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Re: Datenbank Crash: ReiserFS, Samba oder irgendetwas anderes schuld?
  • From: Alex Klein <suse-linux@xxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Wed, 27 Mar 2002 15:51:56 +0100
  • Message-id: <20020327155156.B8178@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo,

* Am 27.03.2002 zauberte Harald Krause:
Hi Rob,

robs-info wrote:

Hi,

als langjährig Paradoxleidender muß ich mich mal melden.


Jeder kriegt halt das was er verdient ;-)


Wenn hier ein Fehler liegt, liegt es in der Vergewaltigung dieser
(Desktop)Datenbank.
Alle Versuche das Teil aufzubohren, speziell gleichzeitige Zugriffe,
am besten noch von unterschiedlichen Usern, sind nur Flickkram.
Die Filesharinggeschichten sind eigentlich ungenießbar, weil extrem
langsam und anfällig (bei größeren DB-Beständen und/oder Kreuzabfragen
völlig unbrauchbar!).

Mach mal neu Kreuztabellenabfrage mit mySQL...

Was passiert dann? Ich bin jetzt gerade in der Überlegung, diese
Paradox-DB auf eine MySQL umzubauen. Die Delphi Anwendung muß dann
natürlich auch umgeschrieben werden.

Wer damit arbeitet sollte das Teil nur local verwenden, dafür ist es
gedacht und gut.

Ich arbeite seit ewigen Zeiten mit Paradox-Datenbanken und habe mehrere
Installationen bei Kunden, die mit mehreren Leuten auf den Datenbanken
zugreifen. --Nein, nicht nacheinander, sondern zugleich--

Worauf liegen Deine Paradox-DB? Nur auf Novell oder auch auf anderen
OS?

Wer gleichzeitige Zugriffe haben will/muß, sollte sich auf jeden Fall
einen DB-Server zulegen.
Wenn es eine Frage des Preises ist, sollte auf MySQL ausgewichen
werden, aber auch unter Windows gibt es kostengünstige/kostenlose
DB-Server.

Finde ich auch besser, aber sag das mal einem Kunden, der seit Jahren,
ohne grössere Probleme mit Paradoxdatenbanken arbeitet. Eine Migration
zu einer neuen Datenbank ist sehr abhängig von der Anwendungsstruktur
bzw. den Datenbankzugriffen. Wenn Du Dich an SQL gehalten hast, dann
läuft die Datenbank lahmarschig und ist fehleranfällig, aber Du hast es
bei einer Migration wesentlich leichter. Wenn Du sehr nah an der BDE
programmiert hast, läuft die Anwendung schnell und rund, allerdings ist
die Migration auf eine reine SQL-Datenbank dann nicht mehr ohne grössere
Aufwände zu erledigen. Alles hat eben -mindestens- zwei Seiten ;-)

Wenn ich die DB auf MySQL umschreiben lasse, dann wird sie
langsamer? Die Anwendun ist ja jetzt schon nicht die schnellste.

Es kommt übrigens auch auf die Paradoxversion an, bis vor kurzem wurde
nämlich W2000 offiziell nicht unterstützt, was ich bestätigen kann
(geht/geht nicht ;-).


Du solltest hier näher spezifizieren, ob Du Paradox hier als
Entwicklungsumgebung siehst, oder die Datenbanken meinst, die via BDE
angesprochen werden. Bei der BDE gibt es sehr wohl unterschiedliche
Versionen und besonders haarsträubend ist die Tatsache, das auf jeder
Workstation eine Unterschiedliche Version der BDE vorhanden sein kann.
Auch wenn Du die gleiche BDE hast, besteht die Möglichkeit, das jeder
User eine (leicht) abweichende Konfiguration fährt. Diese abweichenden
Konfigurationen können dazu führen, das Du Dir die DB bzw. die Tabellen
zerschiesst.

Kann ich dann hergehen und die IDAPI.CFG einfach von einem Rechner
auf alle anderen kopieren (mal so ganz dumm gefragt)?

In der Windoows-Welt gibt es Programme, die ohne Rückfragen neuere
BDE-Versionen mit uralten Versionen überschreiben. Dabei wird billigend
in Kauf genommen, dass andere Programme sich mit diesen DB-Treibern die
Tabellen zerschiessen. Das ist die eigentliche "Mega-Kacke im Quadrat".

Ist scheiße, aber ich denke nicht mein Problem, da ich die BDE am
Montag alle auf die neueste Version gebracht hab.

Was übrigenz gern in die Hose geht, sind die autoID's bei gleichzeitgen
Zugriffen (Support gab mir mal den Tip: "für solche Sachen verwenden Sie
lieber Interbase...").

Auch Interbase wird über die BDE angesprochen, d.h. Du hast prinzipiell
die gleichen Probleme. Vielleicht kriegen die vom Support ja auch ne
Provision, wenn Interbase häufiger vertickt wird ;-) .

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es bei Paradox-Datenbanken sehr stark
auf einen saubere BDE-Installation ankommt, d.h. alle nutzen die gleiche
Version der BDE und diese ist bei allen identisch konfiguriert. Solange
dies der Fall ist, laufen die Datenbanken IMHO ohne grössere Probleme.

Als erstes solltest Du mal die Workstations scannen, wieviele
unterschiedliche BDE?s installiert sind. (Suche nach IDAPI*.CFG).

Die IDAPI*.CFG kenn ich. Wie bekomm ich das am besten hin, das alles
100% gleich ist? Sollte lediglich die IDAPI.CFG drin stehen oder
kann zus. noch die IDAPI32.CFG drin sein?

Wenn ich Dein Posting jetzt richtig verstanden hab, dann sollte es -
trotz der "Vergewaltigung der Desktop-Datenbank" - möglich sein, die
Anwendung wieder stabil zu bekommen. Du vermutest den Fehler in der
Konfiguration der Clients, richtig?

Danke für das Posting!


--
Gruß

Alex

--
Der Unterschied zwischen dem Hund und der Oma ist: Der Hund findet
wieder nach Hause. [Harald Schmidt]

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