Mailinglist Archive: opensuse-de (7486 mails)

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Re: Und wieder was auf die Schnautze bekommen!
Hallo,


Ratti:
Damit kann ich mich drauf konzentrieren, daß meine Firewall von außen
sichert, wie es sein sollte. Und nicht, daß sie Applikationen daran
hindert, ausgespitzelte Infos nach außen zu plappern.
(Und bin im übrigen auch der Ansicht, daß es harte Strafen dafür geben
sollte, wenn Programme ungefragt Infos nach draußen schicken. Und unter
"ungefragt" verstehe ich Alert-Boxen, und nicht die Lizenzvereinbarung!)

Bernd Brodesser:
Meinst Du solche Boxen wo ein ellenlange Text kommt, wo man mit
einverstanden sein muß, damit man an seine heißersehnten Sachen
herankommt und deshalb von niemanden gelesen wird?

Ja. Der Blindtextkasten. Grummel...

./configure
make
su
make install

...mit dem Resultat, daß du zwei verschiedene Versionen in
Unterschiedlichen Ordnern hast. Oder mit dem Gefühl, daß alles nach
/usr/sbin gehört hätte und man selbser bestimmt der einzige Mensch
weltweit ist, der nach /usr kompiliert hat. ;-)

Äh, ich übersetze Grundsätzlich nach /usr/local, da gehören sie
meiner Meinung nach auch hin. Nach /usr gehört nur das, was in der
Distribution steht. /usr/local ist meist auch vorgegeben, braucht
also nichts einzustellen. Wenn Du eine neue Version einspielst,
sollte man die alte vorher runternehmen, das ist klar. Wenn nicht,
ist es aber meist auch kein Problem, es sei denn, die neue Version
überschreibt was.

/usr contra /usr/local sehe ich ja noch ein.
Mein Problem ist, daß es ja z.B. auch noch /opt/gnome/bin gibt. Da
befindet sich mein FTP-Programm.

Wenn ich mir _alles_ selbst bauen würde, wäre das kein Problem, dann
wäre einfach alles in /usr/local. Nun befindet sich ja aber schon
einiges in /opt/gnom/bin, und dann gibt es, glücklicherweise leer, bei
mir auch noch /opt/kde/bin, und /sbin, ...

Und das waren nur die Programme. Mit den Libs gibt es ja nochmal so ein
Karussel.

Und dann passiert es, daß sich verschiedenene Versionen in verschiedenen
Ordnern ansammeln: Die einen waren von Suse, die anderen het ein
Programm mit draufgeschoben, , die dritte habe ich an die falsche Stelle
kompiliert.... Schwierig. Sehr schwierig.

Ich habe gerade nur mal so zum Spaß ein
find / -name "lib" -print
eingegeben. Das meiste, was er findet, ist natürlich unwesentlich.
Aber :

/lib
/opt/kde/lib
/opt/kde2/lib
/opt/kde3/lib
/opt/gnome/lib
/var/lib
/var/X11R6/lib
/usr/lib
/usr/lib/qt/lib
/usr/X11R6/lib
/usr/local/lib
(Hier mache ich mal Schluß, es kommt noch viel mehr)

Sieht für mich _alles_ wichtig aus, im Gegensatz zu sowas wie
/usre/share/doc/packages/python/html/lib,
welches sicher nicht den gleichen Stellenwert hat wie die obigen.

... da ist es doch kein Wunder, wenn ich nicht weiss, wo ich das Zubehör
für meinen Filmchen-Abspieler hinpacken soll, und daß da einfach mal was
doppelt und dreifach aufschlägt.

(Woanders nannte man das ein "DLL-Problem" und hat es inzwischen
"gelöst", indem das System ungefragt alles Fremde überbügelt, was da
auftaucht. Auch nicht die Feine Art.;-) )

Hoffentlich kommt bald die 8.0, ich will doch gleich die aktuelle
Version drüberbraten...
[Bevor es Mißverständnisse gibt: Ja, ich bin willenloser Lustsklave der
Göttin "Versionitis", und für ein 'ß' hinter der Versionsnummer tue ich
_alles_]

Nö, daß habe ich mir abgewöhnt. Ich schätze mal, ich warte auf 8.1

Keinesfalls.
Ich werde vorbestellen.
Ich kann es nicht wirklich ertragen, wenn meine Kiste funktioniert.


Themenwechsel:
StarOffice, Word, TeX, Satz.

Einspruch. ;-)
Du hast deine Arbeit nicht unter LaTeX _geschrieben_, du hast sie
_gesetzt_.

Ein Buchautor wird normalerweise 500 KB Fliesstext ohne Formatierung
(Außer Absatz) abgeben.
Der Kram ist nichtmal korrekturgelesen, geschweige denn gesetzt.

Absatz handelt. Aber viel aufwendiger ist es bei LaTeX trotzdem
nicht. Der Autor braucht nur

\chapter{Überschrift}

Ja, der Maurer braucht auch nur ein paar Handschläge mehr machen, um den
Fliesenleger zu ersetzen. ;-)
Aus diesem Grund steht hier in der Liste immer, eine Firma soll ihren
Server gefälligst durch einen Admin warten lassen und nicht durch den
Praktikanten. Weil der das gelernt hat.

Aber einer bestimmten Komplexität würde ich da zustimmen.

Natürlich kann mit TeX "jeder" setzen.
Aber kann auch "jeder":

- Die richtige Schriftgröße und den besten Font auswählen, der im
Rollenoffset oder Tiefdruck auf schlechtem Papier gut aussieht, und
nicht bloß auf dem eigenen Tintenstrahler?

-Postscript liefern, das nicht nur druckbar ist, sondern auch für
digitale Bogenmontage taugt? Die Maschine mag nämlich nicht so gerne
A5-Zettelchen und möchte lieber A1 oder A2, so ungefähr. ;-)

-denkt TeX für dich daran, daß ein Buch eine durch (meistens) 16
teilbare Seitenanzahl haben muß? Und daß man linke und rechte Seiten
unterscheiden muß?

-und dann muß da ja auch noch ein wenig dazukommen: Vorne ein Barcode
und das Impressum, und so, Schmutzpapiere dazwischen, eine ISBN-Nummer.
Klar _kann_ TeX das auch, nur wird der Schreiber besser nicht damit
behelligt, Barcodes zu erzeugen.


Das sind keine Argumente gegen TeX.
Das bedeutet nur, daß jeder seinen eigenen Job machen sollte: Der Autor
soll schreiben, der Setzer soll Setzen, der Drucker soll Drucken, der
Buchbinder...na was wohl. ;-)

Das _kann_ man auch anders machen.
Gerade bei Computerfans ist das soooo naheliegend, und diese Literatur
liegt dann bei mir im Regal: /Eigentlich/ gute Kurse in einer
Programmiersprache oder so. Offensichtlich von der Schwiegermutter
korrekturgelesen, von einem Physiklehrer gesetzt, auf dem Balkan
gedruckt und mit Tapetenleim gebunden. Ratzfatz (Im wahrsten Sinne des
Geräusches) wird aus dem dicken Buch ein Haufen flatternder Mehrteiler.
Ich nenn es *sehr gelinde gesagt* eine Frechheit, wenn man sich sich so
an der "Schwarzen Kunst" vergeht. GRUMMEL!

Ein gutes Buch (und damit meine ich nicht den Text) braucht als
wichtigstes:
1. Ein Experten,
2. noch einen Experten
3. einen weiteren Experten
...und dann:
4. vielleicht eine supertolle Software.

Die besten Bücher der Welt wurden mit Tinte und Holzlettern gemacht.

Von mir aus soll der Setzer TeX verwenden. Aber TeX ersetzt nicht den
Setzer.

Den Satz macht ein anderer, und der wird wahrscheinlich sowieso einen
Mac benutzen. Um diese Entscheidung zu beurteilen, weiss ich zu wenig
über TeX. Ich würde es jedenfalls tun, weil ich Quark kann und TeX
nicht.

Was ein Setzer macht weiß ich nicht. Bei Mathematischen Sachen wird
aber soviel ich weiß TeX eingesetzt oder aber gleich Bleisatz. Bis
weit in der zweiten Hälfte des vorrigen Jahrhunderts wurden
Mathematikbücher noch mit Blei gesetzt, und das es heute gar nicht
mehr geschieht bin ich mir nicht so sicher.

Von Notensatz weiß ich, daß da noch Blei üblich ist.
Bei Wissenschaftlichen Fachbüchern kann ich es mir vorstellen, aber habe
keine Ahnung.

Im "normalen" Satz gibt es leider kein Blei mehr, wodurch die Qualität
sich verschlechtert hat.

Es gibt noch *sehr*, sehr, sehr wenige Druckereien, die mit Blei
arbeiten, daß ist dann aber alleroberste Preisklasse für Luxusartikel.

Habe ich natürlich schon machen müssen. Ich habe mir sogar ein
Zeichen selber zusammenbasteln müssen, weil es das in allen
Schriften nicht gab, obwohl ich AMS-TeX benutzt hatte, die nochmal
wahnsinnig viele Mathematische Sonderzeichen extra haben, neben den
wahnsinnig vielen, die LaTeX von Hause aus hat.

Ich habe meine eigene Handschrift als Truetype. Sie heisst "Pfote
Regular". Ich benutze sie für meinen Backup-CD-Cover und dergleichen.
Aber Fontdesign liegt mir nicht, es macht aber Spaß, mal dran rumgedreht
zu haben. (dengel)

Ja. Ist so. Allerdings, das Sinnlose rumgeklicke bei Windows macht
mich wahnsinnig. Das habe ich bis heute nicht verstanden. Einrichten
meine ich damit. Keine Ahnung was da gemacht wird.

;-)
Für mich nicht nachvollziehbar. Aber egal.

Die meisten Sachen funktionierten einfach. Kein Problem. Aber wehe
wenn nicht. Dann mußte man da irgend etwas öffnen irgendwo klicken
und wenn man da unheimlich viel durchgeklickt hatte, dann konnte es
sein, daß es funktioniert.

Sinnloses rumgeklicke irgendwohin:
Siehe mein Beispiel mit den libs oben: Du weisst wahrscheinlich, wo
etwas hingehört, und deswegen gehst du einfach an die richtige Stelle -
fertig.
Meinen Mac-Kollegen, die gelegentlich mal Windows-Daten bekommen und
dann an meiner Windose rumschrauben müssen, sage ich immer: "Klick mit
Rechts drauf". Das stimmt eigentlich immer. ;-)

Gruß, Ratti




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