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Re: Festplatte: Fehlerhafte Laufwerkgeometrie
  • From: Thomas Templin <thomas.templin@xxxxxxxx>
  • Date: Fri, 17 May 2002 16:21:54 +0200
  • Message-id: <200205171621.54340.thomas.templin@xxxxxxxx>
On Friday 17 May 2002 07:42, David Haller wrote:
> Hallo,
>
> On Fri, 17 May 2002, Thomas Templin wrote:
> >On Thursday 16 May 2002 23:46, Florian Brunner wrote:
> >> Was ist genau der unterschied all dieser fdisks? Wann soll ich
> >> welches verwenden? Sollte ich die geometrie der Platte mittels
> >> cfdisk setzen (sei aber sehr riskant).
> >> Kannst Du mir eine Befehlsreihenfolge empfehlen?
>
> [..]
>
> >Generell empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
> >Werden mehrere Betriebssysteme auf einer Platte eingesetzt, so
> >sollte man mit den für diese Systeme vorgesehenen
> >Partitionierungswerkzeugen auch nach und nach die Platten
> >einrichten.
> >- Mit WIN fdisk die erste Partition erzeugen, den Rest nicht
> > antasten.
> >- Mit NT fdisk die nächste Partition einrichten und wiederum den
> > Rest unangetastet lassen. Das W2k fdisk ist hier etwas
> > unangenehm, es erzeugt eine kryptische Partition am Ende der
> > Platte die später zu Problemen führen kann.
> >- Mit Unix (c)fdisk die Unix Partitionen einrichten.
>
> Viel zu umstaendlich. Das Tool, mit dem du _alles_ machen
> solltest, solange keine (Unix-(!)) Exoten dabei sind, ist das
> (linux-(!)) fdisk oder cfdisk.
Klar, aber man muss auch davon ausgehen, dass die wenigsten gleich
auf einen Rutsch mehrere Betriebssysteme auf ihrer Platte
installieren. Meistens "wächst" solch eine Einrichtung über einige
Zeit und dann gibts in fast allen Fällen Probleme.
Sag mir jetzt nicht dass Du das nicht auch bereits am eigenen Leib
erlebt hast, das würde ich dir nicht abnehmen. *grins*
Ich kenne niemenden der sich _nicht_ irgendwann einmal im Laufe
seiner UniX Kariere mit diesem Problem konfrontiert gesehen hat.
Danach ist man damit auch nicht mehr den Eleven des Pinguins zu
zurechnen. Damit hat man die erste Hürde zum "Knight of the
Brotherhood of the Penguin" erfolgreich bestenden. *lach*

Wenn man eine neue Platte für mehrere Betriebssysteme vorbereiten
will rate ich immer zu einer Knoppix, da ist ein cfdisk dabei.

> Allerdings hat das linux-fdisk einen "Bug", es schreibt v.a. bei
> Aenderungen (logische) Partitionen nicht in der richtigen
> ("physikalischen") Reihenfolge auf die Disk, was zwar den
> Spezifikationen entspricht, aber mit der viele Tools nicht
> zurechtkommen. Und Win verschluckt sich evtl. daran, wenn die
> Kette der logischen Partitionen nicht der Geometrie entspricht.
> z.B:
>
> Richtig:
> /dev/hda6 1021 1200 1445818+ b Win95 FAT32
> /dev/hda7 1201 2047 6803496 83 Linux
> /dev/hda8 2048 4096 16458561 83 Linux
>
> Richtig, aber problematisch:
> /dev/hda6 1021 1200 1445818+ b Win95 FAT32
> /dev/hda8 2048 4096 16458561 83 Linux
> /dev/hda7 1201 2047 6803496 83 Linux
>
> Diese Problem laesst sich AFAIK nur durch ein passendes "Anlegen
> in Reihenfolge" im linux-fdisk umgehen.

Oder gleich zum cfdisk greifen!

[...]
Genau dieser Umstand, dass das linux fdisk die logischen Partitionen
in ihrer Reihenfolge durcheinanderbringt ist der Grund warum man
zuerst cfdisk bevorzugen sollte. Allerdings ist es auf den Floppy
Linux'en meistens nicht dabei. Ich bevorzuge daher mitlerweile die
KNOPPIX CD.

Ich kann mich sogar daran erinnern, dass ich bei einer mit fdisk
partitionierten Platte auf der ich später wieder einige logische
Partitionen gelöscht und mit einer neuen log. Part. überschrieben
hatte cfdisk sich sogar geweigert hatte überhaupt etwas anzuzeigen.
Neben der falschen Reihenfolge der logischen Partitionseinträge
(kann) konnte es mit fdisk bei logischen Partitionen auch zu
Überlappungen der Partitionen kommen.
Ich hatte solch ein Prroblem einmal mit einer 9GB IBM DDRS-39130 und
hab erst nach einiger Zeit des herumexperimentierens diesen Fehler
gefunden. Allerdings war das bisher auch das einzige mal wo mir
dieser Fehler unter gekommen ist.

Tschüss,
Thomas

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