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Re: Linux in der Landwirtschaft - Naehrstoffsaldierung
  • From: Christian Boltz <christian.boltz@xxxxxxxx>
  • Date: Tue, 14 May 2002 23:55:34 +0200
  • Message-id: <200205142111.02456@xxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo Manfred, Christian's, Bernhard, hallo Leute,

in den letzten Tagen ist es etwas ruhig um das Projekt
"Nährstoffbilanzierung mit Linux" geworden (so es denn ein solches
Projekt geben wird - ich hoffe es ;-)

Deshalb antworte ich mir mal selbst ;-)

Am Dienstag, 7. Mai 2002 01:16 schrieb Christian Boltz:
> Am Sonntag, 5. Mai 2002 21:17 schrieb Manfred Tremmel:
> > Am Sonntag, 5. Mai 2002 17:28 schrieb Christian Boltz:
> > > Hmm, ich hab eine gute und eine schlechte Nachricht:
> > > Die gute: Ich hab mir mal ein einfaches Proggi geschrieben, das
> > > die Nährstoffbilanzierung macht (Hoftorbilanz).
> > > Die schlechte: Das ganze läuft mit Visual Basic und Access :-(
>
> Nach der guten Resonanz auf der Liste würde ich sagen, ich lade es in
> den nächsten Tagen auf meine Homepage [1] hoch, dann können es sich
> noch mehr Leute ansehen. Ich schicke dann eine Mail mit der URL in

Das Progrämmchen nennt sich cbDVO. Das ganze gibts zum Download unter
http://tux.boltz.de.vu/duengung inclusive einer kleinen Anleitung.

> die Liste. Lass mir aber ein bisschen Zeit, da ich
> a) einige QuickHacks zumindest dokumentieren möchte
> b) einige Registry-Einträge als .reg-File beilegen möchte und

a) und b) sind prinzipiell gleich, da sich die QuickHacks nur auf die
Registry-Einträge beziehen. Bitte daran denken, die Datei cbDVO.reg
anzupassen und in die Registry zu importieren.

> c) das ganze mit Musterdaten füllen möchte, statt die Daten unseres
> Betriebs zu veröffentlichen.

Ich habe jetzt einfach mal die Zahlen rausgelöscht, das Programm sollte
doch einigermaßen selbsterklärend sein ;-)

Außerdem habe ich noch eine Excel-Tabelle hochgeladen, die im Prinzip
das gleiche macht. Diese Tabelle sollte sich auch mit
StarOffice/OpenOffice verwenden lassen.

Für die, die nicht wissen, was in einer Nährstoffbilanz alles steht,
gibt es auch eine Musterbilanz als HTML mit geXXXten Datenfeldern.

> > > Vielleicht lässt sich ein Teil davon recyclen...
> > > Die Ausgabe mache ich schon in HTML ;-)
> >
> > Ich würd mich freuen, wenn eh HTML mitspielt, werd ich mal ein paar
> > Servlets basteln und unter GPL freigeben, kannst Du also auch gerne
> > wiederverwenden.

Mein Progrämmchen "cbDVO" steht natürlich auch unter der GPL.

> > > Ich weiß auch nicht, ob man in Zukunft nicht die Aufzeichnungen
> > > schlagbezogen machen muss. Laut dem neuen Bundesnaturschutzgesetz
> > > ist es nötig - noch mehr Papierkram :-(
> > >
> > > AFAIK wurde die DüngeVO (noch) nicht verändert, und darin steht
> > > weiterhin, dass eine Hoftorbilanz oder Feld-Stall-Bilanz reicht.
> > > Was gilt jetzt?
> >
> > Klare Antwort von mir, ich weiß es nicht.
>
> Da muss ich wohl nochmal nachfragen...

Hier die Antwort von Bernd Ziegler, SLFA Neustadt, auf meine Anfrage:
-------------- ><8 ---------------
wann die Verpflichtung zum Führen einer Schlagkartei kommt kann ich
nicht sagen.
Die Forderung im Bundes-Naturschutz-Gesetz gilt meines Wissens erst
dann, wenn das Bundesrecht in Landesrecht umgesetzt wird.

Im Klartext: Ich würde dies erst dann fordern, wenn wir eine neues
Landes-Naturschutzgesetz oder eine Landes-VO haben werden.
Allerdings empfehlen tue ich sie ja schon lange.
-------------- ><8 ---------------

Sprich: im Moment reicht in Rheinland-Pfalz noch die bisherige Form
(Hoftorbilanz). Allerdings kann es in anderen Bundesländern anders
aussehen, da anscheinend Landesrecht mit eine Rolle spielt.


Ich würde vorschlagen, vorerst mit der Tabellenkalkulation zu arbeiten,
solange die Hoftorbilanz noch ausreicht.

Allerdings sollte man (wer hat Lust?) schon anfangen, ein Programm zu
schreiben, das das ganze schlagbezogen macht. Dann hat man eben statt
einem Betrieb mehrere Schläge.
Außerdem werden dann Zusatzfunktionen gebraucht, z. B. automatische
Einträge nach dem Muster "auf allen Schlägen, in denen in diesem Jahr
Zuckerrüben sind, 10 dt/ha des Düngers X ausgebracht" - das Programm
soll also den Dünger entsprechend verteilen. Genauso gilt dies
natürlich auch für die geernteten Erzeugnisse.
Praktischerweise sollte es auch Einheiten a la "1 Streuer Stallmist"
geben und geläufige Dünger sollten mit ihren Nährstoffgehalten
voreingestellt sein.

Ein weiterer Schritt wäre es dann, auf Basis von Fruchtfolge, erfolgter
Düngung, den Erntemengen und einer Bodenanalyse Düngeempfehlungen zu
berechnen. Dann hätte das Programm nicht nur den Zweck, die
gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern auch einen echten
Nutzwert für die Landwirte. Ich nehme an, dass bei der Erstellung der
Formeln für die Düngeplanung Herr Ziegler oder ein anderer Mitarbeiter
der SLFA Neustadt behilflich sind, wenn ich sie höflich darum bitte ;-)


Gruß

Christian Boltz
--
Registrierter Linux-Nutzer #239431
Linux - life is too short for reboots.


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