Mailinglist Archive: opensuse-de (4006 mails)
| < Previous | Next > |
Re: Offener Brief SuSE Installations Support
- From: Andreas Kneib <aporia@xxxxxx>
- Date: Fri, 29 Aug 2003 09:48:56 +0200
- Message-id: <hunk.87he40c39z.fsf@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
* Harald_mail@xxxxxxxxxxx (Harald Huthmann):
> Na ja. Aber SuSE muss ihren Krempel halt verkaufen. Und da stellt sich halt
> die Frage: Wie gewinnt man neue Käuferschichten ohne solch platte
> Werbeaussagen? Mit "Linux ist eine tolle Sache, aber funktionert oft nicht,
> lässt sich manchmal nicht installieren, unterstützt nur einen kleinenTeil der
> am Markt erhältlichen Hardeware usw" wird das kaum gelingen...
Was nutzt einem der gewonnene Käufer, wenn er sich veräppelt vorkommt
und zum Ein-Mal-Und-Nie-Wieder-Kunden wird?
Natürlich würden sowohl Du als auch ich uns die Hardwarevoraussetzungen
auf der Pappschachtel ansehen. Aber mal ehrlich: Mir fallen auf Anhieb
mindestens ein Dutzend "durchschnittliche" Computer-Anwender in meinem
Umfeld ein, die nichtmal wissen, welche Komponenten in ihrer Kiste
verbaut wurden. Oder Leute, die x-beliebige "tolle
Festplatten-Reinigungs-Tools" (O-Ton 1!) von x-beliebigen CDs
installieren und sich dann auch noch über das "Scheiss-Programm" (O-Ton
2!) ärgern, wenn es _zu_ gründlich aufgeräumt hat. Nicht umsonst will
Microsoft mit der nächsten Windows-Version die Update- und
Sicherheitspatches ohne Zustimmung der User ziehen und einspielen: Der
"durchschnittliche" Computer-Anwender, die Käuferschicht also, die SuSE
wohl anstrebt, scheint selbst damit überfordert zu sein.
> Das geht auch leiser. Und warum nun eine Parallelinstallation nicht gehen
> soll. bzw welche besondere Arbeit dabei entsteht ist mir wirklich nicht klar.
> SuSE lässt sich mit ein paar Mausklcks installieren wenn die vorhandene
> Hardware unterstützt wird.
Und wenn sie sich nicht mit ein paar Mausklicks installieren lässt, ist
natürlich SuSE schuld und nicht der Anwender. Wie viele Leute kennst Du,
die sagen würden: "In der Werbung stand *kinderleicht*, aber _ich_ bin
einfach zu bräsig dafür." Nene, dann hat die Distribution natürlich die
Schuld!
Da doch lieber gleich statt "NEU: KDE 3.1.4! NEU: Kernel 2.6.0" ein
fettes "ACHTUNG! Lesen Sie die Systemvoraussetzungen und das
300-Seiten-Handuch!" auf die Pappschachtel drucken. Dann kauft sie halt
der "durchschnittliche" Computer-Anwender nicht, aber er rennt auch im
Nachhinein nicht herum und erzählt, welcher Mist Linux doch ist, weil er
sich, wie Konrad sagt, verarscht vorkommt. Damit geht er zwar SuSE als
Kunde durch die Lappen, stärkt aber die _Sache_ Linux, weil er keine
Negativ-Werbung macht. Davon hat dann langfristig auch SuSE wieder
etwas.
Gruss,
Andreas
--
[andreas] > du -hs mutt-manual
328k mutt-manual *WOW!*
[andreas] > du -hs gnus-manual
1.9M gnus-manual *GASP!*
> Na ja. Aber SuSE muss ihren Krempel halt verkaufen. Und da stellt sich halt
> die Frage: Wie gewinnt man neue Käuferschichten ohne solch platte
> Werbeaussagen? Mit "Linux ist eine tolle Sache, aber funktionert oft nicht,
> lässt sich manchmal nicht installieren, unterstützt nur einen kleinenTeil der
> am Markt erhältlichen Hardeware usw" wird das kaum gelingen...
Was nutzt einem der gewonnene Käufer, wenn er sich veräppelt vorkommt
und zum Ein-Mal-Und-Nie-Wieder-Kunden wird?
Natürlich würden sowohl Du als auch ich uns die Hardwarevoraussetzungen
auf der Pappschachtel ansehen. Aber mal ehrlich: Mir fallen auf Anhieb
mindestens ein Dutzend "durchschnittliche" Computer-Anwender in meinem
Umfeld ein, die nichtmal wissen, welche Komponenten in ihrer Kiste
verbaut wurden. Oder Leute, die x-beliebige "tolle
Festplatten-Reinigungs-Tools" (O-Ton 1!) von x-beliebigen CDs
installieren und sich dann auch noch über das "Scheiss-Programm" (O-Ton
2!) ärgern, wenn es _zu_ gründlich aufgeräumt hat. Nicht umsonst will
Microsoft mit der nächsten Windows-Version die Update- und
Sicherheitspatches ohne Zustimmung der User ziehen und einspielen: Der
"durchschnittliche" Computer-Anwender, die Käuferschicht also, die SuSE
wohl anstrebt, scheint selbst damit überfordert zu sein.
> Das geht auch leiser. Und warum nun eine Parallelinstallation nicht gehen
> soll. bzw welche besondere Arbeit dabei entsteht ist mir wirklich nicht klar.
> SuSE lässt sich mit ein paar Mausklcks installieren wenn die vorhandene
> Hardware unterstützt wird.
Und wenn sie sich nicht mit ein paar Mausklicks installieren lässt, ist
natürlich SuSE schuld und nicht der Anwender. Wie viele Leute kennst Du,
die sagen würden: "In der Werbung stand *kinderleicht*, aber _ich_ bin
einfach zu bräsig dafür." Nene, dann hat die Distribution natürlich die
Schuld!
Da doch lieber gleich statt "NEU: KDE 3.1.4! NEU: Kernel 2.6.0" ein
fettes "ACHTUNG! Lesen Sie die Systemvoraussetzungen und das
300-Seiten-Handuch!" auf die Pappschachtel drucken. Dann kauft sie halt
der "durchschnittliche" Computer-Anwender nicht, aber er rennt auch im
Nachhinein nicht herum und erzählt, welcher Mist Linux doch ist, weil er
sich, wie Konrad sagt, verarscht vorkommt. Damit geht er zwar SuSE als
Kunde durch die Lappen, stärkt aber die _Sache_ Linux, weil er keine
Negativ-Werbung macht. Davon hat dann langfristig auch SuSE wieder
etwas.
Gruss,
Andreas
--
[andreas] > du -hs mutt-manual
328k mutt-manual *WOW!*
[andreas] > du -hs gnus-manual
1.9M gnus-manual *GASP!*
| < Previous | Next > |