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Re: Seltsames chmod Verhalten ...
  • From: Achim Hoffmann <ah@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Sun, 22 Sep 2002 20:41:25 +0200 (MEST)
  • Message-id: <Pine.LNX.4.33.0209222025160.9816-100000@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>

On Sun, 22 Sep 2002, Markus Kolb wrote:

Das sollte man vielleicht mit in einem zusätzlichen Satz in die manpage
von chmod bei der Erklärung von -R aufnehmen.
Da steht nämlich eindeutig da: change files and directories recursively
und oben: chmod [OPTION]... MODE[,MODE]... FILE
Es ist also nichts von einer Einschränkung bei -R von FILE auf
Verzeichnisse zu lesen. Den Satz change files and directories
recursively versteht man erst wie er gemeint ist, wenn man weiss, wie er
gemeint ist ;o)

Also zum Thema
chmod -R 644 irgendeinfile
das funktioniert (fuer Files, evtl. nicht fuer Links),
Genau wird ./irgendeinfile geaendert.

Wenn in der man-page steht:

chmod [OPTION]... MODE[,MODE]... FILE

dann ist FILE hier ein Parameter, sonst nix. Ob das ein File oder ein Dir
(im Sinne des Filesystems) ist, spielt keine Rolle.
Namen (FILE) sind Schall und Rauch ;-)

Weiter unten wird dann bei -R explizit auf "files und directories" Bezug
genommen.
Hier wird also untersucht ob der Parameter (FILE) ein File oder Dir ist,
und entsprechend mehr gemacht (nur falls FILE ein Dir ist).

Sagen wir einfach so:
die chmod man-page setzt beim Anwender das Wissen voraus dass
ein File selbst nicht rekursiv sein kann

Ich haette einen entspechenden Hinweis erwartet wenn der Parameter FILE
bei chmod rekursiv gesucht wird, was ja die Aufgabe von find ist.

chmod, und auch find, sind (fast) so alt wie UNIX selbst, sie erledigen also
i.A. genau eine Aufgabe, und nur die. Das ist die modulare Philosophie von
UNIX.

Ist mit diesen Gedanken die man-page verstaendlich(er)?

Achim


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