Mailinglist Archive: opensuse-de (5184 mails)

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Re: Scribus-Features
  • From: Thomas Templin <suse-de@xxxxxxxxx>
  • Date: Sun, 12 Oct 2003 12:54:14 +0200
  • Message-id: <200310121254.14546.suse-de@xxxxxxxxx>
On Saturday 11 October 2003 23:20, Joachim Tüns wrote:
[...]
> Am Samstag Oktober 11 2003 21:00 schrieb Thomas Templin:
> > On Saturday 11 October 2003 20:42, Joachim Tüns wrote:
> > > Wenn ich demnächst meiner Tochter etwas für Ihre Facharbeiten
> > > im Gymnasium empfehlen muß, dann werde ich ihr zeigen, wie
> > > man Staroffice sinnvoll für solche Dinge einsetzt.
> > > Also warum sollte sich eine Schülerin, die keine
> > > professionelle DTP machen will, dann mit LaText (oder den
> > > anderen großen Profi-DTP-Programmen) rumschlagen? Die
> > > Einarbeitungszeit steht in keinem Verhältnis zum notwendigen
> > > Ergebnis; ganz abgesehen vom Preis dieser Programme.
> >
> > Wenn du deiner Tochter was gutes tun willst dann zeige ihr LyX.
>
> [...]
>
> ich will gar nicht an LyX/LaTex zweifeln und daran, dass damit
> erstellte Dokumente gut zu drucken sind. Ich habe in dieser
> Hinsicht eigentlich nur Gutes gehört.
>
> Aber mein Ansatz ist etwas anders als Deiner. Es ist nicht das
> Werkzeug, sondern ich bin es, von dem abhängt, ob ich ein gut
> nutzbares Dokument bekomme. Dazu muss ich erstmal konsequent
> Vorlagen nutzen; weder DTP-Programme noch Office-Produkte zwingen
> mich dazu. Dann muss ich konsequent die
> Automatisierungsfunktionen verwenden (Querverweise,
> Nummerierungen, Fußnoten). Und so geht das weiter. Wenn ich
> diesen Schritt mache, kann ich mit vielen Werkzeugen gute
> Dokumente erzeugen.
Womit du wieder Gründe _für_ die Nutzung von LyX anführst.
Wie ich schon sagte, Lyx orientiert sich nur an der
Gliederungsstruktur. Anders gehts nicht, na gut, es geht schon aber
dermassen umständlich...

>
> Klar, wenn ich mein Dokument dann hochwertig gedruckt sehen will,
> fallen Office-Produkte als Werkzeug aus. Aber für auch bessere
> Laserdrucker reichen Office-Produkte.
Selbst der beste Laser Drucker hilft nichts wenn der Satz
vergnaddelt ist. Satz heisst nicht sind die Buchstaben glatt oder
nicht sondern die Satzkunst ist das Arrangieren von Zeichen im
Schuss (Zeile) auf einer Seite unter Typografischen
Gesichtspunkten.
Das was du als Du als hochwertig gedruckt beschreibst sind eher die
eingesetzten Techniken und die haben nichts mit dem Satz zu tun.
Selbst ein Gerät das 10x10^12 DPI schafft und das auf
ultrasuperhochglanzbroschürenpapier druckt stellt noch nicht sicher
das der Satz eine hohe Qualität hat. Gut möglich das ich im
Kartoffeldruckverfahren auf Eierpappenkarton einen besseren Satz
hinbekomme. Satz != Drucktechnik

Es gibt einen recht einfachen Schnelltest:
Vergleich mal den Ausdruck einer der DVI Seiten zu einem beliebigen
LaTeX Paket mit dem Ausdruck eines OpenOffice. Nimm jeweils eine
Seite und sehe unter einem sehr flachen Winkel auf die Seite,
kneiff die Augen zusammen und du wirst sehen, beim OO Dokument sind
zwischen den Worten lücken erkennbar, beim LaTeX Text nicht.
> Und wenn du einige
> Gestaltungs- und Satzregeln einhältst, zu denen dich kein
> Programm zwingt, dann sieht das gut aus.
Satzregeln kannst du in Office Paketen so gut wie nicht
beeinflussen. Und die typografischen Gestaltungsregeln sind oft
dermassen schlecht, dass du eigendlich gezwungen bist alle
stylistischen Vorlagen neu zu definieren. Was aber auch sehr
begrenzt ist.

Tschüss,
Thomas
--
Diese Adresse wird nur für die SuSE-Linux Liste benutzt. Mails die
nicht über die SuSE Liste kommen erreichen mich _garantiert_nicht_


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