Mailinglist Archive: opensuse-de (6807 mails)
| < Previous | Next > |
Re: SuSE 8.1?
- From: Christoph Maurer <christoph-maurer@xxxxxx>
- Date: Fri, 17 Jan 2003 08:19:14 +0100
- Message-id: <20030117071914.GB6852@gbp301.iaew.rwth-aachen.de>
* Am Don, 16 Jan 2003 schrieb Michael Meyer:
Natürlich komme ich mit Linux ohne Yast klar, aber die
Administration eines SuSE-Systems ist doch sehr auf Yast abgestimmt
-> warum sollte ich mir ein solches System zulegen, wenn ich ein
Kernfeature explizit nicht benutzen will?
Bevor ich vor ca. 3 Monaten auf Debian Woody umgestiegen bin, hatte
ich als SuSE-Version ne 7.0 auf dem Rechner. Ich steige also nicht
alle 3 Monate auf ne neue Distri um, gerade weil mir das zu viel
Aufwand wäre, mein sorgfältig konfiguriertes System ständig neu zu
machen. Aber wenn dann eine neue Version ansteht, dann überlege ich
mir doch, was ist der beste Ausgangspunkt, um (in Deinen Worten)
"mein Linux" daraus zu machen. Und das ist für mich nicht mehr SuSE
gewesen.
s.o.
Na, ich glaube, den Vorwurf unter Linux den Weg des geringsten
Widerstandes zu gehen, muß ich mir nicht machen. Aber auch da ist
wieder die Frage, muß ich mir was kaufen/installieren, um hinterher
die Kernteile mühsam ausbauen zu müssen?
Das ist doch Schwachsinn, natürlich existiert Kernel.org. Aber ich
hätte gerne von vornherein einen vanilla-Kern, und SuSE bietet mir
das nicht.
Es geht mehr um die Philosophie, Debian ist die Distribution, die
sich am konsequentesten zu freier Software bekennt. Und die
Diskussion "Suse" <-> "Freiheit der Software" ist Dir sicherlich
bekannt und muss hier nun wirklich nicht aufgerollt werden.
Sicher, aber man kann sich viel Arbeit sparen, wenn man den
Ausgangspunkt seiner Arbeit am System richtig wählt.
s.o.
Ja, und mit endlichem Aufwand kannst Du aus SuSE ein Debian machen
oder ein RedHat oder was weiß ich, natürlich. Aber es gibt
andererseits Distributionen nicht zuletzt deshalb, damit man sich
die für seine Bedürfnisse maßgeschneiderte auswählen kann. Das tue
ich. Und SuSE empfinde ich im Moment eher als Stangenware :-)
Gruß
Christoph
--
Christoph Maurer - 52072 Aachen - Tux#194235
mailto:christoph-maurer@xxxxxx - http://www.christophmaurer.de
Auf der Homepage u.a.: Installation von SuSE 7.0 auf Notebook Acer
Travelmate 508 T, Elektrotechnik an der RWTH Aachen
Christoph Maurer wrote:
* Am Don, 16 Jan 2003 schrieb Thomas Hertweck:
Michael Meyer wrote:
[...]
warum wechseln permanent leute ihre distribution?
nur weil es von den cd's einer bestimmten distribution auf ihren
rechner kam und ein oder zwei sachen nicht sofort klappen?
das ist mir unbegreiflich.
Wenn Du die Diskussionen und Emails in den letzten Monaten
aufmerksam verfolgt hast, dann wirst Du gemerkt haben, dass
nicht "permanent" die Distribution gewechselt wird. Einige
Leute, die schon laenger SuSE Linux benutzen, gefaellt eben
die Gesamtentwickling, die SuSE Linux nimmt, nicht unbedingt.
Und in diesem Falle ist es ja wohl erlaubt ueber Alternati-
ven nachzudenken. Jede Distribution hat ihre Staerken und
ihre Schwaechen - wenn sich mein Wissen ueber Linux und mei-
ne Interessen eben so aendern, dass ich mit einer anderen
Distribution besser zurecht kommen oder diese mir besser ge-
faellt, warum sollte ich dann nicht wechseln?
Ich habe gewechselt, nicht weil irgendwas nicht geklappt hat. Das
ist wohl bei keiner Distribution auszuschließen und stört mich auch
nicht so sehr - Linux ist ja auch ein Hobby, zumindest für mich.
Aber bei mir ist es genau so, wie Thomson es beschrieben hat, mir
passte die Gesamtentwicklung nicht.
- Yast 1 wurde abgeschafft
das interessiert aber mein schon installiertes _linux_ kein stück.
und sorry, aber wenn ich auf dauer mit meinem _linux_ ohne yast nicht
klarkomme, läuft irgendwas schief.
Natürlich komme ich mit Linux ohne Yast klar, aber die
Administration eines SuSE-Systems ist doch sehr auf Yast abgestimmt
-> warum sollte ich mir ein solches System zulegen, wenn ich ein
Kernfeature explizit nicht benutzen will?
- SuSE wendet sich eindeutig immer mehr an Linux-Neueinsteiger bzw.
gezielt an Windows-Umsteiger.
auch hier wieder: ich installiere das _linux_, das mir ein distributor
zusammengestellt hat. nett ist es wenn auch einsteiger dieses relativ
problemlos installiert bekommen. nur, nach der installation geht es
weiter. wer dann nicht anfängt aus dem _linux_ des distributors _sein_
linux zu machen hat selber schuld.
egal welche distribution er/sie benutzt, entweder bleibt es _immer_
$distributions-linux oder es _wird_ irgendwann _mein_ linux. dazu
brauche ich es aber auch mal >6-12 monate auf meinem rechner.
Bevor ich vor ca. 3 Monaten auf Debian Woody umgestiegen bin, hatte
ich als SuSE-Version ne 7.0 auf dem Rechner. Ich steige also nicht
alle 3 Monate auf ne neue Distri um, gerade weil mir das zu viel
Aufwand wäre, mein sorgfältig konfiguriertes System ständig neu zu
machen. Aber wenn dann eine neue Version ansteht, dann überlege ich
mir doch, was ist der beste Ausgangspunkt, um (in Deinen Worten)
"mein Linux" daraus zu machen. Und das ist für mich nicht mehr SuSE
gewesen.
- Der professionelle Linux-Benutzer ist immer weniger Zielgruppe.
es mag sein das SuSE dort ihr größtes kundenpotenzial sieht. trotzdem
ist es doch nur an _mir_ was ich aus $distributions-linux mache.
s.o.
- Ich mag nicht unbedingt Automatismen, die nicht einfach zu
durchschauen sind und am System rumfummeln (und ich mag auch
nicht ewig suchen, um sie abzuschalten).
wenn du auf automatismen angewiesen bist und dir die der $distribution
nicht zusagen, benutze andere oder schaffe dir deine eigenen.
irgendwelche ecken und kanten hat jede distribution.
einfach aufzugeben und zur nächsten distribution zu rennen ist
da IMHO der weg des geringsten wiederstandes. dieses kann unter linux
nur hinderlich sein.
Na, ich glaube, den Vorwurf unter Linux den Weg des geringsten
Widerstandes zu gehen, muß ich mir nicht machen. Aber auch da ist
wieder die Frage, muß ich mir was kaufen/installieren, um hinterher
die Kernteile mühsam ausbauen zu müssen?
- Der Kernel ist mir zu sehr gepatcht (siehe die IDE-Bug-Probleme)
und kernel.org existiert nicht, oder was?
Das ist doch Schwachsinn, natürlich existiert Kernel.org. Aber ich
hätte gerne von vornherein einen vanilla-Kern, und SuSE bietet mir
das nicht.
und noch ein paar persönliche Argumente:
- Je mehr ich mich mit Linux beschäftige und für Probleme wie DMCA,
TCPA etc. sensibilisiert werde, um so wichtiger erscheint mir der
Einsatz freier Software und da bietet mir Debian mehr.
du nennst mir jetzt bestimmt auch noch die software die unter Debian
läuft, nicht aber unter SuSE, oder?
Es geht mehr um die Philosophie, Debian ist die Distribution, die
sich am konsequentesten zu freier Software bekennt. Und die
Diskussion "Suse" <-> "Freiheit der Software" ist Dir sicherlich
bekannt und muss hier nun wirklich nicht aufgerollt werden.
- Ich war neugierig, hatte davor immer SuSE eingesetzt und wollte
mal was anderes sehen -> Spieltrieb
JA, das ist etwas das ich verstehe. das _macht_ sinn!
Ich habe dann Debian und SuSE parallel installiert, um mir den Rückweg
freizuhalten (und seit dem
ersten Tag mit Debian SuSE nie mehr gebootet).
wie gesagt, welche distribution man auch immer zur installation nutzen
möchte, muss jeder/jede für sich selbst entscheiden.
wichtiger finde ich was man schlussendlich daraus macht.
Sicher, aber man kann sich viel Arbeit sparen, wenn man den
Ausgangspunkt seiner Arbeit am System richtig wählt.
Also: Von permanent Wechseln kann keine Rede sein, aber man
verändert seine Ansprüche und SuSE verändert die Zielgruppe ->
meine ansprüche haben sich auch häufig geändert und ändern sich immer
noch. es gab aber bisher _nichts_ das ich nicht auch mit meinem SuSE
geschafft habe. und SuSE's zielgruppe interessiert mich kein stück.
s.o.
irgendwann passt es nicht mehr so richtig.
mir wird hier einfach zuviel an den distributionen festgemacht.
es ist doch, egal woher es kommt, es ist immer noch ein _linux_.
Ja, und mit endlichem Aufwand kannst Du aus SuSE ein Debian machen
oder ein RedHat oder was weiß ich, natürlich. Aber es gibt
andererseits Distributionen nicht zuletzt deshalb, damit man sich
die für seine Bedürfnisse maßgeschneiderte auswählen kann. Das tue
ich. Und SuSE empfinde ich im Moment eher als Stangenware :-)
Gruß
Christoph
--
Christoph Maurer - 52072 Aachen - Tux#194235
mailto:christoph-maurer@xxxxxx - http://www.christophmaurer.de
Auf der Homepage u.a.: Installation von SuSE 7.0 auf Notebook Acer
Travelmate 508 T, Elektrotechnik an der RWTH Aachen
| < Previous | Next > |