0 "smooooth" auf 9.1
hochgezogen - und ich empfinde dafür ehrliche Bewunderung und Neid; Und
außerdem will ich das auch mal können. Ich glaube, aber, man darf das
nicht in der Form verallgemeinern, dass das auch jeder könnte. Das ist
schon Kunst. ;-)

Gruß, Ratti

--
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