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Re: SuSE 8.1?
  • From: Torsten Hallmann <torsten@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: 29 Jan 2003 18:19:02 +0100
  • Message-id: <1043860747.2307.31.camel@saurus>
Am Son, 2003-01-19 um 21.57 schrieb Thomas Hertweck:

Fuer den Installationssupport ging z.B. das IDE-Problem viel
zu weit. Nicht mal die Spezialisten wissen ja anscheinend
genaue Details zur Problematik (siehe Deine andere Mail).
Insofern kann der Installationssupport dem Anwender da auch
nicht helfen. So installiert man also die SuSE Distri auf
seinem Rechner und anschliessend kommt es zu unregelmaessigen
Abstuerzen und der SuSE Support kann auch nicht helfen. Das
ist schon mehr als unschoen, wuerde ich sagen.

Ich kann nicht alle Mails auf dieser Liste lesen - glaube dieser Aussage
jetzt einfach mal unter Berücksichtigung der im weiteren aufgeführten
Aussagen meinerseits.

Ja, die fragen dann auf suse-linux :-) Ich kenne natuerlich die
Anfragen beim Installationssupport nicht - aber ich kenne die
Fragen, die immer und immer wieder auf SuSE-Linux auftauchen.
Und wenn Du mal die Mails der letzten Wochen und Monate durch-
blaetterst, dann tauchen ein paar Dinge staendig auf: IDE-Pro-
blem, Problem mit der Einrichtung von IDE-SCSI und fehlerhaf-
ten Links in /dev, und noch einige andere. Die Leute, die hier
fragen, haben es anscheinend dann doch nicht selbst in den
Griff bekommen.

Was die Installationsprobleme bei (wie in einer anderen Mail bereits
genannt) anscheinend vornehmlich SAMSUNG Festplatten anbetrifft. So
arbeitet man an dieser Sache.

IDE-SCSI ist nach meiner Erfahrung kein Problem. Die wichtigen Dinge
sind in dieser Sache in der SDB dokumentiert. Was soll man da jetzt noch
zusätzlich tun?

Aber wo liegt das Problem? Es wird in der SDB dokumentiert und im
Installationssupport behandelt.

IDE-Problem in der SDB? Das waere mir neu. Bis vor einiger
Zeit war sich SuSE anscheinend nicht mal des Problems genau
bewusst, obwohl es schon in 8.0 auftrat.

Ich bezog mich in meiner Aussage auf das IDE-SCSI Problem und das ist in
der SDB dokumentiert.

Ich werde in der IDE-Festplatten Sache nicht einmischen und wirre
Artikel schreiben, die jeglicher Tiefe dieser Sache entbehren - denn das
bringt uns allen nichts.

Erst als Philipp
Thomas das auf suse-linux in die Hand nahm, hat sich etwas
getan. Wenn alles dokumentiert waere, wie Du sagst, warum
fragen dann immer wieder so viele Leute zu genau den be-
sagten Problemen hier nach?

Wie schon geschrieben bezog sich das Dokumentiert ausschließlich auf
IDE-SCSI Probleme. Sorry, das ich das nicht deutlich gekennzeichnet
habe.

Hier hast Du sicher Recht. Allerdings gilt es auch folgen-
des zu bedenken: Wenn der Kunde nachher das fertige Pro-
dukt auf dem Rechner sieht und dann enttaeuscht ist, dass
das Marketing da doch vielleicht gewaltig uebertrieben hat,
der wird sich die naechste Anschaffung auch genauer ueber-
legen. IMHO (aber ich bin halt auch kein Marketingstratege)
waere manchmal eben eine etwas defensivere Variante ange-
ratener.

Ich denke in jedem Software-Unternehmen wird Marketing und Support sich
immer die Hörner abstoßen. Ist schon fast sowas wie ein Dilbert-Prinzip.

Hmm, ich hoere immer, dass Kunden die SuSE Patches ver-
langen. Kannst Du da mal ein Beispiel nennen? Die Leute
haben doch gar keine Ahnung, was SuSE alles in den Kernel
patcht. Die sehen halt, ob dies und jenes funktioniert
oder nicht. Und IMHO waere es aus Stabilitaet und aus
Testzwecken eben besser, wenn SuSE sagt, das unterstuetzen
wir momentan noch nicht, wir brauchen noch 4 Wochen zum
Testen. Oder SuSE stellt eben einen Experimental-Kernel
zur Verfuegung. Aber als _Default_Kernel finde ich das
nicht unbedingt angebracht.

Kunden wünschen sich bestimmte Funktionen. Funktionen die im originären
Kernel nicht enthalten sind oder nur im Entwicklerkernel. Ich möchte in
den mittlerweile etwas älteren Distributionen mit dem 2.2.x Kernel nur
auf das Thema USB verweisen. Ohne Backport-Patches aus dem
Wntwicklerkernel hätte es da bei einigen sehr duster mit der
USB-Hardwareunterstützung ausgesehen.

Wer mir jetzt erzählt das der Mainstream der Kunden USB egal ist - der
lügt.

Da ich nicht bis ins jede Detail in der Kernel-Entwicklung beteiligt und
allwissend bin, kann ich die Liste nicht beliebig erweitern - deshalb
soll an dieser Stelle USB einfach mal als Beispiel dienen.

Abschließend die Frage: Warum soll die SuSE Linux AG viel Aufwand
betreiben, wenn der Mainstream sich diese oder jene Funktion nicht
wünscht? Dann kann ich die Manpower einsparen (möglicherweise für andere
Aufgaben).

Ich denke, viele brauchen den kommerziellen Support nicht.
Die bauen sich einen eigenen kleinen Server mit Hilfe des
Professional Paketes auf. Ich rede jetzt nicht von riesigen
Firmen, sondern z.B. eben von so einem Institut wie hier an
dem ich arbeite. Stabilitaet und Ausgereiftheit des Pro-
duktes ist IMHO etwas, das SuSE bei den letzten Distris
etwas vernachlaessigt hat.

Das kann sein. Wenn ich mich als Zielpublikum der Distribution sehe,
dann kann ich nur angeben, das ich keine Probleme mit der Distribution
habe.

Na, endlich mal jemand der es zugibt :-) SuSEs Zielgruppe mit
den Private und Prof. Paketen liegt also eindeutig beim Ein-
und Umsteiger mit wenigen Vorkenntnissen. Dann darf man sich
natuerlich auch nicht wundern, wenn viele etwas Erfahrenere
zu anderen Distris wechseln, weil sie damit dann besser klar
kommen.

Das ist nicht nur auf meiner Seite so. Schau Dir einfach an, wieviel
Support Du bei der SuSE für ein Privat-Endkundenprodukt erhalten kannst.

Schau Dir das auch bei anderen Distributionen gut an. Viele unterschiede
gibt es da nicht. Das liegt ganz einfach daran, das selbst bei
0190-Rufnummer die Kosten für einen Mitarbeiter nicht gedeckt werden
können.

Ciao, Torsten
--
http://www.hall-music.de/
letzte Änderung 19.01.2003


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