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Re: OT: Nette Listenabonnenten haben wir hier!
- From: Bernd Tannenbaum <tannenbaum@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 2 Jun 2003 07:33:22 +0200
- Message-id: <200306020733.22085.tannenbaum@xxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo zusammen
Am Samstag, 31. Mai 2003 20:44 schrieb Thorsten Körner:
Einspruch, euer Ehren....
Diese Liste oder auch allgemein die Gruppe der Linux-user ist eine Subkultur
wie viele andere Ansammlungen Gleichgesinnter eben auch. Eine solche
Subkultur spiegelt dann nur selten den Querschnitt der Gesellschaft wieder.
So gibt es bei der Bundeswehr mehr offenen Rechtsradikalismus wie im
Querschnitt der Bevölkerung. Woran liegt das, verleitet die Bundeswehr dazu?
Nein, natürlich nicht. Nur verweigert eben ein Großteil der linksorientierten
jungen Leute den Kriegsdienst, was rechtsgerichteten nie einfallen würde und
so erhält man schon rein mathematisch eine Rechtsverschiebung. Genauso wird
man in der Subkultur der Greenpeace-Aktivisten eine höhere Anzahl Vegetarier
finden wie im Rest der Gesellschaft und diese Beispiele lassen sich
sicherlich noch endlos weiterspinnen.
Was ich damit eigentlich sagen will ist, das die Linux-Community die sich ja
auch hier über diese Liste repräsentiert zumindest für mich für Weltoffenheit
und Toleranz steht. Und nur weil in der "Welt da draussen" rechtsradikales
Gedankengut stillschweigend mit einem leichten Kopfschütteln geduldet wird
heisst das doch noch lange nicht, das wir das auch tun müssen.
Full Ack
Zugegeben, dies ist ein Problem der Gesellschaft. Aber das ist noch lange kein
Grund, dies als Entschuldigung zu nehmen, nicht dagegen aktiv zu werden. Ich
für meinen Teil hoffe jedenfalls, das dies mehr die Ausnahme als die Regel
ist und denke schon, das man auch als Linux-Newbie sich dem Gedanken der
Community zugehörig fühlen kann und gegen solchen Mist so früh wie möglich
angehen sollte.
Daher habe ich auch keine Bauchschmerzen damit, diesen OT-Thread weiter durch
meinen Kommentar in die Länge zu ziehen.
Bernd
--
One OS to rule them all, one OS to find them.
One OS to bring them all, and in the darkness bind them
In the land of Redmond, where the shadows lie.
Am Samstag, 31. Mai 2003 20:44 schrieb Thorsten Körner:
Hallo
Am Freitag, 30. Mai 2003 13:29 schrieb Michael Meyer:
Can-C. Dörtbudak - Linux wrote:
ich bin sehr enttäuscht, welche Leute es gibt. Hier bekomme ich doch
glatt eine Mail, mit folgendem Inhalt:
wieso enttäuscht? diese liste ist auch nur eine ansammlung von
personen, die den querschnitt unserer gesellschaft wiederspiegeln ...
Einspruch, euer Ehren....
Diese Liste oder auch allgemein die Gruppe der Linux-user ist eine Subkultur
wie viele andere Ansammlungen Gleichgesinnter eben auch. Eine solche
Subkultur spiegelt dann nur selten den Querschnitt der Gesellschaft wieder.
So gibt es bei der Bundeswehr mehr offenen Rechtsradikalismus wie im
Querschnitt der Bevölkerung. Woran liegt das, verleitet die Bundeswehr dazu?
Nein, natürlich nicht. Nur verweigert eben ein Großteil der linksorientierten
jungen Leute den Kriegsdienst, was rechtsgerichteten nie einfallen würde und
so erhält man schon rein mathematisch eine Rechtsverschiebung. Genauso wird
man in der Subkultur der Greenpeace-Aktivisten eine höhere Anzahl Vegetarier
finden wie im Rest der Gesellschaft und diese Beispiele lassen sich
sicherlich noch endlos weiterspinnen.
Was ich damit eigentlich sagen will ist, das die Linux-Community die sich ja
auch hier über diese Liste repräsentiert zumindest für mich für Weltoffenheit
und Toleranz steht. Und nur weil in der "Welt da draussen" rechtsradikales
Gedankengut stillschweigend mit einem leichten Kopfschütteln geduldet wird
heisst das doch noch lange nicht, das wir das auch tun müssen.
was soll man schon von dem rassistischen rumgeprolle eines nixmerkers
halten? nur, dieses ist _kein_ listenproblem sondern ein problem
unserer gesellschaft.
anzunehmen, dass es _hier_ anders ist als 'draussen', ist naiv.
linux-user sind nicht per se die besseren menschen.
Schade eigentlich. Denn ich dachte immer, daß sich der Gedanke von
Offenheit, wie er der Welt der freien Software zugrunde liegt, nicht mit
der hirnlosen Weltanschauung (besser Dorfanschauung) von braunen
Dumpfbacken vereinbar ist.
Thorsten
(der der Meinung ist: wehret den Anfängen)
Full Ack
Zugegeben, dies ist ein Problem der Gesellschaft. Aber das ist noch lange kein
Grund, dies als Entschuldigung zu nehmen, nicht dagegen aktiv zu werden. Ich
für meinen Teil hoffe jedenfalls, das dies mehr die Ausnahme als die Regel
ist und denke schon, das man auch als Linux-Newbie sich dem Gedanken der
Community zugehörig fühlen kann und gegen solchen Mist so früh wie möglich
angehen sollte.
Daher habe ich auch keine Bauchschmerzen damit, diesen OT-Thread weiter durch
meinen Kommentar in die Länge zu ziehen.
Bernd
--
One OS to rule them all, one OS to find them.
One OS to bring them all, and in the darkness bind them
In the land of Redmond, where the shadows lie.
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