Mailinglist Archive: opensuse-de (7486 mails)

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Re: Kde 2 - Aerger geht weiter
  • From: "Konrad Neitzel" <neitzel@xxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Thu, 14 Mar 2002 16:41:44 +0200
  • Message-id: <20020314164144.M52968@xxxxxxxxxxxxxxx>
B.Brodesser@xxxxxxxxxxx (Bernd Brodesser) schrieb:

Schön. Und was bedeutet das? Was kann ein kompletter Desktop, was
ein Windowmanager nicht kann?

http://www.kde.de/whatiskde/proj.php

Und was heißt das für mich? Einheitliche Dekoration habe ich auch.
In meinem xterm will ich auf gar keinen Fall Proportionalschrift.
Beim Browser sieht das schon anders aus.
Und das ist etwas, dass Du bei fast allen Programmen einstellen kannst.
Und die Programme, bei denen Du die Schrift nicht einstellen kannst,
sind IMHO einfach zu star entwickelt. Das hat aber alles nichts mit
einer WM <-> Desktop Env. Sys. Diskussion zu tuen.

Klar gibt es für fvwm etwas wo man alle Einstellungen zentral machen
kann.

Dieses erfasst dann aber nur den FVWM. Du willst aber doch auch Drucken
und Du willst einen Task, der den Hintergrund ändert und Du willst
einen Bildschirmschoner ... Du nutzt ja nicht nur den WM sondern noch
zig zusätzliche Programme!

Ich habe nur dir Frage gestellt, was bringt ein Desktopmanager
und immer noch keine Antwort erhalten.

Weil ich eigentlich dachte, dass Du weisst, was KDE macht. Aber das
weisst Du nicht, daher habe ich Dir einfach die oben genannte URL in
diese eMail gepastet. Dort finden sich unter anderem auch Nachteile,
die das KDE Team sieht und die auch sowas wie Beweggründe für das
Projekt darstellen.

Java ist eine Programmiersprache, so wie C oder C++. Ok, mehr wie
C++, weil Objektorientiert.
Java ist deutlich mehr, denn es wird Code für eine Virtuelle Umgebung
erzeugt. Dadurch entsteht eine Unabhängigkeit von Betriebssystem und
Hardware.

Wer macht heute noch was in Assambler? Und ob ich zum Programmieren
C, C++, Java, Pascal, Modula oder meinetwegen Fortran nehme,
wo ist der Unterschied?

a) In Java hast Du eine fest definierte Lib, die Du nutzen kannst. Dies
hast Du sonst nicht. Wenn Du in C++ entwickelst, dann kannst Du z.B.
QT3 nehmen. Dann hast Du aber trotzdem nur Windows, Unix und MacOS
abgedeckt! Dass Du alles neu kompilieren musst kommt auch noch hinzu!

b) Es gibt die Möglichkeit, sehr schön dynamisch Dinge nachzuladen.
Shared Libs gibt es auch für C++ und so (Weil dies so vom
betriebssystem mit bereit gestellt wird), aber Java geht da durchaus
ein paar Schritte weiter.

C, Pascal und vor allem Fortran gibt es schon sehr, sehr lange.
Ja und? Was ist das für eine Aussage? Wird es dadurch besser oder
schlechter? Es gibt eine Weiterentwicklung. Gerade im Bereich Software-
Entwicklung tut sich sehr viel. Ich sage hier nur UML (Was jetzt mit
keine konkreten Programmiersprache zusammenhängt).
Aber das geht hier viel zu weit.

Meine Kernaussage war lediglich, dass es mehr Ebenen gibt und ich mich
nicht mehr auf tiefere Ebenen begeben muss. Bei Java ist dies z.B. die
JVM. Mich interessiert weder Prozessor noch Betriebssystem!

ich frage nur, wo die Vorteile sind. Das einzige was Du sagst
sind einheitliche Libs.
Dies ist nur ein Punkt. Einheitliche Bedienung und Konfiguration an
genau einer Stelle ist ein anderer, den Du nicht sehen wolltest.

Also wirklich. Von stabileren Programmen sehe ich nichts. Fast
Nunja - KDE 2.2.2 ist relativ stabil. Die KDELib ist inheftiger
Entwicklung, aber die kdelib selbst ist schon sehr stabil!
Únd wenn von > 100 Apps irgendwelche (in versionen von 0.x!) Probleme
machen, dann ist dies normal!

hier viele Vorteile hat. Weiß ich selber, aber warum ist es so
viel schwächer als find? Warum kann es nicht all das, was find
auch kann? Es gibt keinen vernünftigen Grund, man könnte alles,
mit Außnahme des oder, was find kann in einem GUI abbilden.
Weil man dies alles erst implementieren muss. Desweiteren ist das Ziel
nicht, alle Funktionalitäten wiederzugeben, sondern eine einfache,
intuitiv bedienbare Oberfläche zu haben mit wenigen Funktionen, die
wichtig sind.

Ich habe ganz schwer den Verdacht, daß da ein Windowstool
nachgebildet wurde. Und was das nicht kann braucht Linux auch nicht
zu können. Ich weiß es aber nicht, kann sein, daß ich falsch liege.
Das denke ich weniger. Ich denke einfach nur, dass man die
Funktionalität aufbauen wollte, die oft benötigt wird. Ein komplexes
Tool wie find war nicht das Ziel!

Konsolentools sind mir noch nie abgestürzt. Weder von 15
Jahren, noch heute.
Hmm - da habe ich ganz andere Erlebnisse! Mir sond sogar ganze Linux-
Kernel abgestürzt. Von DOS oder anderen Apps ganz zu schweigen. Aber es
ist schon ein unterschied, ob man den Rechner für sich hat und machen
kann, was man will oder eben nicht.

Übrigens, was bringt so ein Kontrollzentrum? Einheitlich finde
ich das auch nicht. Mag ja sein, daß die Knöppe einheitlich gestaltet
sind, aber die Logik die dahinter steckt ist nun mal ganz
unterschiedlich, was ja auch nicht verwundert. Es ist nun mal was
anderes, ob ich ein Runlevel umdefiniere, oder ob ich die Dekoration
eines Bildschirms definiere, oder was weiß ich.
Das ist auch ein ganz interessanter Punkt, der in meinen Augen wichtig
ist! Komplexität kann man nur begrenzt verstecken. Aber es ist schon
schön, wenn es in den Bereichen gemacht wird, wo es machbar ist.
Es ist ja nur eine Ergänzung.

Beispiel hierfür: Yast2 richtet mir meinen Drucker ein und ich muss
kaum etwas eingeben. Ich muss mich mit cups nicht erst rumschlagen.
Hier ist komplexität versteckt. Ebenso z.B. beim Löschen von Druckjobs.
Einfach auf den Drucker klicken und mit der Maus auswählen ist
einfacher als erst viele man-pages zu lesen. (Aber ist auch eine
Einstellungssache. Ich bevorzuge graphische Adventure :) ).


Mit den besten Grüßen,

Konrad Neitzel

--
SoftMediaTec GmbH
Tel: 0172 / 689 31 45
Fax: 069 / 90 50 99 53

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