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Re: rpm selber bauen
- From: Henning Hucke <h_hucke@xxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Fri, 9 Jan 2004 13:31:52 +0100 (CET)
- Message-id: <Pine.LNX.4.58.0401091042360.1652@xxxxxxxxxxxxxxxx>
On Thu, 8 Jan 2004, Thomas Hertweck wrote:
> [...]
> Nein, tun sie AFAIK nicht mehr. In den aktuellen Versionen wird ein
> RPM gebaut, aber nicht im System installiert. Das muss der User dann
> selbst machen.
Die Problematik ist: Woher weiß checkinstall überhaupt, welche Dateien
wohin installiert werden, wenn es nicht die Ausgaben eines "make
install" analysieren kann. Diese Informationen aus einem Makefile selber
zu extrahieren dürfte eines regelrechtes Expertensystems bedürfen,
mithin bräuchte man garkeinen "make"-Lauf mehr (gleich welcher Art). Und
was tut ein "make install", wenn es solche Sachen wie "DESTDIR" und/oder
"PREFIX" nicht kennt?...
Es läuft immer wieder auf das selbe hinaus: Wenn man von etwas keine
Ahnung hat, helfen solche Krücken wie checkinstall auch nicht weiter.
Ganz im Gegentum: man macht sich (potentiell) deutlich mehr kaputt, als
man sich hilft.
> [...]
>
> Das Gelaechter duerfte, wenn obiges zutrifft, unangebracht sein.
Ich persönlich sehe die Schadenfreude, wenn jemand _sich_ selber auf
seinem Weg eine Grube schaufelt und dann auch folgerichtig hinein fällt,
als ohne Skrupel auslebbar an...
> [...]
>
> Checkinstall entwickelt sich weiter...
Ohne Zweifel. Aber *Prinzip bedingte* Schwächen werden auch durch noch
so lange Weiterentwicklung nicht behoben werden können (alternativ
rechtfertigt der Aufwand den Nutzen nicht: Sollte "checkinstall"
irgendwann makefiles analysieren, wird dieses Programm/System so
aufwändig sein - und immernoch genügend Fehleranfällig -, dass es besser
sein dürfte, wenn sich die Leute im allgemeinen rpm nativ zu Gemüte
führen).
Ich backe sicherlich immernoch nicht perfekte - insbesondere multi
Plattform - RPM-Pakete aber mein erstes auf meinem System ohne weiteres
brauchbares RPM-Paket habe ich an einem Samstag nach drei Stunden
Beschäftigung mit RPM - im wesentlichen der On-Board-Dokumentation -
gebacken => Ich halte "checkinstall" für eine bis auf weiteres
gefährliche Krücke für User, die meinen, RPM sei zu komplex; was
insbesondere bei den massenhaft gelieferten Vorlagen in den Source-RPMs
vollkommen unverständlich ist.
Wenn das ganze im beruflichen Umfeld so passiert...
MG Henning Hucke
--
"Es gibt kein Programm unter Linux, das in der Lage ist, komplexere
Word-Dokumente fehlerfrei anzuzeigen." -
"So ein Programm gibt es aber genausowenig unter Windows :-)"
-- Martin Recktenwald und Ulli Horlacher in dcoum
> [...]
> Nein, tun sie AFAIK nicht mehr. In den aktuellen Versionen wird ein
> RPM gebaut, aber nicht im System installiert. Das muss der User dann
> selbst machen.
Die Problematik ist: Woher weiß checkinstall überhaupt, welche Dateien
wohin installiert werden, wenn es nicht die Ausgaben eines "make
install" analysieren kann. Diese Informationen aus einem Makefile selber
zu extrahieren dürfte eines regelrechtes Expertensystems bedürfen,
mithin bräuchte man garkeinen "make"-Lauf mehr (gleich welcher Art). Und
was tut ein "make install", wenn es solche Sachen wie "DESTDIR" und/oder
"PREFIX" nicht kennt?...
Es läuft immer wieder auf das selbe hinaus: Wenn man von etwas keine
Ahnung hat, helfen solche Krücken wie checkinstall auch nicht weiter.
Ganz im Gegentum: man macht sich (potentiell) deutlich mehr kaputt, als
man sich hilft.
> [...]
>
> Das Gelaechter duerfte, wenn obiges zutrifft, unangebracht sein.
Ich persönlich sehe die Schadenfreude, wenn jemand _sich_ selber auf
seinem Weg eine Grube schaufelt und dann auch folgerichtig hinein fällt,
als ohne Skrupel auslebbar an...
> [...]
>
> Checkinstall entwickelt sich weiter...
Ohne Zweifel. Aber *Prinzip bedingte* Schwächen werden auch durch noch
so lange Weiterentwicklung nicht behoben werden können (alternativ
rechtfertigt der Aufwand den Nutzen nicht: Sollte "checkinstall"
irgendwann makefiles analysieren, wird dieses Programm/System so
aufwändig sein - und immernoch genügend Fehleranfällig -, dass es besser
sein dürfte, wenn sich die Leute im allgemeinen rpm nativ zu Gemüte
führen).
Ich backe sicherlich immernoch nicht perfekte - insbesondere multi
Plattform - RPM-Pakete aber mein erstes auf meinem System ohne weiteres
brauchbares RPM-Paket habe ich an einem Samstag nach drei Stunden
Beschäftigung mit RPM - im wesentlichen der On-Board-Dokumentation -
gebacken => Ich halte "checkinstall" für eine bis auf weiteres
gefährliche Krücke für User, die meinen, RPM sei zu komplex; was
insbesondere bei den massenhaft gelieferten Vorlagen in den Source-RPMs
vollkommen unverständlich ist.
Wenn das ganze im beruflichen Umfeld so passiert...
MG Henning Hucke
--
"Es gibt kein Programm unter Linux, das in der Lage ist, komplexere
Word-Dokumente fehlerfrei anzuzeigen." -
"So ein Programm gibt es aber genausowenig unter Windows :-)"
-- Martin Recktenwald und Ulli Horlacher in dcoum
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