Mailinglist Archive: opensuse-de (6551 mails)
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Re: Und Tschüss
- From: Florian Gross <florian@xxxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 5 Aug 2002 21:45:40 +0200
- Message-id: <20020805194540.GA4751@xxxxxxxxxxx>
* hans schirmer <HansJuergenSchirmer@xxxxxxxxxxx> textete am 05.08.02:
Selbst wenn man sie selber nicht als hilfreich empfindet, man sollte
sich trotzdem klarmachen, daß sie aus dem Gruppenkonsenz hier
entstanden ist. Entweder man akzeptiert das und paßt sich an oder
man sollte einfach besser nichts schreiben, wenn man sich nicht
anpassen will.
Wenn ich auf eine Party komme, auf der ich keine kenne, aber von
einem Fettnäpfchen ins nächste ziele, brauch ich mich auch nicht
wundern, wenn ich wieder vor die Türe befördert werde.
Diese Einstellung sollte man sich zu Herzen nehmen. Man erwartet ja
schließlich auch etwas von den anderen. Nur daß die insofern am
längeren Hebel sitzen, daß sie diese Erwartung nur erfüllen, wenn
sie wollen.
Wer damit nicht zurecht kommt, sollte sich eine Liste suchen, in der
er sich keiner um sowas schert.
Linux als Weltherrschaft? Nö danke. Echt nicht. Gesunde Konkurrenz
finde ich sehr viel sinnvoller.
Linus Torvalds hat in seinem Buch übrigens ganz interessante Sachen
zu diesem Thema geschrieben.
Das finde ich auch faszinierend. Leider hab' ich das Gefühl, daß da
immer mehr Zwang herrscht. So in der Art: "Ihr habt damit angefangen,
jetzt müßt ihr auch weitermachen" oder sowas in der Art.
Auch das manche Versionen halt irgendwann mal rauskommen, können
immer mehr nicht akzeptieren. Aber sich selber einarbeiten und
mithelfen tut von denen meist keiner, ist ja nicht ihr Problem...
Eigentlich finde ich sowas selbstverständlich. Wenn ich helfen kann,
helfe ich (solange ich nicht das Gefühl habe, ausgenutzt zu werden).
Ich erwarte dann irgendwo aber auch, daß mir auch mal geholfen wird,
wenn ich Hilfe brauche.
Ein sehr schönes Beispiel dazu finde ich www.wer-weiss-was.de
Damit hatten viele, die gegangen sind, auch keine Probleme. Aber
diese unsägliche Erwartungshaltung "Ich habe ein Problem, los, sofort
helfen!", mit der hatten sie ihre Probleme. Ich habe damit übrigens
auch so meine Probleme und antworte halt gar nicht oder gebe auch
mal eine mehr oder weniger blöde Antwort. Ob ich das aber immer machen
werde/kann, weiß ich nicht. Vielleicht rege ich mich auch mal drüber
auf und werde dann wohl auch bald weg sein.
Richtig. s.u.
Also viele der Original- Handbücher kann man einfach wegschmeißen,
wenn man mal wirklich ein Problem hat. Denn genau dieses Problem
wird da nicht drinstehen.
Und Linux ist grad in. Das sehe ich übrigens als Problem. Dadurch
kommen einige, die Linux nur wollen, um cool zu sein und z.T.
anzugeben. "Ätsch, ich hab' linux und ihr seit zu blöd dazu".
Die sind meist aber auch ganz schnell wieder weg davon, wenn sie
merken, daß man was tun muß.
Liest sich in dcoul*[1] immer wieder.
Nochmal zu "Linux ist Konkurrenz zu Windoof":
Das kreide ich einigen Distributoren auch an, daß sie versprechen, daß
'Linux' jetzt so einfach wie Windows sei.
Linux ist ein Server- Betriebssystem und kein Desktopsystem.[2]
Und dadurch ist es auch ganz anders zu bedienen. Die Administration
sollte root machen, der User soll damit arbeiten. Vielleicht zwei
oder drei kleine Sachen für sich einstellen, ok. Aber Rest ist Sache
von root. Dafür ist der da.
Der hatte das gelernt oder sich erarbeitet. Früher jedenfalls.
Dank Windows (und einigen anderen, auch Linux- Programmen) kann sich
jeder irgendwas zum Laufen klicken oder auch nicht. Wenn nicht, wird's
nochmal probiert.
Ich habe schon einige gesehen, die ein paarmal Windows installiert
hatten und auf einmal das Netz einer kleinen Firma "administrierten".
Oder ein Computergeschäft aufmachten. Dementsprechend sah und sieht
das Ergebnis dann halt auch aus.
"Datensicherung? Klar, machen wir. Einmal im Monat."
"Wozu das System selber sichern? Ist doch schnell wieder installiert."
"Hier habe ich den passenden Treiber für Sie". - "Was meinen Sie mit
'Der ist nicht der richtige Treiber'. Der ist doch von $FIRMA".
Wenn man ein wenig Ahnung hat, meidet man gewisse Läden, wenn man
nicht genau weiß, was man haben will.
Und dann kommt ein "Halt's Maul und schreib einfach das, was ich wissen
will" zurück. Ist IIRC hier vor zwei Jahren oder so schon mal passiert.
Dann fällt das höflich bleiben unter Umständen schwer. OK, mittlerweile
könnte man da evtl. Henne zum Eingrifen bewegen, das gab's damals noch
nicht.
Stimmt, bei vielen ist das immer wieder schön zu beobachten.
Dadurch kommen eben viele zu SuSE Linux, die von Rechnern _keine_
Ahnung haben. _Das_ ist das Problem. Dadurch kommen zu viele mit der
"Windows- Mentalität". Das tut auf Dauer nicht gut.
"Klickprogramme" sind ja ganz nett, um sich Tipperei zu ersparen,
aber 'mal eben' mit webmin z.B. seinen Rechner einrichten will und
keine Ahnung hat, was im Hintergrund abläuft, kann ganz gründlich
baden gehen.[3]
Ich auch. Besser, als wenn ich einen Newbie, der grad ein kleines
Fettnäpfchen gefunden hat, zur Sau mache. ;-)
Flames bitte per PM. Danke.
[1] damit meine ich die Newsgroups der de.comp.os.unix.linux-
Hierarchie.
[2] OK, ich mißbrauche es auch als Desktop. ;-)
[3] In meiner Firma wurde mir stolz erzählt, daß die alten Novell-
Kisten durch Linux ersetzt werden sollen. Auf meine Frage, wer
das denn administrieren soll[4], bekam ich zur Antwort "Das machen
wir einfach mit webmin". Ich habe Linux auf den Servern maximal
8 Wochen Lebenszeit vorhergesagt. Ich lag daneben. Es waren 4.
[4] Die Linux- Kenntnisse der IT'ler sind _sehr_ klein...
cu
flo
--
Ich glaube Ich weis was Norbert der 2te, so nenne Ich Ihn wegen Marzahn,
ist.Er ist sicherlich ein Eliza Logik Modul 24. Wiederhohlung durch umdrehen
der Worte mit einführen von "warum,wieso,weshalb" Elöementen. Beispiel: "Du
kamnnst Posten?" "Posten kannst ja, aber warum Postet du dann nicht?" Vestehst
du was Ich meine? [WoKo über Norbert Sima in dag°]
Am Montag, 5. August 2002 13:04 schrieb Bodo Noering:
Die Fragesteller kann ich mir nicht zurecht schnitzen, ich muss sie nehmen,
wie sie sind. Auch habe ich in dieser Liste schon Fragen gestellt, wurde auch
in Frage der Etikette zurechtgewiesen. Ich habe dieses akzeptiert und auch
als hilfreich empfunden.
Selbst wenn man sie selber nicht als hilfreich empfindet, man sollte
sich trotzdem klarmachen, daß sie aus dem Gruppenkonsenz hier
entstanden ist. Entweder man akzeptiert das und paßt sich an oder
man sollte einfach besser nichts schreiben, wenn man sich nicht
anpassen will.
Wenn ich auf eine Party komme, auf der ich keine kenne, aber von
einem Fettnäpfchen ins nächste ziele, brauch ich mich auch nicht
wundern, wenn ich wieder vor die Türe befördert werde.
Wenn ich Neuland betrete, bin ich nicht so anmaßend
zu verlangen, dass sich alles um mich dreht sondern ich versuche, auch den
Sinn mancher Regel zu verstehen (z.B. Groß/Kleinschriebung in emails) und
halte mich daran. Wenn nicht, habe ich ja die Freiheit, die Liste wieder zu
verlassen.
Diese Einstellung sollte man sich zu Herzen nehmen. Man erwartet ja
schließlich auch etwas von den anderen. Nur daß die insofern am
längeren Hebel sitzen, daß sie diese Erwartung nur erfüllen, wenn
sie wollen.
Wer damit nicht zurecht kommt, sollte sich eine Liste suchen, in der
er sich keiner um sowas schert.
Entweder soll Linux die Weltherrschaft übernehmen, dann muss jeder
auch etwas dafür tun (wenn ihm etwas daran liegt), oder nicht, dann
bleibt es ein System für Profis, die in elitären Zirkeln über die
Vor- und Nachteile irgendeiner Shell diskutieren.
Linux als Weltherrschaft? Nö danke. Echt nicht. Gesunde Konkurrenz
finde ich sehr viel sinnvoller.
Linus Torvalds hat in seinem Buch übrigens ganz interessante Sachen
zu diesem Thema geschrieben.
Fazinierend ist für mich unter anderem, dass hier ein Betriebssystem
vorliegt,
das von Personen entwickelt wurde, freiwillig ohne eine aufgezwungene
Hirachie, das seinen Platz gefunden hat neben den großen der Welt
Das finde ich auch faszinierend. Leider hab' ich das Gefühl, daß da
immer mehr Zwang herrscht. So in der Art: "Ihr habt damit angefangen,
jetzt müßt ihr auch weitermachen" oder sowas in der Art.
Auch das manche Versionen halt irgendwann mal rauskommen, können
immer mehr nicht akzeptieren. Aber sich selber einarbeiten und
mithelfen tut von denen meist keiner, ist ja nicht ihr Problem...
Also von Personen, die freiwillig und mit Freude bereit sind, ihr Wissen mit
anderen zu teilen. Diese Personen sind für mich Vorbild und ich sage dieses
noch mit fortgeschrittetem Alter.
Eigentlich finde ich sowas selbstverständlich. Wenn ich helfen kann,
helfe ich (solange ich nicht das Gefühl habe, ausgenutzt zu werden).
Ich erwarte dann irgendwo aber auch, daß mir auch mal geholfen wird,
wenn ich Hilfe brauche.
Ein sehr schönes Beispiel dazu finde ich www.wer-weiss-was.de
Denen, die gegangen sind oder noch gehen wollen, möchte ich dieses mit auf
dem
Weg geben. Wir haben doch mehr oder weniger nur beschränktes Wissen.
Damit hatten viele, die gegangen sind, auch keine Probleme. Aber
diese unsägliche Erwartungshaltung "Ich habe ein Problem, los, sofort
helfen!", mit der hatten sie ihre Probleme. Ich habe damit übrigens
auch so meine Probleme und antworte halt gar nicht oder gebe auch
mal eine mehr oder weniger blöde Antwort. Ob ich das aber immer machen
werde/kann, weiß ich nicht. Vielleicht rege ich mich auch mal drüber
auf und werde dann wohl auch bald weg sein.
Wir
können unser Wissen doch nur erweitern, wenn wir uns austauschen. Mit dieser
Einstellung ist doch Linux das geworden, was es jetzt ist.
Richtig. s.u.
Das Grundproblem ist, dass es Neulinge einfach nicht gelernt haben,
Informationen selbst zu beschaffen. Es gibt in Linux keine F1-Taste
(jedenfalls in den meisten Programmen), keine gedruckten Handbücher,
Also viele der Original- Handbücher kann man einfach wegschmeißen,
wenn man mal wirklich ein Problem hat. Denn genau dieses Problem
wird da nicht drinstehen.
kein allgemein gültiges Programm-Handling, dafür man pages,
HTML-Dateien, Readme, PDF-Manuals, PostScript-Dateien zum
Ausdrucken, etc. und diese sind noch nicht einmal als Icon
anklickbar.
Die Motive der Umsteiger sind m.E. u.a. diese:
Linux ist kostenlos,
Linux ist Konkurrent zu Windoof.
Und Linux ist grad in. Das sehe ich übrigens als Problem. Dadurch
kommen einige, die Linux nur wollen, um cool zu sein und z.T.
anzugeben. "Ätsch, ich hab' linux und ihr seit zu blöd dazu".
Die sind meist aber auch ganz schnell wieder weg davon, wenn sie
merken, daß man was tun muß.
Liest sich in dcoul*[1] immer wieder.
Nochmal zu "Linux ist Konkurrenz zu Windoof":
Das kreide ich einigen Distributoren auch an, daß sie versprechen, daß
'Linux' jetzt so einfach wie Windows sei.
Linux ist ein Server- Betriebssystem und kein Desktopsystem.[2]
Und dadurch ist es auch ganz anders zu bedienen. Die Administration
sollte root machen, der User soll damit arbeiten. Vielleicht zwei
oder drei kleine Sachen für sich einstellen, ok. Aber Rest ist Sache
von root. Dafür ist der da.
Der hatte das gelernt oder sich erarbeitet. Früher jedenfalls.
Dank Windows (und einigen anderen, auch Linux- Programmen) kann sich
jeder irgendwas zum Laufen klicken oder auch nicht. Wenn nicht, wird's
nochmal probiert.
Ich habe schon einige gesehen, die ein paarmal Windows installiert
hatten und auf einmal das Netz einer kleinen Firma "administrierten".
Oder ein Computergeschäft aufmachten. Dementsprechend sah und sieht
das Ergebnis dann halt auch aus.
"Datensicherung? Klar, machen wir. Einmal im Monat."
"Wozu das System selber sichern? Ist doch schnell wieder installiert."
"Hier habe ich den passenden Treiber für Sie". - "Was meinen Sie mit
'Der ist nicht der richtige Treiber'. Der ist doch von $FIRMA".
Wenn man ein wenig Ahnung hat, meidet man gewisse Läden, wenn man
nicht genau weiß, was man haben will.
(Diskette o. CD rein Programm läuft, mehr
oder weniger, blue screen wird als gottergeben akzeptiert.) Mit diesem
Anspruch treten sie auch Linux gegenüber. Und betrachten diese Mailingliste
als Hotline für ihre Probleme. (Vielleicht ist ja auch die Bezeichnung
missverständlich: Suse-Mailingliste). Und dann müssen sie halt höfllich und
bestimmt auf den Boden gebracht werden.
Und dann kommt ein "Halt's Maul und schreib einfach das, was ich wissen
will" zurück. Ist IIRC hier vor zwei Jahren oder so schon mal passiert.
Dann fällt das höflich bleiben unter Umständen schwer. OK, mittlerweile
könnte man da evtl. Henne zum Eingrifen bewegen, das gab's damals noch
nicht.
Und dann stellen sie fest, dass Linux doch etwas anderes ist (wie schön).
Stimmt, bei vielen ist das immer wieder schön zu beobachten.
Ein Windows-Umsteiger sieht zunächst nur die "geile" Werbung von
SuSE: "Einfach CD einlegen und schon bist Du in der schönen neuen
Linux-Welt." Doch dann treten Probleme auf, dann gibt's entweder die
"Stöhn"-Hotline von SuSE, über die man schnell ein Vielfaches der
Kosten einer WindowsXP-Lizenz verzocken kann oder diese Liste (es
gibt natürlich auch noch den Installationssupport, doch dessen
Hauptaufgabe ist, Antworten abzulehnen wg. Share Holder Value). Und
was macht der Umsteiger in diesem Fall? (rhetorische Frage!)
Ich kann Suse natürlich verstehen, sie müssen ja auch Kohle machen und sollen
sie ja auch. Sie müssen nur vorsichtig sein mit ihrer Werbung und
Versprechen. Linux sollen sie nie mit Windows vergleichen, dann ziehen sie
sich einen Schuh an, der hoffentlich nie passt.
Dadurch kommen eben viele zu SuSE Linux, die von Rechnern _keine_
Ahnung haben. _Das_ ist das Problem. Dadurch kommen zu viele mit der
"Windows- Mentalität". Das tut auf Dauer nicht gut.
"Klickprogramme" sind ja ganz nett, um sich Tipperei zu ersparen,
aber 'mal eben' mit webmin z.B. seinen Rechner einrichten will und
keine Ahnung hat, was im Hintergrund abläuft, kann ganz gründlich
baden gehen.[3]
habe mir etwas von der Seele geschrieben.
Ich auch. Besser, als wenn ich einen Newbie, der grad ein kleines
Fettnäpfchen gefunden hat, zur Sau mache. ;-)
Flames bitte per PM. Danke.
[1] damit meine ich die Newsgroups der de.comp.os.unix.linux-
Hierarchie.
[2] OK, ich mißbrauche es auch als Desktop. ;-)
[3] In meiner Firma wurde mir stolz erzählt, daß die alten Novell-
Kisten durch Linux ersetzt werden sollen. Auf meine Frage, wer
das denn administrieren soll[4], bekam ich zur Antwort "Das machen
wir einfach mit webmin". Ich habe Linux auf den Servern maximal
8 Wochen Lebenszeit vorhergesagt. Ich lag daneben. Es waren 4.
[4] Die Linux- Kenntnisse der IT'ler sind _sehr_ klein...
cu
flo
--
Ich glaube Ich weis was Norbert der 2te, so nenne Ich Ihn wegen Marzahn,
ist.Er ist sicherlich ein Eliza Logik Modul 24. Wiederhohlung durch umdrehen
der Worte mit einführen von "warum,wieso,weshalb" Elöementen. Beispiel: "Du
kamnnst Posten?" "Posten kannst ja, aber warum Postet du dann nicht?" Vestehst
du was Ich meine? [WoKo über Norbert Sima in dag°]
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