Mailinglist Archive: opensuse-de (7975 mails)
| < Previous | Next > |
Re: Microsoft Office unter Linux?
- From: B.Brodesser@xxxxxxxxxxx (Bernd Brodesser)
- Date: Sun, 21 Apr 2002 15:47:41 +0200
- Message-id: <20020421134741.GC30652@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo Bernhard,
* Bernhard Walle schrieb am 21.Apr.2002:
Sag ich doch.
China ist noch ein ganz anderes Problem. China hat schlicht und
ergreifend andere Gesetze, warum sollten da die amerikanischen
gelten? Auch hat, so viel ich weiß, China nie die internationale
Urheberschutzabkommen unterzeichent. Ergo machen die nichts
illegales.
Mag ja sein, daß Lokalisierung teuer ist, aber wie soll sich das ein
Drittweltland leisten? Abgesehen davon reicht doch Spanisch, bzw.
Französisch für Westafrika.
Nein, bin ich strikt dagegen. Sollen die Linux verwenden, die Linux
als das bessere Betriebssystem ansehen. Diejenigen aber die lieber
Windows einsetzen wollen, es sich aber nicht leisten können, bitte
verschont uns damit. Dadurch wird Linux ja nur noch
Windowsähnlicher. Und das finde ich fürchterlich.
Das erwartet man aber schon recht lang.
Stimmt. Bei Aids-Medikamente wird es endgültig pervers. Aber
Software ist ein Machtmittel. Wenn ein Land komplett von der
Softwareentwicklung abgeschnitten ist, dan verliert es immer mehr
und hat gar keine Zukunft mehr. In Wirklichkeit ist ein ganzer
Kontinent abgeschnitten. Schau Dir doch mal die Linuxentwickler an.
Der Kontinent, wo die wenigsten her kommen ist Afrika, der Kontinent
der an Vorletzter Stelle steht ist die Antarktis. Vielleicht ein
wenig drastisch, aber so ist es doch. Afrika spielt keine Rolle, und
wenn man auf sauteure Lizenzen besteht, so wird sich das nie ändern,
und viele wollen auch nicht, daß sich das ändert.
Weiß Du wieviele Monate ein Bergarbeiter in einem Drittweltland
schuften muß um 250 Mark zusammen zu haben? Und da ist es nicht
billiger. Zu Encarta kann ich nichts sagen, da ich kein Windows
habe.
Ich habe nicht von irgend einer bestimmten Softwarefirma gesprochen
und habe auch sicherlich nicht MicroSoft alleine gemeint. Von
Produktvernuschelung -kauf den Drucker, dann bekommst Du auch noch
eine tolle Software dazu- halte ich gar nichts.
Ich glaube, für Fahrräder gibt es Ausnahmereglungen, sogar im BGB
wenn mich nicht alles täuscht.
Ich weiß, daß finde ich ja auch voll daneben. Vor allem konnte man
die noch nicht mal antesten, man mußte die Katze im Sack kaufen.
Weiß nicht, wie das heute ist, ich bin schon lange nicht mehr in der
Lage mir sowas leiste zu können.
Bernd
--
Bitte die Etikette beachten: http://www.suse-etikette.de.vu/etikette.html
Bitte Realnamen angeben, kein Vollquoting, kein Html, PGP oder Visitenkarten
benutzen. Signatur mit "-- " abtrennen, bei Antworten "Re: " voranstellen,
sonst nichts. |Zufallssignatur 4
* Bernhard Walle schrieb am 21.Apr.2002:
On Sat, 20 Apr 2002 at 16:58 (+0200), Bernd Brodesser wrote:
* Helga Fischer schrieb am 20.Apr.2002:
Am Freitag, 19. April 2002 16:14 schrieb Bernhard Walle:
Vielschichtiger ist es auf jeden Fall. Auch ich halte nichts von
Raubkopieren, aber auch nichts von der Preispolitik der
Softwareunternehmen.
Was aber keine Rechtfertigung für Raubkopien sein kann.
Sag ich doch.
Wie schäbig die teilweise sind, sieht man daran, daß MicroSoft
Schadensersatzklagen gegen Schulen in der dritten Welt anstrengt.
Die haben teilweise keine anderen Chancen als Raubkopien.
MicroSoftprodukte sind dort nicht billiger als sonstwo, obwohl die
ein Durchschnittseinkommen haben, das weit unter unsere Armutsgrenze
liegt. Trotzdem gestatten sie Schulen nicht den Zugang zu ihren
Produkten. Es gibt auch eine Verpflichtung von Eigentümer.
Andererseits geht es wahrscheinlich nicht nur um englischsprachige
Produkte sondern um lokalisierte. Lokalisierungen sind doch recht
teuer und die Kosten müssen irgendwie wieder rein. Adobe (IIRC) hat ja
z. B. gedroht, dass wenn China Raubkopieren nicht verbietet und unter
Strafe stellt keine chinesischen Lokalisierungen mehr anbietet.
China ist noch ein ganz anderes Problem. China hat schlicht und
ergreifend andere Gesetze, warum sollten da die amerikanischen
gelten? Auch hat, so viel ich weiß, China nie die internationale
Urheberschutzabkommen unterzeichent. Ergo machen die nichts
illegales.
Mag ja sein, daß Lokalisierung teuer ist, aber wie soll sich das ein
Drittweltland leisten? Abgesehen davon reicht doch Spanisch, bzw.
Französisch für Westafrika.
Allerdings sehe ich hier bei uns daraus noch keine Art Notwehrrecht
erwachsen.
Eben, sollen die halt Linux o. ä. verwenden. Wäre doch positiv, dann
könnte sich Microsoft dort gar nicht verbreiten; ich denke da weniger
Nein, bin ich strikt dagegen. Sollen die Linux verwenden, die Linux
als das bessere Betriebssystem ansehen. Diejenigen aber die lieber
Windows einsetzen wollen, es sich aber nicht leisten können, bitte
verschont uns damit. Dadurch wird Linux ja nur noch
Windowsähnlicher. Und das finde ich fürchterlich.
an die dritte Welt als in China oder Indien, d. h. an Länder, von
denen man in mittlerer Zukunft erwartet, dass sie für die
Weltwirtschaft interessant sein werden.
Das erwartet man aber schon recht lang.
Es geht hier nur um Software, nicht etwa um Aids-Medikamente (wo es um
Leben und Tod geht!).
Stimmt. Bei Aids-Medikamente wird es endgültig pervers. Aber
Software ist ein Machtmittel. Wenn ein Land komplett von der
Softwareentwicklung abgeschnitten ist, dan verliert es immer mehr
und hat gar keine Zukunft mehr. In Wirklichkeit ist ein ganzer
Kontinent abgeschnitten. Schau Dir doch mal die Linuxentwickler an.
Der Kontinent, wo die wenigsten her kommen ist Afrika, der Kontinent
der an Vorletzter Stelle steht ist die Antarktis. Vielleicht ein
wenig drastisch, aber so ist es doch. Afrika spielt keine Rolle, und
wenn man auf sauteure Lizenzen besteht, so wird sich das nie ändern,
und viele wollen auch nicht, daß sich das ändert.
Ja, das ist leider so. Aber genauso beklage ich das fehlende
Unrechtbewußtsein der Superreichen Softwareunternehmen. Die mögen
tausendmal formal im Recht sein. Es ist eine Schweinerei, was sie
machen.
So teuer sind Microsoft-Produkte nun auch wieder nicht. Auch für
Privatleute ohne Studentenausweise gibt es günstige Angebote, z. B.
gab es mal Word, Works, Encarta Weltatlas für 250 Mark. Da ist das
Preis/Leistungsverhältnis schon OK, gerade Encarta (ich habe z. B. das
Lexikon) ist wirklich gut und durchaus das beste, was es in diesem
Bereich auf dem Markt gibt (auch in c't-Artikeln). Die Produkte für
den reinen Homeuser sind gar nicht mal so überteuert; und ein
Betriebssystem bekommt man sowieso als OEM-Lizenz.
Weiß Du wieviele Monate ein Bergarbeiter in einem Drittweltland
schuften muß um 250 Mark zusammen zu haben? Und da ist es nicht
billiger. Zu Encarta kann ich nichts sagen, da ich kein Windows
habe.
Da kann man Adobe viel mehr vorwerfen; deren Software ist wirklich
unbezahlbar; Photoshop kostet um die 1000 EUR. Allerdings gibt es
wieder die Produkte, die Scannern und Druckern beiliegen und für
Otto-Normaluser tausendmal ausreichen.
Ich habe nicht von irgend einer bestimmten Softwarefirma gesprochen
und habe auch sicherlich nicht MicroSoft alleine gemeint. Von
Produktvernuschelung -kauf den Drucker, dann bekommst Du auch noch
eine tolle Software dazu- halte ich gar nichts.
Wieso das ist doch erlaubt. Wer sollte auch was dagegen haben? Ich
kann mein Fahrrad sooft verleihen wie ich will. Ist ja auch ein
wenig anders, ich kann es ja nicht gleichzeitig auch benutzen.
Ja, Du kannst es verleihen, aber Du wirst doch was dagegen haben wenn
ich mir einfach mal Dein Fahrrad nehme, damit fahre, ohne Dich zu
fragen; auch wenn ich Dir es irgendwann wieder bringe ...
Ich glaube, für Fahrräder gibt es Ausnahmereglungen, sogar im BGB
wenn mich nicht alles täuscht.
Microsoft _vielleicht_, es gibt aber durchaus bezahlbare Officepakete.
Zum Beispiel SoftMaker (http://www.softmaker.de/product.htm). Ein
Officepaket für 100 EUR ist doch OK; soviel bezahlt man schon für zwei
gute Computerbücher (z. B. O'Reilly oder Markt & Technik). Oder auch
StarOffice, als es noch StarDivision gehörte; die Programme für Windows
(und früher die für DOS) waren nicht gratis -- auch nicht für
Privatuser (bis zu StarOffice 5.0).
Ich weiß, daß finde ich ja auch voll daneben. Vor allem konnte man
die noch nicht mal antesten, man mußte die Katze im Sack kaufen.
Oft gibt es Testversionen, die man 30 Tage testen kann. So z. B. auch
von SoftMaker (http://www.softmaker.de/download.htm).
Weiß nicht, wie das heute ist, ich bin schon lange nicht mehr in der
Lage mir sowas leiste zu können.
Bernd
--
Bitte die Etikette beachten: http://www.suse-etikette.de.vu/etikette.html
Bitte Realnamen angeben, kein Vollquoting, kein Html, PGP oder Visitenkarten
benutzen. Signatur mit "-- " abtrennen, bei Antworten "Re: " voranstellen,
sonst nichts. |Zufallssignatur 4
| < Previous | Next > |