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Re: 99% Belegung als Grund für Ungereimtheiten?
  • From: Thomas Templin <thomas.templin@xxxxxxxx>
  • Date: Wed, 12 Jun 2002 21:28:29 +0200
  • Message-id: <200206122114.10340.thomas.templin@xxxxxxxx>
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Hash: SHA1

On Wednesday 12 June 2002 16:20, Michael Brach wrote:
[...]
> als Windows-Umsteiger erlebe ich manchmal mit meiner Suse-8.0
> Installation einige Ungereimtheiten (Programm stürzt ab; startet
> erst gar nicht, aber es erscheint keine Fehlermeldung;
> Seitenaufbau dauert manchmal elend lange, YOU funktioiert nicht
> usw.)
>
> Inzwischen habe ich bemerkt, dass meine 100 MB-Partition für /,
> /bin, /sbin, /etc und /lib von Anfang an zu klein bemessen ist
> (Standardsystem mit Office und Hilfe), denn df meldet 99%
> Belegung. Die anderen Verzeichnisse haben genug Platz (10-50%
> Auslastung).
Du hast wahrscheinlich das erste Gesetz X-Window verletzt, das da
lautet: DU SOLLST NICHT ARBEITEN ALS USER ROOT UNTER X!
Sorry falls es etwas laut war aber das ist bei Verkündigung solcher
Glaubensgrundsätze durch eine oberste Instanz immer der Fall.
(siehe auch: Terry Pratchet; Scheibenwelt; Protagonist: Der Tod)
:)
Das Problem der zu kleinen / Partition ist erst in letzter Zeit
durch die leidige Angewohnheit als User Root unter X zu arbeiten
immer häufiger in Erscheinung getreten. Dessen HomeDir liegt nun
mal in / und nicht in /home/root, was man aber nachträglich ändern
kann, indem man ein /home/root Verzeichnis anlegt und einen Link
von /root nach /home/root. Durch SuSEs YaST ist das ganze dann erst
recht zu einem "Pain in the ass" geworden. Dieses "Werkzeug"
benötigt von Distri zu Distri immer mehr Platz in /.
>
> Meine Fragen:
> 1. Könnte dies eine Ursache für manches Problem sein?
> Wenn ja: Könnte Linux mir nicht beim nächsten Mal eine Meldung
> geben, wenn der Platz knapp wird? Wie?
Schau nach was im / Verzeichnis so rumliegt und räume auf, evtl.
eigene Partitionen für /etc , /boot , /var , /bin , /sbin /usr ,
/opt , ... alles was man so im / Verzeichnis an weiteren
Verzeichnissen sehen kann. Siehe auch: Michael Kofler; Linux;
Addison Wessley Verlag

> 2. Reicht es, wenn ich 200 MB für diese Part. vorsehe? Die durch
> Datensammeln und Nachinstallieren wachsenden Verzeichnisse sind
> es doch eigentlich nicht, oder? Ich habe insgesamt ca. 12 GB
> PLatz für Linux.
Siehe Oben
> 3. Was geht schneller/einfacher (habe noch keine
> sicherungswürdigen eigenen Daten): "Resize" vom Rettungssystem
> aus oder System löschen, partitionieren, neuinstallieren? Bei
> Windows würde ich die einzelnen Partitionen mit NOrton ghost
> sichern und zurückspielen. So was gibts doch bestimmt auch fürü
> Linux.
Um Himmels Willen, lass die Finger von solchen Sachen wie Ghost,
PartitionMagic und anderem Schrott. Wenn Du ein reines Linux System
installieren willst, das noch aus Gründen der Altertums- oder
Denkmalspflege eine Windows 98\me Partition auf der ersten
Partittion erhalten soll, dann nimm ein KNOPPIX oder eine
tomsrtbf Diskette und richte Dir damit Deine Partitionen ein. Dann
kannst Du in Ruhe mit dem YaST dein SuSE Installieren.

Wenn Du etwas Erfahrung mit der Einrichtung von Rechnern hast, dann
würde ich sogar empfehlen zu warten bis Debian Woody herausgekommen
ist. Die Installation ist etwas anders als die von SuSE aber sie
ist machbar. Und wenn Du dir die Debian von Lehmanns holst, dann
sind auch noch die Komerziellen Applikationen mit dabei.
Auf alle Fälle hast Du mit einer Debian ein stabileres System als
mit einer SuSE und solche Gröbst Patzer wie sie mitlerweile bei
SuSE die Regel sind wirst Du dort auch nicht finden. Mitlerweile
frage ich mich bei jeder Suse x.0 ob es nicht eher als
Gesellschaftsspiel unter dem Titel "Wer findet die meisten Bugs"
besser zu vermarkten wäre.

Tschüss,
Thomas
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